Gefälschte Angaben bei Hotelbewertungen

MAINZ/BERLIN Die ZDF-Verbrauchersendung WISO berichtet heute Abend ab 19.25 Uhr über gefälschte Angaben bei Hotelbewertungen. „In acht verschiedenen Online-Hotelbewertungsportalen hat WISO jeweils drei Kritiken zu Hotels geschrieben, die offenkundig falsch waren. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte dieser Bewertungen landeten im Netz“, wird die Sendung angekündigt.

Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat bereits Stellung bezogen: „Die Anbieter solcher Portale müssen eindeutig noch wirksamere Kontrollen vorsehen, damit nur tatsächliche Übernachtungsgäste auf solchen Portalen ihre Bewertungen hinterlassen können“, fordert Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des IHA. Da Hotelbewertungen im Internet längst ein unverzichtbarer Bestandteil des betrieblichen Qualitätsmanagements sind, setzt der Hotelverband nun auf eine eigene Branchenlösung für die Hotel-Homepages.

Über den Hotelverband Deutschland
Der Hotelverband Deutschland ist der Branchenverband der Hotellerie in Deutschland mit mehr als 1.200 Mitgliedern aus Reihen der Privat-, Ketten- und Kooperationshotellerie. Diese verfügen über rund 160.000 Hotelzimmer und repräsentieren damit einen Anteil von mehr als 20 Prozent des deutschen Hotelmarktes repräsentieren. Die IHA vertritt die Interessen der Hotellerie in Deutschland und Europa gegenüber Politik und Öffentlichkeit und bietet zahlreiche hotelleriespezifische Dienstleistungen an.

Leipzig feiert sein musikalische Erbe

(ots) Zum Gründungsjubiläum der Thomana vor 800 Jahren hat die Stadt Leipzig Veranstaltungen der besonderen Art vorbereitet. Unter dem Motto „glauben, singen, lernen“ werden gleichzeitig die Trias aus Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule sowie Namen wie Martin Luther und Johann Sebastian Bach, die mit der Thomana untrennbar verbunden sind, gewürdigt.

leipzig veranstaltungen
Der Thomanerchor Foto: Dirk Brzoska/Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Zentrale Ausstellung „Cantate! Zum 800. Geburtstag der Thomaner“

Der Festakt zum Gründungsjubiläum der Thomana findet am 20. März 2012 in der Thomaskirche statt. Bereits am Vortag öffnet die zentrale Ausstellung „Cantate! Zum 800. Geburtstag der Thomaner“ im Stadtgeschichtlichen Museum. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den fünf Festmusiken, die von internationalen Komponisten für das Jubiläumsjahr geschrieben werden. Thomaskantor Prof. Georg Christoph Biller knüpft mit seiner Komposition zu Ostern an die Matthäuspassion an. Am 21. März lädt Oberbürgermeister Burkhard Jung zu einem großen „Bürgerfest“ in das Neue Rathaus ein.

Rund 250 Veranstaltungen finden statt

Im Rahmen der Thomana 2012 gib es drei Festwochen. Der Thomanerchor organisiert die Festtage vom 19. bis 25. März, die Thomasschule ist für die Zeit vom 17. bis 23. September, die Thomaskirche vom 31. Oktober bis 4. November für die Organisation verantwortlich. Insgesamt finden in dieser Zeit rund 250 Veranstaltungen statt.

Verbraucher, empört euch!

BERLIN Morgen gehen in Berlin wieder tausende Menschen für eine nachhaltige Landwirtschaft und Respekt vor den Tieren auf die Straße. Die Demonstration steht unter dem Motto „Wir haben es satt!“ und wird von der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ organisiert.

Da in den kommenden Monaten die Weichen für eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik bis 2020 gestellt werden, ist den Initiatoren diese Demonstration besonders wichtig. Die Kampagne wird von Organisationen und Initiativen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen getragen, die sich mit Landwirtschaft, Ernährung, Gesundheit, Umwelt, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz sowie regionaler und internationaler Entwicklung befassen.

Im nächsten Slow Food Magazin erscheint von mir dazu ein umfangreiches Thema unter dem Titel „Verantwortung beginnt mit dem Stellen der Weiche“. Hier kommen zahlreiche Akteure zu Wort, die nach ihren Wünschen und Vorstellung zu den Herausforderungen eines nachhaltigen Wachstums, der die ländliche Entwicklung fördert und sie nicht vernichtet, der sich am Gemeinwohl orientiert – Menschen, Tieren und der Natur dient – befragt worden sind. Viele forderten Lösungswege aus den Irrwegen der globalen Landwirtschaft und vor allem die Verbraucher dazu auf, ihre Macht auszuüben. Mehr dazu im Heft 1/2012.

Die Demonstration am 21. Januar 2012 beginnt um 11:30 Uhr und startet am Berliner Hauptbahnhof (Washingtonplatz). Wer nicht teilnehmen kann, dennoch den Aufruf unterzeichnen will, kann dies über diesen Link tun.

Buchtipp: Privat war gestern

Eigentlich sollte das Buch „Privat war gestern“ zur Pflichtlektüre für Jeden werden. Für jeden, der nur ansatzweise mit dem Gedanken spielt, einen Account in einem der zahllosen sozialen Netzwerke anzulegen. Wir können es uns kaum leisten, die umfangreich recherchierten Beispiele aus dem Medien- und Internetalltag der beiden Juristen Christian Schertz und Dominik Höch nicht ernst zu nehmen.

„Unsere Privatsphäre wird zerstört, und wir sehen tatenlos zu.“ Mit diesen Worten mahnen die renommierten Medienanwälte. Ihr Buch zeigt aufschlussreich, wie fahrlässig wir sind und wie trügerisch die Freude am Teilen sein kann. Dabei verweisen sie auf die Zielsetzung von Unternehmen wie Facebook. „Tatsächlich sind sich viele Nutzer nicht darüber im Klaren, dass Facebook ein auf größtmöglichen Gewinn ausgerichtetes Privatunternehmen ist“.

Buch Privat war gestern

Schertz und Höch setzen all denjenigen belegbare Argumente entgegen, die sich von Aussagen wie denen eines Mark Zuckerberg beeindrucken lassen. Mit Zitaten wie „Ich will die Welt zu einem offeneren Ort machen“, aber auch mit „They trust me, dumb fucks“ wird er in dem Buch zitiert. Gleichzeitig belegen sie, dass Netzwerke mit etlichen Scheinidentitäten oder Facebook-Seiten, die als Propagandamaschine in eigener Sache gelten, die viel postulierte Transparenz überhaupt nicht erreichen.

Vor allem aber sprechen sie von Verantwortung und davon, dass totale Transparenz in jedem Winkel menschlichen Zusammenlebens rechtsverletztend sei und zu einer Tyrannei der Offenheit führe. Ihre Schlussfolgerungen belegen sie mit zahlreichen Beispielen aus aktuellen Medien-Berichterstattungen, wie etwa dem Fall „Guttenberg“ oder „Kachelmann“. Letztendlich plädieren sie für das Begrenzen der unbegrenzten Möglichkeiten des weltweiten Netzes, „um das Individuum zu schützen“. Sie erheben damit eine Stimme für eine längst notwendig gewordene gesellschaftliche Debatte.

Christian Schertz / Dominik Höch
Privat war gestern – Wie Medien und Internet unsere Werte zerstören
Ullstein Buchverlage GmbH
246 Seiten
€ € 19,99 (D)
ISBN 978-3-550-08862-9

Wondercool ist gleich Copenhagen Cooking

Copenhagen Cooking heißt das nächste kulinarische Festival des Nordens. Eine Steinbeißer-Safari oder das Mitternachtsmuscheln sind nur zwei der Programmpunkte, die dieses Event mit dem Fokus auf Nordisches Essen und Maritimes zu bieten hat.

Copenhagen Cooking - Grand Opening - 011Grand Opening beim Copenhagen Cooking Foto: Flickr/Janus Kohl Andersen

Das Event steht im Zeichen von Kopenhagens Kulturmonat Wondercool, der über den gesamten Februar stattfindet. Die Gäste dürfen sich auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Musik, Lebensmittel, Mode, Architektur und der Kunst freuen. Hinter dem Festival stehen einige der stärksten kulturellen Organisationen und Veranstaltungen Dänemarks. Dazu zählen etwa das Copenhagen Jazz Festival, Art Festival, Fashion Festival, Dansk Design Center, Dansk Arkitektur Center oder das Musik-Festival. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit einer Reihe von gastronomischen Akteuren präsentiert. Ziel ist es, das pralle Leben und die kulturelle Energie der dänischen Hauptstadt zu zeigen.