UNESCO würdigt belgische Biertradition

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Die Belgier sind stolz auf ihre Biertradition. In Belgien gibt es zahlreiche familiär geführte Brauereien, die eine Vielzahl an verschiedenen Biersorten produzieren. Foto: (c) Augustijn_TCoussement – Tafelen in Vlaanderen

Das belgische Bier gehört ab sofort zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat der zuständige Ausschuss der Unesco nach seiner Sitzung gestern im äthiopischen Addis Abeba verkündet. Wie der flämische Kulturminister Sven Gatz hier erläutert, sind die belgische Braukunst und die Vielfalt der Bierkultur einzigartig. Wie Gatz ausführt, habe sich die Unesco insbesondere davon beeindruckt gezeigt, welche Anstrengungen in Belgien zur Ausbildung von Braumeistern, zur Beibehaltung der Biervielfalt und zur Vermarktung der traditionellen Bierkultur unternommen würden. Dazu gehöre es auch, vor den Folgen des Alkoholmissbrauchs zu warnen.

Belgien zählt insgesamt an die 1500 verschiedenen Biere. Die überwiegende Mehrzahl wird bis heute in kleinen Mengen auf authentische Weise nach lokalen Rezepturen handwerklich produziert. Die Bierkultur wird zudem in allen Teilen des Landes durch Verkostungsvereinigungen, Kurse und Ausbildungen sowie durch Feste und Museen erhalten und gepflegt. Am 17. und 18. Dezember etwa freut sich das kleine Städtchen Essen bei Antwerpen auf das Weihnachtsbierfestival, das von der „Vereinigung objektiver Bierverkoster von Essen und Umgebung“ organisiert wird.

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