Urlauber sollen weniger fliegen

VG WortFREIBURG/BERLIN Das forum anders reisen begrüßt die durch das Bundeskabinett kürzlich beschlossene Luftverkehrsabgabe zum 1. Januar 2011. „Gegenüber wesentlich umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn hat der Flugverkehr einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Mit der neuen Steuer wird diese Verzerrung um einiges relativiert, denn es ist zu erwarten, dass die Kosten von den Fluggesellschaften auf die Kunden umgelegt werden“, erklärt Johannes Reißland, Geschäftsführer des forum anders reisen.

Der Verband forderte bereits wiederholt die Einführung einer internationalen Kerosinbesteuerung, da die niedrigen Flugpreise in keinem Verhältnis zu ihren klimaschädlichen Auswirkungen stünden. Bei einem Flug in die Dominikanische Republik entstehen pro Passagier zum Beispiel rund 5,6 Tonnen klimaschädliche Gase. Das sind fast doppelt so viele Emissionen, wie das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen vorsieht. „Die Tatsache, dass Flüge die billigere Alternative zu Zugfahrten sind, widerspricht jedem gesunden Menschenverstand“, erläutert Pressesprecherin Ute Linsbauer. „Von der Steuer erhoffen wir uns den Trend, dass Urlauber weniger fliegen, dafür aber länger vor Ort bleiben. Das schont die Umwelt und stärkt die einheimische Wirtschaft in den Reiseländern“, so Linsbauer weiter.

Das forum anders reisen e.V. (far) ist ein Unternehmens- und Wirtschaftsverband kleiner und mittelständischer Reiseveranstalter mit Sitz in Freiburg. Rund 130 Reiseveranstalter sind dem Verband für nachhaltigen Tourismus angeschlossen. Sie erwirtschafteten im Jahr 2009 mit rund 95.000 Kunden einen Umsatz von insgesamt rund 127 Millionen Euro.



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