Archiv des Autors: narrare

Streetfood auf der Grünen Woche Berlin

Markthallen-Atmosphäre in der neu konzipierten Halle 12 mit Streetfood und Delikatessen spezialisierter Manufakturen. Foto: Grüne Woche Berlin

Koreanische Delimanjoo (kleine gefüllte Pfannkuchen, meist mit Vanillepudding) und veganes Eis gibt es ab dem 20. Januar auch auf der Grünen Woche in Berlin. In der neu konzipierten Halle 12 konzentriert sich ein besonderes Nahrungs- und Genussmittelangebot wie es nur in angesagten Markthallen zu finden ist – darunter Trendprodukte der unterschiedlichsten Aussteller in einer Atmosphäre zwischen Street-Food- und Craftbeer-Anbietern sowie den Eigen-Kreationen kleiner Manufakturen. Das Start-up MySmoothie verkauft Zutaten und Zubehör für qualitativ hochwertige und gesunde Smoothies. Wie geröstete Nüsse verarbeitet werden, zeigt ein Anbieter von Nussmühlen und Nusscrememaschinen. Ganz ausgefallen ist „Schwarzes“ Essen, das mit medizinischer Pflanzenkohle und Sepia-Tinten schwarz gefärbt ist und Speisen wie schwarze Currywurst oder Black Metal Hacksteak auf den Tisch zaubert. Aus einem original englischen Bus gibt es unter anderem Fudge, Süßwaren, die auch als weiche Karamell- oder Toffee-Bonbons bezeichnet werden. Ein weiterer Aussteller hat sich auf Fruchtriegel für unterschiedliche europäische Märkte spezialisiert.

Die Grüne Woche ist in diesem Jahr vom 20. bis zum 29. Januar für Besucher geöffnet.

Familienessen wie zu Luthers Zeiten

Martin Luther (alias Norbert Hein) wirbt am Leipziger Hauptbahnhof für Reisen zum Thema Reformation nach Leipzig. Foto: obs/Leipzig Tourismus und Marketing GmbH/Laura Gruner

Das Jahr 2017 steht auch in Leipzig im Zeichen des Reformationsjubiläums. Hier fand 1519 in der Pleißenburg die Leipziger Disputation statt, bei der Martin Luther in einem Streitgespräch die Autorität des Papstes anzweifelte. In Leipzig wurden die meisten lutherischen Schriften und evangelischen Gesangbücher gedruckt.

Mit über 100 Veranstaltungen würdigt Leipzig das Reformationsjubiläum. Die Bandbreite reicht von Ausstellungen über Konzerte, Stadtführungen und kulinarische Angebote. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der “Kirchentag auf dem Weg”, der vom 25. bis 28. Mai 2017 unter dem Motto “Leipziger Stadtklang: Musik. Disput. Leben.” stattfindet. Weiterhin präsentieren Leipziger Museen hochkarätige Ausstellungen zum Thema Reformation. Im “Barthels Hof” kann man ein Familienessen wie zu Luthers Zeiten genießen. Außerdem bietet die Leipzig Erleben GmbH einen Stadtrundgang “Auf Luthers Spuren in Leipzig” an. Wer die Region erkunden möchte, kann sich auf den Lutherweg in Sachsen begeben. Reiseangebote nach Leipzig können bei der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH gebucht werden.

Happy New Year 2017

New Year's Eve #Melbourne (Explored 1st Jan 2017) New Year’s Eve in Melbourne Foto: Qicong Lin/Flickr

Im vergangenen Jahr habe ich erstmals ein paar Gedanken zum Neuen Jahr auf Narrare verfasst und das Jahr 2015 Revue passieren lassen. Ende 2016 glich mein Resümee den Ausführungen der Pastorin Julia Atze, die in der Christvesper an Heiligabend im Hamburger Michel eindrucksvoll auf den Punkt brachte, dass selbst in den leidvollsten Erfahrungen des Lebens noch Licht zu finden ist. Tröstender und sinnstiftender konnte dieses Jahr auch kaum erklärt und begreifbar werden.

Natürlich war das vergangene Jahr furchtbar durchseucht von Hass, Terror und Unmenschlichkeit. Natürlich habe auch ich im täglichen Miteinander bemerkt, wie kühl, oberflächlich, aggressiv und teilweise unmenschlich sich unser modernes Leben teilweise anfühlen kann. Unsere Gesellschaft hat sich entfernt von einem respektvollen Miteinander. Der Egoismus ist es, der viele Menschen antreibt. Viele haben das realisierbare Maß verloren und sich in ihrer Gier und Arroganz verfangen. Einige verlieren dadurch sogar den zivilisierten Anstand und bemerken nicht einmal wie sehr sie sich in das gesellschaftliche Abseits katapultieren. Pöbelei und Provokation gehören im postfaktischen Zeitalter zur Tagesordnung und lösen bei den sich abgestoßen fühlenden Menschen nur noch Verwunderung, manchmal auch den Rückzug aus.

Doch so schmerzhaft uns die Nachrichten vom Terror in der Welt täglich ins Mark treffen und so kopfschüttelnd es für viele Menschen sicherlich auch zu beobachten ist, wie sich ihr eigenes Umfeld zum Negativen verändert, so herzerwärmend sind auch die positiven Zeichen der Mitmenschlichkeit und Güte. Gerade im letzten Jahr habe ich insbesondere die vielen lieben, guten und warmherzigen Menschen wahrgenommen, die mich schon ein Leben lang begleiten oder die ich kennenlernen durfte. Sei es beispielsweise meine frühere Sportkameradin, die ich in ihrer Wahlheimat Valencia nach vielen Jahren wiedergetroffen habe oder die 90-jährige Frau, die ihr leidvolles Leben niedergeschrieben hat – alle Begegnungen verdeutlichten mir, wie wichtig gelebtes Miteinander und ein Leben in Verbundenheit ist – gerade in Zeiten, in denen sich der Mensch von seiner abartigen Seite zeigt.

Glücklich bin ich darüber, um derart viele geliebte Menschen zu wissen, die genauso fühlen wie ich und die ihre Liebe im Herzen nicht vom Hass vertreiben lassen. 2016 war für mich gekennzeichnet von tiefer Freundschaft und Liebe – also von einem gelungenen Leben, das mir wieder zeigte, wie wichtig es ist, sich auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens und auf das was von unserem irdischen Leben bleibt, wenn wir einmal zu Staub geworden sind, zu konzentrieren. In diesem Sinne wünsche ich auch allen Lesern dieses Portals ein Leben in Verbundenheit mit anderen Menschen und damit ein glückliches 2017.

Berliner Weihnachtsmarkt offensichtlich Ziel eines Terroranschlags

Es ist offenbar traurige Realität: Der 33. Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin wurde vor wenigen Minuten Ziel eines Terroranschlags. Vor drei Monaten habe ich in unmittelbarer Nähe nach einem Geschäftstermin in einem italienischen Restaurant zum Lunch gesessen. Schließlich ist die Gegend um die Gedächtniskirche für viele Menschen ein lohnendes Ziel, um Berlin zu genießen – ob Geschäftsreisender oder Tourist.

Der Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin ist offensichtlich Ziel eines Terroranschlags geworden. Foto: Silke Liebig-Braunholz

Der Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin ist offensichtlich Ziel eines Terroranschlags geworden. Foto: Silke Liebig-Braunholz

Mit diesem Anschlag wird nun leider deutlich, dass Reisende offenbar auch in Deutschland nirgends mehr vor Anschlägen sicher sind. Für Tourismusagenturen wie beispielsweise die Berlin Tourismus & Kongress GmbH wird dies zudem bedeuten, nicht mehr nur auf die Events hinzuweisen, sondern ggf. auch Sicherheitshinweise für die Besucher bereitzustellen. Dies werden wohl demnächst auch die Schaustellerverbände in Erwägung ziehen müssen.

Die ersten Bilder vom Ort des Geschehens:

und erste journalistisch recherchierte Beiträge aus dem Netz (in englischer Sprache).

UNESCO würdigt belgische Biertradition

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Die Belgier sind stolz auf ihre Biertradition. In Belgien gibt es zahlreiche familiär geführte Brauereien, die eine Vielzahl an verschiedenen Biersorten produzieren. Foto: (c) Augustijn_TCoussement – Tafelen in Vlaanderen

Das belgische Bier gehört ab sofort zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat der zuständige Ausschuss der Unesco nach seiner Sitzung gestern im äthiopischen Addis Abeba verkündet. Wie der flämische Kulturminister Sven Gatz hier erläutert, sind die belgische Braukunst und die Vielfalt der Bierkultur einzigartig. Wie Gatz ausführt, habe sich die Unesco insbesondere davon beeindruckt gezeigt, welche Anstrengungen in Belgien zur Ausbildung von Braumeistern, zur Beibehaltung der Biervielfalt und zur Vermarktung der traditionellen Bierkultur unternommen würden. Dazu gehöre es auch, vor den Folgen des Alkoholmissbrauchs zu warnen.

Belgien zählt insgesamt an die 1500 verschiedenen Biere. Die überwiegende Mehrzahl wird bis heute in kleinen Mengen auf authentische Weise nach lokalen Rezepturen handwerklich produziert. Die Bierkultur wird zudem in allen Teilen des Landes durch Verkostungsvereinigungen, Kurse und Ausbildungen sowie durch Feste und Museen erhalten und gepflegt. Am 17. und 18. Dezember etwa freut sich das kleine Städtchen Essen bei Antwerpen auf das Weihnachtsbierfestival, das von der „Vereinigung objektiver Bierverkoster von Essen und Umgebung“ organisiert wird.