Weltstadt Berlin lockt mit „WeltWissen“

VG WortBERLIN Ab sofort können sich Besucher des Martin-Gropius-Baus auf eine Zeitreise durch 300 Jahre Berliner Wissenschaftsgeschichte begeben. Möglich macht dies die neue Ausstellung „WeltWissen“ in der Weltstadt Berlin.

Gezeigt werden insgesamt 1.569 Exponate auf einer 3.200 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche, darunter Albert Einsteins Notizen zur Relativitätstheorie und Aufzeichnungen der Gebrüder Grimm. Die Schau widmet sich der Vergangenheit und Gegenwart Berlins gleichermaßen. So ist die deutsche Haupt- und Weltstadt derzeit Europas größter und modernster Wissenschaftsstandort. Vier Universitäten, sieben Fachhochschulen und etwa 70 außeruniversitäre Bildungs- und Forschungseinrichtungen befinden sich an der Spree. Bisher wirkten hier rund 30 Nobelpreisträger.

Die neue Ausstellung ist für Berlin-Besucher jetzt besonders günstig mit der neuen „WeltWissen Berlin mit Köpfchen“-Pauschale der Berlin Tourismus Marketing GmbH zu erleben. Sie bietet – bereits ab 99 Euro – zwei Übernachtungen inkl. Frühstück und freien Eintritt zu „WeltWissen“ im Martin-Gropius-Bau. Außerdem sind sowohl die Berlin WelcomeCard für kostenfreie Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr als auch eine Videobustour im Preis enthalten. Die Pauschale kann online auf www.visitBerlin.de oder unter der Telefonnummer 030 – 25 00 25 gebucht werden.

Superradwege für dänische Pendler

Dänemark setzt neue Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit im Individualverkehr: Superradwege heißen die mehrspurigen Fahrrad-Autobahnen, die Pendler motivieren sollen, vom Auto aufs umweltfreundliche Fahrrad umzusteigen. In den großen Städten Kopenhagen, Århus, Odense und Aalborg hat die Anlage dieser dänischen Cykelsuperstier – Superradwege bereits begonnen.

SuperradwegeFahrradautobahnen heißen die neuen Superradwege, nicht nur für Pendler Foto: Flickr/Charles Henderson

Parallel dazu sind seit Mitte September diesen Jahres Testradfahrer unterwegs, mit deren Hilfe insgesamt 18 beteiligte Gemeinden sowie die dänische Hauptstadtregion noch mehr Wissen über Gewohnheiten und Bedürfnisse der Berufs- und Freizeitpendler mit Bike sammeln möchten. Schon jetzt steht fest, dass entlang der neuen Superradwege kostenlose Luftpumpen und Wasser-Tankstellen zur Erfrischung eingerichtet werden. Jeweils drei Fahrbahnen je Radweg sowie „grüne Wellen“ sollen zu den entscheidenden Vorteilen dieser Fahrrad-Autobahnen zählen, damit zukünftig noch mehr Dänen ihre Wege mit dem Rad zurücklegen.

Hauptzielgruppe sind alle Dänen, die täglich etwa fünf bis 20 Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsort zurücklegen. Das neue System soll die Zahl der dänischen Berufspendler auf dem Stahlross von jetzt drei auf sechs Prozent verdoppeln. In Kopenhagen radeln sogar bereits 35 Prozent zu Arbeit oder Ausbildung. Fertiggestellt werden sollen die Fahrrad-Autobahnen bis 2011.

Oktoberfest im Outback

VG WortIm kleinen Outback-Dorf Jundah in Queensland findet das wohl verrückteste, kürzeste und entlegenste Oktoberfest der Welt statt. Das Fest ist ein Teil der Wohltätigkeits-Veranstaltungen von „Angel Flight Outback Trailblazer“, die vom 17. bis 23. Oktober Geld für die Hilfsorganisation sammeln.

Am 18. Oktober organisieren die Bewohner von Jundah erstmalig ein Oktober nach deutschem Vorbild. Bei deutschem Bier, Blasmusik und deftigem Essen darf zünftig gefeiert werden. Die Geburtsstunde dieser Idee wurde am Anfang des Jahres auf einer Bürgerversammlung einstimmig besiegelt. Seitdem trägt jeder Einwohner sein Bestmöglichstes für den Erfolg des Outback-Events bei. Die Hotelbesitzerin übernimmt die Bewirtung, die Besitzerin des einzigen Supermarktes liefert Insider-Wissen durch ihre europäischen Wurzeln und der Schulleiter studiert mit den Kleinsten des Ortes deutsche Volkslieder ein.

Das Duplikat des 15.000 Kilometer entfernt liegenden Münchener Originals soll so ähnlich wie möglich gestaltet werden: Verkauft werden Paulaner-Bier und deutsche Speisen, die Einwohner kleiden sich in typisch bayerischer Tracht und die Straßennamen im Dorf haben einen ganzen Tag lang deutsche Bezeichnungen. Die Volksmusiker „Rudi and the Continentals“ werden aus Brisbane eingeflogen und ergänzen den Kinderchor der Schule. Unter allen Trachtenträgern wird eine Kuckucksuhr verlost.

Jundah liegt etwa auf halber Strecke zwischen Longreach und Birdsville im tiefsten Outback in Queensland und etwa 16 Autostunden von Brisbane entfernt. Mit den 68 Einwohnern ist es das größte Dorf der Umgebung und zugleich Sitz der Bezirksregierung von Barcoo Shire.

Selbstbedienungs-Hotel in Kopenhagen eröffnet

Online buchen, per Kreditkarte zahlen und ohne Rezeption einchecken: Das neue Omena Hotel im Bahnhofsviertel von Kopenhagen ist das erste Selbstbedienungs-Hotel Dänemarks.

Eine Nacht in einem Zimmer für bis zu vier Personen ist im Omena Hotel Copenhagen bereits ab 299 Kronen (ca. 40 Euro) buchbar. Die Preise sind flexibel und jeweils ohne Frühstück. Bei größerer Nachfrage wie etwa an den Wochenenden oder an Messe- und Veranstaltungstagen zahlen die Gäste einen höheren Preis. Nach der Buchung im Internet auf www.omenahotels.dk erhalten Hotelgäste per E-Mail oder SMS den elektronischen Zugangscode zu Hotel und Zimmer.

Das neue Hotel gehört zur finnischen Low-Budget-Hotelkette und befindet sich in der Colbjørnsensgade im In-Stadtteil Vesterbro von Kopenhagen. Alle 212 Zimmer sind mit eigenem Bad, TV, Wasserkocher und Kühlschrank ausgestattet und bieten gratis WLAN-Internetzugang. Das Omena Hotel liegt nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof und von zahlreichen Attraktionen in Kopenhagen entfernt.

Lockeres Lebensgefühl als Dauerbrenner

Sergio (links) und Andreas Ferrante Foto: Liebig-Braunholz

KASSEL Ihre Tostadas, Burritos und Enchiladas sind einmalig in der Stadt. Neben südamerikanischen Spezialitäten bieten Andreas und Sergio Ferrante im Casa Colombiana aber auch europäische Speisen. Das Konzept beruht jedoch vor allem auf der Leichtigkeit
des Seins. Die Gastgeber verstehen es, mit diesem Lebensgefühl ihr Geschäft erfolgreich zu betreiben.

Als das Bar-Restaurant 2000 in Kassels Hölkeschem Haus eröffnete, waren auch die beiden Brüder sofort begeistert. Sie wurden schnell zu Stammgästen. Im Oktober 2005 dann die Wende: Andreas und Sergio übernahmen mit einer weiteren Partnerin das nicht mehr so gut florierende Haus mit den einhundert Sitzplätzen im Restaurant, dem angegliederten Wintergarten und Nebenraum. Mit der Zielsetzung, erkannte Fehler nicht zu wiederholen und Gas zu geben sind sie weit gekommen. „Wir haben sofort in den Service investiert und das Speisenangebot verbessert. Uns war klar, dass wir in diesem historischen Haus auch ein entsprechendes Restaurant betreiben müssen“, sagt der ehemalige Barkeeper aus dem Capitol-Kino Sergio Ferrante.

Seit nunmehr fünf Jahren brummt das Geschäft. Das Casa Colombiana ist täglich ab 17 Uhr gut gefüllt, am Wochenende sogar zeitweise überfüllt. Das Stammpublikum schätzt die angenehme Atmosphäre in dem großzügigen Raum und die kreative Küche. Die Einrichtung ist schlicht gehalten und wirkt durch ihre harmonischen Farben. Es gibt keine Tischdecken, sodass die Maserungen der Holztische erst richtig zur Geltung kommen können. Zu den Gedecken gehören neben dem Besteck die bedruckten Servietten mit dem Motto des Casa Colombiana aufgedruckt: „The latin way of life“.

Das Team um die Brüder Ferrante stellt sich diesem Motto. Andreas und Sergio gehen dabei stets als Vorbild voran. Bevor die bis zu 15 Aushilfen ihren Dienst antreten, hat Sergio alle Vorbereitungen im Barbereich getroffen und Andreas den Raum hergerichtet. Unterstützt werden die beiden von ihren Eltern, die in den 70er Jahren aus Sizilien nach Deutschland gekommen sind und selbst lange Jahre ein Lebensmittelgeschäft und eine Pizzeria betrieben haben. Der Vater Francesco ist deshalb auch bei seinen Söhnen für die Zubereitung der Soßen zuständig und täglich in der Küche im Einsatz. „Wir sind ein großes Team und rund um die Uhr für das Geschäft da. Anders geht es nicht, wenn man die Mannschaft motiviert bei der Stange halten will“, sagt Andreas. Diese Einstellung springt außerdem auf die Gäste über: Man kennt sich und geht stets zuvorkommend miteinander um. Der Gast sei König und Freundlichkeit ein absolutes Muss, betonen die Gastgeber.

Bei südamerikanischer Musik sowie neuerdings auch Jazz-Rhythmen ist Andreas – die ehemalige Servicekraft aus der La Galleria und dem Rossini in Kassel – mit seinem Team ganz nah am Gast. Trotz der breiten Auswahl an Speisen und den vielen Variationen gehen sie auf jeden Gästewunsch ein. Hinzu kommt die Weinberatung: „Wir bieten eine breite Vielfalt an italienischen, spanischen, chilenischen und marokkanischen Weinen sowie deutsche Rieslinge an“, erklärt er. Auf der großen Cocktailkarte hat vor allem Sergio Ferrante seine Handschrift hinterlassen: Den Spain, ein cremig-süßer Cocktail mit Finlandia Vodka, Licor 43, Maracujasirup, Sahne, Maracujanektar und Erdbeersirup, gibt es für 7,90 Euro.

Ihre Gäste binden die Brüder zudem über die tägliche Happy Hour. Jeder Cocktail kostet dann nur 4 Euro. Begehrt sind dazu beispielsweise die Tapasvariationen für 15,10 Euro oder frische, saisonale Angebote. „Wir kaufen zweimal in der Woche beim regionalen Großmarkt selbst ein und bieten zwischendurch immer die aktuellen Renner wie Erdbeeren oder Spargel“, sagt Andreas. Konstante Umsatzbringer sind zudem die vielfältigen Fleischgerichte, wie beispielsweise die saftigen Rinderfilets, zu denen es Salate oder hausgemachtes Brot – das Pan Casa especial – gibt. Damit punktet das Casa Colombiana auch bei Familienfeiern, Firmenevents und Hochzeiten.

erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomiezeitung