Hotels in Paris zur Fußball-EM teurer

(ots) Zur Fußball-EM vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 ist das durchschnittliche Preisniveau für eine Hotelübernachtung in Paris um bis zu 59 Prozent (88 Euro) höher als nach der EM. Zu den Spielen der deutschen Fußballnationalmannschaft erhöhen Unterkünfte im Einzelfall ihre Preise sogar um bis zu 700 Prozent. Ein Vergleich der Hotelanbieter lohnt und spart bis zu 914 Euro.

ParisSchöne Stadt, teure Stadt: In Paris ziehen die Hotelpreise zur Fußball-EM drastisch an. Foto: Flickr/clikinternational

Auch in den anderen Städten und Austragungsorten der Fußball-EM steigen die Preise für eine Hotelübernachtung während der EM. Im April zahlen Hotelgäste für eine Übernachtung in Frankreich durchschnittlich 131 Euro. Zwei Monate später im Juni kostet die Übernachtung 226 Euro – 73 Prozent mehr.

Flugpreise nach Paris bleiben verhältnismäßig konstant

Anders als die Preise für Hotelübernachtungen steigen die Preise für Flüge von exemplarisch betrachteten deutschen Großstädten nach Paris zur EM kaum. Einzige Ausnahme ist der Flug direkt zum Finalspiel der Fußball-Europameisterschaft: Im günstigsten Fall zahlen Passagiere von Frankfurt nach Paris (Hinflug: 9. Juli, Rückflug: 11. Juli) 174 Euro. Beim Hinflug eine Woche früher (Hinflug: 2. Juli, Rückflug: 12. Juli) kostet der günstigste Flug nur 88 Euro. Zum Finale ist der Flug somit knapp doppelt so teuer.

Städteurlauber, die Paris nicht wegen der Fußballspiele besuchen möchten, sollten daher besser einen Reisezeitraum nach der Europameisterschaft wählen.

Weitere Informationen zur Methodik, weitere Ergebnisse und ausführliche Tabellen mit Preisen und Aufschlägen der verfügbaren Hotels zu den jeweiligen Vorrundenspielen der deutschen Fußballnationalmannschaft hat das Vergleichsportal Check24 zur Verfügung gestellt.

Der beständige Euro rollt nicht nur über den Bierumsatz

In meiner Yelp-Community habe ich meinen Besuch im Brauhaus Hopfenliebe mit den Worten “Lange nicht mehr so einen schlechten Restaurantbesuch erlebt” umschrieben. Die für mich dahinterstehende deutlich gewordene Unternehmensstrategie hat mich erschreckt.

Ein Bierchen Beliebtes Brauhaus-Getränke in überdimensionaler Größe. Foto: Flickr/Oliver Ertl

Es ist bekannt, dass in der Gastronomie mit den Getränken das meiste Geld verdient wird. Dennoch muss man es dem Gast nicht auf dem Tablett servieren, dass man es als Gastwirt nur auf sein Geld abgesehen hat. Gäste sind Kunden und erwarten eine Gegenleistung. Sie wollen sich wohlfühlen und vor allem kann es vorkommen, dass sie ein Gasthaus besuchen, weil sie schlicht und ergreifend Hunger haben. Im Brauhaus Hopfenliebe muss man jedoch davon ausgehen, dass sich die Mannschaft nicht unbedingt auf die Wünsche der Gäste eingestellt hat. Vermutlich sind die positiven Bewertungen seit der Eröffnung des Brauhauses im November letzten Jahres darauf zurückzuführen, dass es in Norderstedt ein derartiges Gasthaus noch nicht gegeben hat. Die Menschen haben sich nach einem Ort der Gastlichkeit mitten im Zentrum gesehnt. Umso schlimmer wenn man derartige Besuche verbuchen muss.

Gäste umplatzieren kommt nicht gut

Denn wenn das Personal während man noch damit beschäftigt ist seine Jacke auszuziehen bereits die Frage stellt “Darf es schon etwas zu trinken sein?”, gelingt es kaum, sich in die Gasthaussituation einzufühlen. Noch schlimmer wird es, wenn man aufgrund der Tatsache, dass man eben nicht gleich bestellt hat, überhaupt nicht mehr beachtet wird, der Kellner anschließend jedoch ständig am Tisch vorbeiläuft. Folgt zudem eine Umsetzung, weil das Personal vergessen hatte, dass der Tisch reserviert war, an dem man platziert worden ist, beginnt die Einfühlphase an einem neuen Platz von vorn. Hat man dann immer noch keine Getränke serviert bekommen, wird es schwierig, den Gast überhaupt noch zu begeistern.

Unhandlich und ohne Brauhausklassiker

Das Studieren der Speise- und Getränkekarte im Brauhaus Hopfenliebe eignet sich zwar zur Zeitüberbrückung, jedoch weniger zur handlichen Lektüre. Die auf Metallbrettern zusammengehefteten Seiten lassen sich kaum weiterblättern. Sie sind viel zu fest eingeheftet und die Halterung erlaubt keine Beweglichkeit. Um die endlos vielen Biersorten studieren zu können braucht es Geduld, bis der Betreiber des Gasthauses Rajas Thiele einem schließlich erklärt, dass ausgerechnet das Bier, welches man sich ausgesucht hat, heute nicht zu haben ist. Gern verweist er auf die Kreidetafel an der Wand, auf der exakt die Biere gelistet sind, die der Gast wohl auch probieren soll. Die Entscheidung für ein anderes Bier wird einem sozusagen gleich abgenommen. Bei den Speisen ist die Auswahl ziemlich klein. Zudem fehlen Brauhausklassiker, die ein Gast zu den starken Biersorten erwarten dürfte.

Biertrinker bevorzugt

Nachdem einige Zeit später endlich die Getränke serviert worden waren, fragte die Bedienung nicht etwa danach ob man denn auch etwas essen wollte, sondern drehte sich um und ging wieder. Während der weiteren Wartezeit konnte man dafür aber beobachten, wie der Betreiber sich redlich um die Bestellaufnahme der Getränke an den anderen Tischen mühte. Vor allem an einer langen Tafel mit begeisterten Biertrinkern, die den Umsatz an diesem Tag sicherlich in die Höhe schnellen ließen. Nach gefühlten 40 Minuten waren die Getränke an unserem Tisch ausgetrunken, sodass der Betreiber auch bei uns nachfragte, ob wir noch etwas trinken wollten. Jedoch zeigte er wenig Interesse daran, auch einmal die Bestellung für die mittlerweile ausgewählten Speisen aufzunehmen. Auch er ging wieder ohne ein Wort.

Halbe Ewigkeit gewartet

Unsensibel, wenig offen für Gästewünsche und nicht flexibel schien jedoch das gesamte Personal an diesem Tag. Mit einer offenen Bemerkung hinsichtlich des Wunsches, auch einmal bestellen zu wollen, konnte das Personal wenig professionell umgehen. Die Bemerkung der Restaurantleiterin Francis Stechemesser: “Bleiben Sie mal cool, hier geht es etwas lockerer zu”, schlug das Fass aus dem Boden. Immerhin nahm die Dame dann die Bestellung der Speisen auf, die jedoch eine gefühlte Ewigkeit auf sich warten ließen. Eine ebenfalls offene Bemerkung gegenüber dem Betreiber in Bezug auf die wenig vorhandene Wohlfühlatmosphäre in seinem Haus führte auch nicht zu einer zuvorkommenderen Bedienung. Dennoch bemühte er sich um die bestellten Speisen, die genießbar waren. Dass der Spargel – wie auf der Karte angezeigt – nicht mit Sauce Hollandaise serviert wurde und auch nicht danach gefragt wurde, wie wir es wünschten, nahmen wir enttäuscht hin.

Ein weiterer Versuch, den Betreiber des Brauhauses auf die Defizite in seinem Haus aufmerksam zu machen, erschien für sinnlos. Bleibt zu hoffen, dass sich das Team des Brauhaus Hopfenliebe das Bewusstsein für Gastlichkeit, die in einer Metropolregion wie Hamburg einen noch größeren Stellenwert hat, möglichst schnell verinnerlicht.