pentahotel feiert Grand-Opening mit Max Mutzke

General Manager Silke Ney mit Max Mutzke (links) und Rolf Stahlhofen
Foto: Liebig-Braunholz

Im Rahmen eines umfassenden “Facelifts” wurden nicht nur das neue Lobbykonzept integriert, sondern auch alle Zimmer erneuert. Ein ausgefeiltes Licht- und Soundkonzept empfängt die Gäste ab sofort in der pentalounge. Sie ist das unkonventionelle Herzstück aller pentahotels. Eine Kombination aus Lobby, Rezeption, Restaurant, Bar und trendigem Treffpunkt getreu dem Slogan “What a difference a night makes“: Mit Wii-Konsolen und Billardtischen, mit Lifestyle-Drinks und abwechslungsreichen Gaumen-Klassikern. Peter Voit, Geschäftsführer pentahotels Germany GmbH: “Wir sind stolz, nach den Grand-Openings in Wiesbaden, Leipzig, Trier und Berlin jetzt auch das Haus in Kassel offiziell einzuweihen. Wir sehen penta als ideales Hotel für Geschäftsreisende als auch Privatgäste, die eine entspannte und lockere Hotelatmosphäre schätzen.”



Dolce Vita auf engstem Raum

vgwortKASSEL Gisela Levorato wirkt unruhig, bevor sie die Osteria öffnet. Jeden Abend außer sonntags steht die quirlige Frau mit dem steten Lächeln in der Küche ihres Restaurants in Kassel. Hier beginnt der Verwöhnprozess, den ihre Gäste in der kleinen Osteria mit den 60 Plätzen zu schätzen wissen.

Gisela und Elis Levorato sind für die Gastronomie geschaffen Foto: Liebig-Braunholz

Ihr Mann Elis managt den Service im Lokal. Es geht herzlich zu. Gäste werden persönlich begrüßt. Tische sind gewöhnlich vorbestellt und mit bunten Servietten eingedeckt. Gisela hat dem Personal zuvor Anweisungen gegeben. Die Kerzen müssen brennen und die Tischlampen im gedämpften Licht erscheinen. „Wir sind ein gemütliches italienisches Gasthaus“, beschreibt sie die Osteria mit den kontinuierlichen Erwähnungen im Gault Millau.

Seit Jahren hält das Restaurant 16 Punkte. Kein Wunder bei diesem hohen Anspruch an eine raffiniert verfeinerte bodenständige Küche. „Wir wollen die Genießer umhegen und eine gepflegte Gastronomie bieten“, erklärt Gisela. Dabei spricht sie von den kleinen Variationen und großen Klassikern. Wahre Gaumenfreuden sind beispielsweise Tète de Moine mit Feigensenf – ein geschabter Mönchskopfkäse aus der Schweiz, das Carpaccio vom Roastbeef mit Trüffelöl und Balsamicocreme mariniert auf Rucola mit Parmesanraspeln oder die Spaghetti mit Scampi und hausgemachtem Pesto.

Dabei begann die wechselvolle Gastronomengeschichte der Levoratos einst mit der Eröffnung einer ins deutsche übersetzten Besenwirtschaft. „Wir nannten es La Frasca und haben dabei an die Leichtigkeit des Lebens gedacht“, umschreibt Gisela die Motivation für ihr erstes Restaurant. 1984 öffneten die Nordhessin und der Norditaliener, der in seiner Heimat zum Restaurantfachmann ausgebildet wurde und 1974 nach Deutschland kam, die Türen für ein einmaliges Projekt. 30.000 D-Mark haben sie investiert, mit Freunden eine ehemalige Pizzeria auf Vordermann gebracht. Bereits nach drei Monaten hatte sich der Geheimtipp etabliert und erfuhr regen Zulauf.

Die Entwicklung mündete in einem Feinschmeckerlokal, das bald nicht mehr mit der einst etablierten Leichtigkeit zu Händeln war. Levorato: „Am Anfang gab es Kaninchen aus dem Backofen und Polenta. Mein Mann hat die norditalienische einfache Küche angepriesen und seine Geschichten dazu erzählt. Im La Frasca bestellten die Gäste dann die Taubenbrust in Chiantisoße mit getrüffeltem Kartoffelpüree.“

Nach einigen Jahren wollten die Levoratos zurück zu ihren Wurzeln. Die Gastronomen entschlossen sich für ein zweites Standbein. Von 1996 an betrieben sie für sieben Jahre die Osteria zunächst im Königstor. 2003 erfolgte der Umzug in das ehemalige La Frasca, wo heute wieder verstärkt das alte Konzept umgesetzt wird: Qualität und Service im Angebot, Gelassenheit und Entspannung bei den Gästen. Der Geschäftsmann könne nach der Arbeit die Krawatte ablegen, die Theaterbesucher einen gepflegten Wein vor dem Abend genießen, weiß Gisela das Zusammenspiel zu erklären. Der Service hält immer einen Tipp bereit: Aus der großen Karte mit rund 350 Gewächsen aus aller Welt lässt man sich gern verwöhnen. Die 30 weißen und 30 roten Weine wechseln kontinuierlich wie auch die saisonalen und stets frischen Speiseangebote.

Gisela kocht mittlerweile international, aber immer noch als begnadete Autodidaktin mit dem steten Blick nach neuen Rezeptideen. Sie hat es nie verlernt, sich selbst zu überbieten. Letztendlich macht das den anhaltenden Erfolg der Osteria mit der kontinuierlichen Umsatz- und Gästeentwicklung aus. Schließlich empfehlen nicht nur die Hotels in der Region diesen Geheimtipp. Vielmehr sind es die vielen Stammgäste, die hier immer wieder ihren Platz finden.

Service-Informationen:

Pächter: Gisela und Elis Levorato
Preise (Hauptgerichte): von 9,80 bis 18,50 Euro
Sitzplätze: 60
Mitarbeiter: 4 und 5 Aushilfen
Kontakt: Osteria Kassel, Jordanstraße 11, 34117 Kassel,
Tel. 0561 / 77 37 05

2008 in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomiezeitung erschienen



Dinner der außergewöhnlichen Art

MALEDIVEN Auf den Malediven können Gäste des Shangri-La’s Villingili Resort & Spa jetzt die Kreationen des Küchenteams an den schönsten Stellen der Insel genießen, zu denen auch der Dschungel oder das Spa und der weiße Strand gehören. Das Special “Sieben kulinarische Wunder” ist bis zum 8. Mai 2011 buchbar. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage.

Speisen am paradiesischen Strand Foto: Shangri-La’s Villingili Resort & Spa

Das Shangri-La’s Villingili Resort & Spa, Maldives ist das erste Luxusresort der Malediven südlich des Äquators. Weiße Sandstrände, üppige Vegetation, 17.000 Kokospalmen und beeindruckende Feigenbäume prägen das Gesicht des Resorts. Gäste können zwischen verschiedenen Villentypen wählen, darunter private Wasservillen oder tropische Baumvillen mit Blick auf Ozean und Dschungel.

Shangri-La Hotels and Resorts mit Sitz in Hongkong betreibt unter den Marken Shangri-La und Traders Hotels derzeit 68 Häuser mit mehr als 30.000 Zimmern. Die Shangri-La Hotels sind Fünf-Sterne-Deluxe-Anlagen mit Standorten in Australien, China, auf Fiji, in Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Kanada, Malaysia, auf den Malediven, im Oman, auf den Philippinen, in Singapur, Taiwan, Thailand und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In Entwicklung sind über 40 Projekte in Österreich, Frankreich, Großbritannien, China, Indien, Kanada, Macau, Malaysia, Österreich, auf den Philippinen, der Türkei, in Qatar, Russland, der Mongolei und auf den Seychellen.



76 Gault Millau Punkte für Liechtensteiner Köche

vgwortLIECHTENSTEIN Auf nur 160 Quadratkilometern Landesfläche konnten in Liechtenstein gleich fünf Restaurants im Gourmetreiseführer Gault Millau 2011 wieder kräftig punkten. Allen voran Klaus Schatzmann vom Hotel Schatzmann in Triesen: mit 17 von 20 möglichen Punkten bedachten die Tester auch in diesem Jahr sein Restaurant.

16 Punkte gab es für Hubertus Real vom Park-Hotel Sonnenhof in Vaduz. Punktgleich überzeugte Kollege Rolf Berger im fürstlichen Restaurant Torkel mit ungewöhnlichen Variationen. Sebastian Fink vom traditionsreichen Hotel Real erkochte sich vor allem mit raffinierten Desserts 14 Punkte, die originellen Kreationen von Henning Sersch vom Hotelrestaurant Résidence wurden mit 13 Punkten gewürdigt.



Den Zahn der Zeit verschlafen

vgwortHAMBURG Landhaus Scherrer Es ist immer wieder schön, inkognito unterwegs zu sein. Eine offizielle Pressereise in das Landhaus Scherrer wäre garantiert anders verlaufen als meine private Stippvisite.

In der Vergangenheit bin ich von Köchen öfter gefragt wurden, ob ich das Landhaus Scherrer in Hamburg kennen würde. Sterneküche, Gourmetrestaurant, mehr als drei Jahrzehnte an der Spitze – das musste ein Geheimtipp sein. Beim letzten Kurzaufenthalt in der Hansestadt wollte ich es wissen und nutzte die Zeit für eine Einkehr und meine ganz persönliche Recherche.

Zunächst sah es auch nach einem Geheimtipp aus: Eine freundliche Mitarbeiterin am Empfang, die gleich nach der Jacke fragte. Schöner Platz im Bistro, eine alternative Speisekarte zu den Menüs im Gourmetbereich, eine nette Bedienung. Dann der Cut: Am Nachbartisch ließ sich die “feine Gesellschaft” nieder und wurde sogleich mit den Worten empfangen: “Ich freue mich immer ganz besonders, wenn Sie in unser Haus kommen”. Prinzipiell ist da nichts gegen zu sagen, wenn diese “Lobhudelei” nicht derart laut preisgegeben werden würde, dass sich die anderen Gäste vor den Kopf gestoßen fühlen.

Mit der “feinen Gesellschaft” wechselte auch der Service. Der Wein wurde lässig und pro Glas unterschiedlich eingeschenkt, jedoch entsprechend berechnet. Das Essen war gut, aber nichts besonderes. Es interessierte auch niemanden ob es schmeckt – anders als es in Gourmetrestaurants, in denen sich der Koch sogar persönlich vorstellt, üblich ist. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hingegen war gepfeffert. Und nach der Rechnung blieb letztendlich nur der Weg durch die Tür. Kein persönlicher Abschiedsgruß, keine Hilfe in die Jacke, ein kurzer Blick schweifte zum Chefkoch Heinz O. Wehmann, der sich angeregt mit Gästen unterhielt, die er kannte und dabei gar nicht bemerkte, dass er vielleicht neue Gäste hätte kennen lernen können.

Ähnlich muss sich dieser Gast schon einmal gefühlt haben. Auch seine Erwartungen waren ganz bestimmt nicht zu hoch. Denn: Derartige Klassiker müssen immer ein Interesse daran haben, auch neue Gäste für sich zu gewinnen und Erwartungshaltungen übererfüllen.

Mein Fazit bewegt sich jedoch in dem Bereich “Zahn der Zeit verschlafen” oder “Wir haben es gar nicht nötig”.