Oktoberfest im Outback

VG WortIm kleinen Outback-Dorf Jundah in Queensland findet das wohl verrückteste, kürzeste und entlegenste Oktoberfest der Welt statt. Das Fest ist ein Teil der Wohltätigkeits-Veranstaltungen von „Angel Flight Outback Trailblazer“, die vom 17. bis 23. Oktober Geld für die Hilfsorganisation sammeln.

Am 18. Oktober organisieren die Bewohner von Jundah erstmalig ein Oktober nach deutschem Vorbild. Bei deutschem Bier, Blasmusik und deftigem Essen darf zünftig gefeiert werden. Die Geburtsstunde dieser Idee wurde am Anfang des Jahres auf einer Bürgerversammlung einstimmig besiegelt. Seitdem trägt jeder Einwohner sein Bestmöglichstes für den Erfolg des Outback-Events bei. Die Hotelbesitzerin übernimmt die Bewirtung, die Besitzerin des einzigen Supermarktes liefert Insider-Wissen durch ihre europäischen Wurzeln und der Schulleiter studiert mit den Kleinsten des Ortes deutsche Volkslieder ein.

Das Duplikat des 15.000 Kilometer entfernt liegenden Münchener Originals soll so ähnlich wie möglich gestaltet werden: Verkauft werden Paulaner-Bier und deutsche Speisen, die Einwohner kleiden sich in typisch bayerischer Tracht und die Straßennamen im Dorf haben einen ganzen Tag lang deutsche Bezeichnungen. Die Volksmusiker „Rudi and the Continentals“ werden aus Brisbane eingeflogen und ergänzen den Kinderchor der Schule. Unter allen Trachtenträgern wird eine Kuckucksuhr verlost.

Jundah liegt etwa auf halber Strecke zwischen Longreach und Birdsville im tiefsten Outback in Queensland und etwa 16 Autostunden von Brisbane entfernt. Mit den 68 Einwohnern ist es das größte Dorf der Umgebung und zugleich Sitz der Bezirksregierung von Barcoo Shire.

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