Weihrer Hof als mobile Applikation

VG WortOBERBOZEN Als einer der ersten Hotels in Südtirol führt der familiengeführte Betrieb den zusätzlichen Service ein. Das Vier-Sterne Hotel Weihrer Hof in Oberbozen verbindet Tradition mit modernem Zeitgeist. Mit der kostenlosen Applikation sind Nutzer immer über die aktuellsten Angebote des Weihrer Hofs in Südtirol informiert.

Getreu der Philosophie des Hauses „Alles kann – nichts muss“, präsentiert sich der Weihrer Hof ab sofort im praktischen Handyformat und stellt damit Gästen und Interessierten eine weitere Möglichkeit der modernen Kommunikation zur Verfügung. Die App lässt sich komfortabel bedienen und funktioniert auf allen Smartphones ohne Download. Zu jeder Zeit, an jedem Ort lassen sich Informationen über das Hotel abrufen und Aufenthalte anfragen. Selbst Informationen zur Umgebung Bozen und Ausflugtipps am Ritten stehen Nutzern zum Abruf bereit.

Weihrer Hof: Seit über 40 Jahren gehört das familiengeführte 4-Sterne Hotel Weihrer Hof am Ritten in Oberbozen zu den Schmuckstücken des Südtiroler Raumes. Das Hotel unter Leitung von Familie Pichler steht für einen herzlichen Service und eine besondere Atmosphäre, die seit Generationen von Gästen geschätzt wird. Direkt am romantischen kleinen Wolfsgrubener See gelegen, umgeben von 100.000 Quadratmetern Wald und Wiesen, besticht das Hotel durch seine einzigartige Lage. Besonderes Highlight ist die hoteleigene kleine Insel, die über eine Brücke erreichbar ist. Das Haus verfügt über 23 Zimmer und Suiten, großer Außenterrasse und Tennisplatz.

Waldorf Astoria Luxushotel für Berlin

VG WortBERLIN Halbzeit zwischen Kant- und Hardenbergstraße: Der Rohbau der derzeit höchsten Baustelle Berlins gegenüber dem Bahnhof Zoo (Foto: Alpine Bau) ist nahezu abgeschlossen. In einer der besten Lagen Berlins wächst seit März 2009 das in der Endstufe 32-geschossige Hochhaus Zoofenster zu einem luxuriösen 5-Sterne Hotel.

Die Arbeitsgemeinschaft aus Alpine Bau Deutschland und der BSS Beton System-Schalungsbau GmbH errichtet für die Hilton-Hotel-Gruppe und ihre Luxusmarke Waldorf Astoria das 118 Meter hohe Gebäude. “Wir haben pro Woche ein Geschoss fertig gestellt und stehen im Ruf einer Tempo-Baustelle“, berichtet Bau-Projektleiter Niklot von Bülow. Die Investoren aus Abu Dhabi haben die Berliner BIC Ingenieur-Consulting mit der Projektsteuerung und Bauleitung betraut. Neben dem Hotel mit rund 232 Zimmern und Suiten entstehen im 16. bis zum 21. Geschoss rund 7.000 qm Büroflächen zur Vermietung. Eine Besonderheit ist der aufwändige Wellness-Bereich im 5. Obergeschoss. Er ist über einen separaten Aufgang mit der Terrasse im 6. Obergeschoss verbunden.

Alpine Bau Deutschland: Seit 1989 ist die Alpine Bau Deutschland AG in allen Sparten des Baugeschehens tätig: Hochbau, Verkehrswege- und Brückenbau, Tunnel- und Spezialtiefbau gehören ebenso zum Leistungsspektrum wie Kraftwerksbau, Sportstätten- und Wasserbau sowie der schlüsselfertige Ausbau, der Bauunterhalt und die Sanierung. Die Alpine Bau Deutschland AG mit über 1.200 Mitarbeitern in Deutschland, Polen, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist ein Unternehmen der Alpine Bau GmbH mit Sitz in Salzburg. Seit 2006 ist Alpine im mehrheitlichen Besitz des spanischen, börsennotierten Baudienstleistungsunternehmens Fomento de Construcciones y Contratas, S.A..

Rotterdam: Kulinarische Hauptstadt 2010

VG WortROTTERDAM Welthafenstadt, Designmetropole und Architekturzentrum: Zu Rotterdams Titeln gesellt sich ab sofort noch „Kulinarische Hauptstadt 2010” hinzu. Der Restaurantführer Special Bite erklärte die Stadt an der Maas aufgrund der „überraschenden Innovationen auf kulinarischem Gebiet“ zum Zentrum des guten Geschmacks. Und tatsächlich bekommt man in den Rotterdamer Restaurants vom klassischen französischen Gericht bis zur feurigen exotischen Mahlzeit alles, was der Gourmetgaumen begehrt. Nahezu jedes Stadtviertel bietet eine andere Ess- und Trinkkultur.

Höhepunkte auf der kulinarischen Landkarte sind etwa das „Duft- und Geschmacksspektakelrestaurant” Yvi, das Toprestaurant Fred oder das alteingesessene Hotel New York. Sie stehen beispielhaft für die Dynamik der Stadt, die sich auch in den Küchen niederschlägt. Ungewöhnliche Ideen machen das Dinner zum Erlebnis, so wurde für das Restaurant Obba an der Maas ein Lounge-Zelt komplett aus Seecontainern erbaut.

Unter dem Motto „Kunsthalle kocht – Festival des Echten Geschmacks“ (KunsthalKOOKT – Festival voor de Echte Smaak) dreht sich in der „Kunsthal“ (Kunsthalle) vom 9. bis 12. September ein ganzes Wochenende alles ums Kochen und Genießen. Eine Kochshow lockt mit überraschenden Demonstrationen und einem Außencafé. Weitere Informationen: www.rotterdam.info oder www.kunsthal.nl

Hotelkette B&B verstärkt den Hotelverband

BERLIN Die drittgrößte französische Economy-Hotelkette B&B Hotels verstärkt mit ihren zurzeit 35 in deutschen Metropolen und an verkehrstechnisch relevanten Standorten gelegenen Häusern den Hotelverband Deutschland (IHA). „Wir haben uns als auf dem deutschen Markt noch junges Unternehmen zum Eintritt in den Hotelverband entschlossen, um uns einzubringen und die Rahmenbedingungen unserer Branche aktiv mit zu gestalten“, erläutert Mark Thomson, Geschäftsführer der B&B Hotels GmbH.

„Über diesen starken Zuwachs in der Solidargemeinschaft der Hotellerie freuen wir uns sehr. Im Verbandsbeitritt der im expandierenden Economysegment positionierten B&B Hotels sehen wir ein höchst willkommenes Signal für den Hotelverband, über das gesamte Marktspektrum hinweg die Reihen der Hotellerie noch fester zu schließen“, erklärt Vorsitzender Fritz G. Dreesen.

Über den IHA:
Der IHA ist der Branchenverband der Hotellerie in Deutschland. Er vertritt die Interessen der Branche innerhalb Deutschlands und Europas gegenüber Politik und Öffentlichkeit und bietet hotelleriespezifische Dienstleistungen an. Im IHA sind 1.177 Mitglieder aus den Reihen der Privat-, Ketten- und Kooperationshotellerie organisiert. Sie verfügen über rund 150.000 Hotelzimmer und repräsentieren rund 20 Prozent des deutschen Hotelmarktes.

Upländer Bauernmolkerei: Standhafte Pioniere

Die Upländer Bauernmolkerei ist ein Vorzeigeprojekt für Geschäftsmodelle der Zukunft. Nach 14 Jahren sind die ehemaligen Visionäre in der Wirklichkeit angekommen und haben großen Zulauf. Die Zeiten, in denen die Betreiber der Molkerei belächelt worden, sind endgültig vorbei. Silke Liebig-Braunholz sprach mit ihnen darüber

Die Molkereimitarbeiterinnen Renate Emde (links) und Beate Saure im Ladengeschäft in Usseln Foto: Silke Liebig-Braunholz
Die Molkereimitarbeiterinnen Renate Emde (links) und Beate Saure im Ladengeschäft in Usseln Foto: Silke Liebig-Braunholz

„Wir hatten wenig Rückhalt. Selbst der ehemalige Hessische Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, Wilhelm Dietzel glaubte nicht an uns“, erzählt Bauer und Aufsichtsratsvorsitzender der Upländer Bauernmolkerei, Josef Jacobi. Ein wenig stolz klingt dabei im Unterton mit. Denn längst ist die Molkerei etabliert, hat namhafte Kunden wie Alnatura, tegut, Edeka, Rewe oder Hipp und beschäftigt sich gerade mit Investitionsgedanken. „Ja, es ist eng geworden. Wir müssen einigen Bauern, die uns ihre Milch liefern wollen, absagen“, erzählt Geschäftsführerin Karin Artzt-Steinbrink. Das wird sich hoffentlich bald ändern.

Verbraucher hat Macht

Denn die Erfolgsgeschichte im Upländer Ort Usseln zeigt, das der Verbraucher sehr viel mehr Macht besitzt als er vielleicht zu denken glaubt. „Wenn die Konsumenten mitziehen, sehe ich überhaupt keine Schwierigkeiten beim Absatz unserer Milch“, prognostiziert Josef Jacobi das Bild der Zukunft. So selbstbewusst berichtete er auch auf der jüngsten Slow Food Messe in Stuttgart in einer Diskussionsrunde zu den Themen Lebensmittelbündnisse und Zukunftsprojekte über die Arbeitsweise der Molkerei: „Wir zahlen unseren Bauern faire Preise, derzeit beträgt der Milchpreis 40 Cent pro Liter Bio-Milch. Seit der Einführung des Logos ‚Erzeuger fair Milch’ haben wir die Preise im Handel sogar erhöht und dies unseren Kunden transparent gemacht.“ Seitdem stieg der Absatz an. Die Käufer der Milch zahlten freiwillig mehr Geld für ein gutes Produkt.

Öffentlichkeitsarbeit sei das A und O. Die Upländer haben erkannt, dass der Verbraucher Informationen braucht und sehr viel Geld in ihr Marketing gesteckt. Heute präsentieren sie sich mit einem exzellenten Außenauftritt und überzeugen glaubhaft. Vier Mal im Jahr versenden sie 200.000 Exemplare ihrer Hauszeitung. Das alte Molkereigebäude wurde zum Museum ausgebaut und leistet mit einer Dauerausstellung einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die Molkereiwirtschaft und Milchverarbeitung. 15.000 Besucher sind es mittlerweile, die jedes Jahr den Weg nach Usseln in das Milchmuhseum finden. „Anfangs waren wir die Biolandwirte aus Nordhessen, die sich in einer Milcherzeugergemeinschaft zusammen geschlossen hatten. Heute stehen wir für faire Preise, ein gewaltiges Stück Heimat und ein großes Engagement gegen Gentechnik“, sagt Artzt-Steinbrink. Sie ist seit 1996 dabei, hat einst viel Überzeugungsarbeit geleistet und brennt noch immer für die geniale Idee dieses hessischen Zusammenschlusses, der längst das Nachbarbundesland Nordrhein-Westfalen erreicht hat. Die Milcherzeugergemeinschaft als eingetragener Verein ist Hauptgesellschafter der Betreibergesellschaft der Molkerei. Bauern, die Milch liefern wollen, werden Mitglied in diesem Verein und halten so die Mehrheit am Unternehmen. Daneben sind private Gesellschafter an der Molkerei beteiligt. Zudem hat der Bund für Umwelt und Naturschutz einen Fond angelegt, aus dem ebenfalls Geld in die Molkerei fließt. Dieses System habe sich bewährt und sei letztendlich auch ein Garant für das Wachstum, so Artzt-Steinbrink.

33 Millionen Liter Milch pro Jahr

Mittlerweile liefern 135 Bauern Milch in die Upländer Molkerei. Anfangs waren es 18 Landwirte, die etwa eine Million Liter Jahresmenge erzeugten. Inzwischen produzieren die Upländer 33 Millionen Liter Milch und nur noch in Bioqualität. Die Produktion der konventionellen Milch hat die Molkerei an eine benachbarte Milcherzeugergemeinschaft abgegeben. Zuvor hatten die Upländer noch die hohen gesetzlichen Auflagen hin zur gentechnikfreien Molkerei erfüllt und waren 2005 die erste Molkerei in Deutschland, die das Logo ‚Ohne Gentechnik’ auf die Produkte drucken durfte. „Wir sind gegen Gentechnik, weil sie die Bauern in Abhängigkeiten treibt“, sagt Jacobi. Mit der vorbildlichen Arbeit der Upländer Bauernmolkerei versuche er Bewusstsein zu schaffen. Weggefährten wie das kanadische Farmerehepaar Louise und Percy Schmeiser sind gute Freunde der Bauern aus Usseln. Auf seiner letzten Deutschlandreise besuchte Percy Schmeiser die Molkerei und sprach dabei auch über seine Erfahrungen mit dem Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut in Kanada. „Es kann keine Koexistenz zwischen biologischem Anbau, konventioneller Landwirtschaft und dem Anbau gentechnisch veränderten Saatgutes geben. Wir stehen an einem Scheideweg, dessen Richtung über eine gesunde oder gentechnisch verseuchte Zukunft entscheidet“, mahnte der 79-Jährige.

Für seinen Kampf gegen die Praktiken des US-Agrarkonzern Monsanto erhielt er gemeinsam mit seiner Frau von der Right Livelihood Award Stiftung den Alternativen Nobelpreis, der Menschen und Initiativen ehrt, die Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen. Die Schmeisers hatten einen Musterprozess gegen Monsanto geführt und das Unternehmen auf die Haftung für die Verunreinigung ihrer Felder mit Genraps verklagt. Sie forderten Schadensersatz für die Zerstörung ihres selbst entwickelten Raps-Saatguts, in dem 50 Jahre Forschung und Entwicklung steckten.

Kein Verständnis für Gentechnik

Durch ihren Mut und die Standhaftigkeit gegen den Konzerngiganten sind die Schmeisers zu Symbolfiguren im Kampf gegen Gentechnik geworden und Vorbild für die Bauern der Upländer Molkerei, die erst im März 2010 den Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. mit begründet haben. „Wir brauchen diese Technik nicht“, sagt Josef Jacobi. Sie arbeite gegen die Natur und verändere die Produkte. Denn: Gentechnisch veränderte Pflanzen bleiben nicht dort, wo sie ausgesät werden, sondern verbreiten sich durch Pollen- und Samenflug unkontrolliert über weite Strecken. Sie kreuzen sich mit verwandten Wildpflanzen und artgleichen Kulturpflanzen, die damit durch manipulierte Gene verunreinigt werden – mit unumkehrbaren Folgen. Josef Jacobi hält deshalb nichts von diesem Wahn, die Erträge und die Qualität der Agrarproduktion deutlich zu verbessern, wie der Monsanto-Konzern seine Zielsetzung auf der Konzernhomepage umschreibt.

Aufzucht ohne Einsatz von Hormonen und Antibiotika

Viel wichtiger ist Jacobi der Erhalt der natürlichen Ressourcen. Die Milch der Molkerei stammt noch von Kühen, die nach den Richtlinien des Bioland Verbandes artgerecht gehalten werden. Sie verfügen über ausreichend Bewegungsfreiraum, Stroheinstreu, natürliches Licht und werden mit ökologisch angebauten Erzeugnissen gefüttert. Die Kälber werden mit betriebseigener Vollmilch aufgezogen. Hormone und andere Medikamente zur Vorbeugung sowie Antibiotika als Masthilfe werden nicht eingesetzt. Außerdem sorgt ein spezielles Filterverfahren in der Produktion dafür, dass die Milch besonders schonend hergestellt wird und seine wertbestimmenden Bestandteile erhalten bleiben. So bleiben die Produkte, die anschließend pasteurisiert werden, bis zu 12 Tage haltbar. Von einer längeren Haltbarkeit hält Josef Jacobi wenig. „Milch ist ein lebendiger Stoff. Haltbare Milch wie ESL- oder H-Milch kann daher nur tot sein“, erklärt er.

Für das 15 Produkte umfassende Sortiment der Bauernmolkerei bedeutet dies jedoch, einen schnellen Abverkauf zu steuern. „Wir beliefern beispielsweise die Schulen mit Vollmilch sowie Schoko- und Vanillemilch. Diese Produkte sind sehr begehrt“, sagt Artzt-Steinbrink. Hinzu kommen Produkte wie die Upländer Buttermilch, Bio-Butter, Schmand oder auch Käse, die unter anderem im Molkereiladen angeboten werden. „Unser Sortiment kommt an. Trotzdem arbeiten wir ständig daran, dieses zu erweitern“, erklärt die Geschäftsführerin. 50 Mitarbeiter beschäftigt die Molkerei mittlerweile. 30 davon in der Produktion, 10 in der Verwaltung und weitere 10 im Museum und Verkauf. Damit ist die Milcherzeugergemeinschaft zu einem mittelständischen Unternehmen herangewachsen, das es sich auch leisten kann, an Milchstreiks teilzunehmen. 2008 beteiligten sich die Upländer 4 Tage, 2009 waren es zwei Tage, an denen die Landwirte auf ihr Milchgeld verzichteten. Dafür kaufte die Molkerei Milchpulver, das anschließend zu einem Hersteller für therapeutische Kindernahrung geliefert wurde. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen versorgte damit 2000 akut mangelernährter Kinder in Krisen- und Konfliktgebieten.

erschienen im Slow Food Magazin