Panasiatische Genüsse in der Mainmetropole

vgwortNikita Simunovic und Kent Hahne im neuen Ginyuu Foto: Privat

FRANKFURT Die Restaurantszene in der Mainmetropole ist um ein weiteres Konzept reicher: Mit Ginyuu präsentiert Kent Hahne frischeste panasiatische Genüsse direkt am Junghofplaza. Narrare sprach mit dem Deutsch-Amerikaner, der sich als Multi-Konzept-Unternehmer versteht über diese neue gastronomische Formel.

Narrare: “Sie sind in der Mainmetropole mit dem Gastronomiekonzept Ginyuu an den Start gegangen. Wie schätzen Sie Ihre Erfolgschancen ein?”

Kent Hahne: “Frankfurt wurde von uns ausgewählt, da es für Deutschland die internationalste Stadt darstellt. Hier findet man die größte Dichte an asiatischen Konzepten und das Ginyuu wird sich hier mit den Besten messen.”

Narrare: “Sehen Sie in der Präsentation des Kochens an offenen Front-Cooking-Countern in Deutschland einen Trend?”

Kent Hahne: “Mit unserem Konzept Vapiano haben wir vor Jahren bereits das Front-Cooking nach Deutschland gebracht und dieses als konsumfähigen Trend gestaltet. Alles wird frisch vor- und zubereitet, unsere Mitarbeiter sind aktiv und kochen vor den Augen der Gäste. Das Front-Cooking beschreibt die Transparenz und somit das Offensichtliche – der Kunde erlebt mit allen Sinnen.”

Narrare: “Was begeistert den Gast an dieser neuen Präsentationsform?”

Kent Hahne: “Unser Gast erlebt im Ginyuu, dass wir das Konzept des Front-Cooking weiterentwickelt haben. Wir hören auf den Herzschlag unserer Gäste, wir setzen auf unsere Mitarbeiter und auf eine leichte, aromatisierte Küche. Der Gast bekommt im Ginyuu Front-Cooking die Speißen ohne Cornsyrup oder andere Chemie. Jedem Gast ist es möglich, unser Essen zu verkosten und mit 100-prozentiger Transparenz, jeden Schritt der Zubereitung seiner Mahlzeit zu verfolgen.”

Narrare: “Ist Ihr Konzept mit einem Durchschnittsbon von 10 Euro pro Gast auf den Mittagstisch ausgelegt?”

Kent Hahne: “Nicht nur. Das Ginyuu Konzept bietet den Gästen über den Mittagstisch hinaus die Möglichkeit zu verweilen. Der Lounge-Bereich lädt zum Nachmittagsbesuch ein – und die Bar zum Treffpunkt am Abend. Hier erhalten die Gäste unter anderem Martinis oder Weizengras-Shots und das in einem Meer der Farbspiele. Somit richten sich die 10 Euro auf den Tages-Durchschnittsbon, im Mittagsgeschäft wird dieser sogar eher bei 8 Euro liegen.”

Informationen:
Kent Hahne war Franchisenehmer von McDonald’s und maßgeblich daran beteiligt, dass Vapiano zu einer Marke und multiplikationsfähig wurde. Mit der Wirtschaftsjuristin Nikita S. Simunovic hat er das Pilotprojekt Ginyuu in Frankfurt umgesetzt. Die Quereinsteigerin hat sich durch ihre Tätigkeit bei einem renommierten Münchner Catering- und Gastronomiebetreiber fundierte Kenntnisse in der Spitzengastronomie erarbeiten und bringt diese nun in das Projekt mit ein.



Facebook als Service-Center

vgwortAspen ist einer der populärsten Wintersportorte der Vereinigten Staaten Foto: Aspen / Snowmass

ASPEN Aspen/Snowmass ist eines der besten Skigebiete der Welt. Der trockene Pulverschnee, 300 Sonnentage im Jahr gepaart mit einem unverwechselbaren Service machen diese Kleinstadt im US-Bundesstaat Colorado zu einer Traumdestination, die sich auch mit Social Media-Instrumenten präsentiert. Facebook heißt das Zauberwort: Hier fungiert die Fanseite mit rund 17.000 Fans nicht nur als Newsletter, sondern direkter Ansprechpartner. Mit Meredith steht quasi eine Powder-Korrespondentin vor Ort bereit, die Tipps für die coolsten Bars oder Après Ski Events gibt.

Konzerttermine, Informationen zu neuen Restaurants, Hotels, Clubs sowie den Liften erfahren die Fans der Seite top aktuell – ebenso wie die derzeitigen Schneehöhen. Auch besondere Preis-Specials und ermäßigte Skipässe gibt Meredith sofort an die Aspen Community weiter. Highlight sind die vielen Gewinnspiele, bei denen Aspen Fans Saisonpässe, Tageslifttickets und sogar ganze Urlaubstrips gewinnen können.

Aspen: Wintersportfans können sich hier innerhalb 22 Quadratkilometern auf 336 markierten Pisten mit 46 Liften, in acht Terrainparks und fünf Halfpipes austoben. Über 500 Kilometer perfekt präpariertes Gelände stehen den Skifahrern und Snowboardern zur Verfügung – von familienfreundlich bis extrem steil. Besonderes Highlight: Treeskiing durch die markanten Espen Bäume.



Christian Rach testet nun auch Lebensmittel

vgwortDas neue Qualitäts-Siegel für ausgewählte Lebensmittel

HAMBURG Dank Christian Rach gibt es nun ein weiteres Siegel für Lebensmittel. Scheinbar haben wir noch nicht genug davon – die Verwirrung vor dem Supermarktregal darf ruhig weiter zunehmen. Dem Marketing hilft es und der Verbraucher fühlt sich etwas sicherer, zumindest solange, bis der nächste Lebensmittelskandal aufgedeckt wird.

Im Ernst: Die Frage stellt sich schon nach einem wofür und warum, wenn der Verbraucher doch mit gutem Recht davon ausgehen darf, dass sich die Lebensmittelindustrie ihrer unabdingbaren Pflicht bewusst sein sollte, Lebensmittel in guter Qualität herzustellen. Wozu also Güte- oder Qualitätssiegel? Eine Journalistin sprach erst kürzlich sogar von einem Schwindel. Irgendwann muss das auch Christian Rach aufgefallen sein, sonst würde er auf seiner Homepage nicht darauf hinweisen, dass es ihn erschreckt hat, was man heute eigentlich noch essen kann. Bleibt zu hoffen, dass er sich mit der Wahl des SGS Institutes Fresenius einen vertrauenswürdigen Partner an seine Seite geholt hat. Dann trägt er mit seiner Aktion in der Tat dazu bei, dass Verbraucher einen besseren Überblick über unsere Lebensmittel erhalten.

Informationen:
Der Koch und Buchautor Christian Rach (53), bekannt durch seine TV-Sendung „Rach – der Restauranttester“, vergibt seit neuestem Qualitäts-Siegel für ausgewählte Lebensmittel. Ziel des gebürtigen Saarländers ist es, die Verbraucher beim Einkauf gesunder Lebensmittel zu unterstützen. Mehrere Teststufen muss das Produkt durchlaufen, bevor es das Rach getestet-Siegel verliehen bekommt. Neben einem Sensorik-Test, findet auch eine Nährwertanalyse und eine mikrobiologische Untersuchung statt. Außerdem werden Produkteigenschaften und Sonderauslobungen auf der Verpackung untersucht. Die ersten Lebensmittelartikel hat der Koch auf seiner Website veröffentlicht. Mittelfristig soll seine Datenbank 50 Artikel umfassen.



Quirlige Unternehmer mit Herz

vgwortFamilie Haas investiert regelmäßig in ihr Wellness-Hotel Adler / In diesem Jahr sind weitere 3,9 Millionen Euro verplant

WOLFACH-ST. ROMAN Hotelier Manfred Haas packt die Dinge gern selbst beim Schopf. Der 58-Jährige ist ein ruheloser Unternehmer, der sich bewusst von der Kettenhotellerie abgrenzen will. Dafür steckt er gemeinsam mit seiner Frau Ulrike jedes Jahr viel Geld in sein Hotel Adler in dem kleinen Wallfahrtsort Wolfach-St. Roman im Schwarzwald. Narrare sprach mit ihm über seine aktuellen Pläne.

Ulrike und Manfred Haas Foto: Liebig-Braunholz

Narrare: „Was treibt sie an?“

Manfred Haas: „Alle zehn Jahre müssen Sie eine starke Sau durchs Dorf jagen. Das ergibt sich schon allein aus den Marktverhältnissen. Die Konkurrenz schläft nicht und wir liegen abgeschieden, so dass es nur mit einer absoluten Qualitätsorientierung funktioniert.“

Narrare: „Ihr Haus personifiziert die Philosophie Relais du Silence. Sie sind Mitglied in dieser Hotelvereinigung. Hilft Ihnen das weiter?“

Manfred Haas: „Auf jeden Fall. Wir sind authentisch, umweltbewusst und liegen mitten in der Natur. Seit 1997 sind wir Mitglied und haben uns seitdem nicht verändern müssen. Unser Haus mit landwirtschaftlichem Hof ist jetzt 350 Jahre alt und engagiert sich schon immer stark für eine nachhaltige Lebensweise. Wir pflegen unser Wildgehege mit den 120 Dammhirschen und kooperieren mit Metzgern und Bauern aus der Region. Das schätzen unsere Gäste.“

Narrare: „Um das Wohl ihrer Gäste sorgen sie sich sehr. Auch das ist Teil der Relais du Silence-Philosophie. Gastversprechen, Mitarbeiterverhalten und Zustand des Hauses sind tadelos?“

Manfred Haas: „Ich denke schon. Nicht nur auf dem Papier versprechen wir dies. Wir leben es. Sie haben an so einem Ort wie Sankt Roman mit 180 Einwohnern nur eine Chance. Sie müssen eine gute Adresse sein, entsprechende Zimmerkapazitäten haben und alles bieten, was der Gast wünscht. Dafür brauchen Sie ein gutes Team, das motiviert ist. Sie müssen natürlich Vorbild sein und den Karren mitziehen.“

Narrare: „Das tun Sie und Ihre Frau Ulrike täglich. Auch Ihre Mutter ist noch mit im Betrieb. Sie fällen selbst Bäume, damit Sie neue Hackschnitzel bekommen und wenn der Hausmeister im Urlaub ist, übernehmen Sie auch diesen Job. Was denken Ihre Mitarbeiter über diese Art Chef?“

Manfred Haas: „Ich glaube, dass unsere Mitarbeiter sehr gern in unserem Haus arbeiten.“

Narrare: „Sie investieren jedes Jahr viel Geld, damit es erfolgreich weitergehen kann. Was stand im vergangenen Jahr an?“

Manfred Haas: „Wir haben unser Frühstücksbufett vom Wintergarten in den Gastraum des Restaurants verlegt, um mehr Platz für die Gäste zu bekommen. Im Restaurant haben wir den Bodenbelag erneuert. Dazu kamen Reparaturen und ein paar Renovierungsarbeiten im Haus. Das hat rund 110.000 Euro verschlungen.“

Narrare: „Was sind die nächsten Pläne?“

Manfred Haas: „Wir erweitern gerade unseren Wellnessbereich mit neuer Saunalandschaft, Ruheräumen, Gymnastik- und Fitnessraum sowie einem Bistro. Hinzu kommen zehn neue Juniorsuiten, 3 Appartements und 4 Doppelzimmer sowie ein Freibad. Dafür müssen wir 8000 Kubikmeter Erde und Fels abtragen.“

Narrare: „Eine größere Investition demnach. Wie sieht die Kostenkalkulation aus?“

Manfred Haas: „Das wird die Kosten für den Wellnessbereich vor 10 Jahren übersteigen. Damals haben wir rund 3 Millionen investiert. Jetzt rechnen wir mit rund 4 Millionen. Aber es ist notwendig. Wir haben seit 2000 aufgrund unseres Wellnessangebotes eine höhere Auslastung, es hat sich gelohnt.“

Narrare: „Dann haben Sie auch eine gute Rentabilität?“

Manfred Haas: „Das ist die Voraussetzung für Investitionen. Auch unsere Bilanzen sehen gut aus, sodass wir bei der Bank ein gutes Rating haben. Letztendlich müssen Sie nicht nur mutig sein, sondern auch arbeiten wollen. Dann gehört noch ein wenig Glück dazu, bis so ein Hotel permanent gut läuft.“

Narrare: „Glauben Sie, dass Sie immer die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit treffen?“

Manfred Haas: „Ganz und gar nicht. Der Tennisplatz war die größte Fehlinvestition meines Lebens. Aber es ist nun mal so, dass der Gast heutzutage alles haben will. Ob er es letztendlich auch nutzt, steht auf einem anderen Papier.“

Service-Informationen:
Eigentümer: Ulrike und Manfred Haas
Kategorie: Ferien-, Wellness- und Tagungshotel
Klassifizierung: 4 Sterne
Zimmer: 42 und 1 Ferienwohnung
Öffnungstage: durchgehend
Zimmerpreis: EZ ab 80 Euro, DZ ab 127 Euro
Kontakt: Adler, 77709 Wolfach-St. Roman, Tel. 07836 / 93 78-0

Kommentar

Der Kreislauf des Lebens

Aus Standortsicht hat Manfred Haas nicht gerade die Nase vorn. Sein Hotel finden Gäste erst durch das große Hinweisschild an der Hauptverkehrsstraße zwischen Hausach und Schiltach, nach 6 Kilometern Waldweg. Auf der Homepage muss der Weg beschrieben werden.

Trotzdem ist das Silencehotel Adler gut gebucht. Das Geschäft läuft, ohne viel Werbung, dafür aber mit Herzblut und Unternehmergeist. Hinter dem Erfolg steckt eine Philosophie mit Symbolcharakter. Sie beweist, dass gerade die mittelständische Hotelier-Kultur die Branche prägen kann. Unabhängig vom Standort kann jedes Konzept funktionieren, wenn der Hotelier einen Charakter hat und die tägliche Mühe der Arbeit nicht scheut.

Manfred Haas beweist es: Sein Haus ist anders und einzigartig, weil er auf Trends reagiert und sich dennoch treu bleibt. Beständig, vorbildlich und bewusst führt er sein Hotel und fügt sich dem Kreislauf des Lebens.

Silke Liebig-Braunholz