Hotelier Hermann Bareiss für Lebenswerk geehrt

Die Preisverleihung zum Deutschen Gastronomiepreis 2016 (von links): Martin Hötzel, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Warsteiner Gruppe, Preisträger Marc Uebelherr, Koch und Entertainer Kolja Kleeberg, Preisträger Hermann Bareiss, Catharina Cramer, geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Gruppe sowie die Preisträger Alexander Dohnt und Maik Richter. Foto: Warsteiner
Die Preisverleihung zum Deutschen Gastronomiepreis 2016 (von links): Martin Hötzel, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Warsteiner Gruppe, Preisträger Marc Uebelherr, Koch und Entertainer Kolja Kleeberg, Preisträger Hermann Bareiss, Catharina Cramer, geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Gruppe sowie die Preisträger Alexander Dohnt und Maik Richter. Foto: Warsteiner

BERLIN Die Sieger des Deutschen Gastronomiepreises 2016 stehen fest: Marc Uebelherr gewinnt in der Kategorie Food mit dem Konzept in seinem Restaurant „OhJulia“ in München. In der Kategorie Beverage wurde ein Siegerteam gekürt: Alexander Dohnt und Maik Richter gewinnen mit ihrer außergewöhnlichen gastronomischen Leistung, hoch oben im Schorndorfer Postturm die „TA OS skybar“ zu etablieren. Hermann Bareiss wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet, der als leidenschaftlicher Hotelier Maßstäbe gesetzt hat und das „Bareiss“ zielsicher an die Spitze der europäischen Hotellerie führte. Das Hotel zählt zur Kategorie „5 Sterne Luxus Superior“ und gehört mehrfach ausgezeichnet zu den beliebtesten Ferienhotels in Europa. Neben einem luxuriösen Spitzen Spa-Angebot trägt insbesondere die vielfach preisgekrönte Küche des „Bareiss“ zum großen Erfolg des Hauses bei. Eines der kulinarischen Aushängeschilder ist das Restaurant Bareiss, das seit 1992 unter der Leitung von 3-Sterne Koch Claus-Peter Lumpp steht.

Der Deutsche Gastronomiepreis wird jedes Jahr von der Warsteiner Gruppe verliehen, die damit erfolgreiche Unternehmer auszeichnet, die etwas Besonderes leisten.

Filigrane Gaumenschmeichler

Gourmetfestivals gibt es viele in Deutschland. Nur wenige von ihnen haben jedoch eine derart lange Tradition wie das Schleswig-Holstein Gourmetfestival.

Seit nunmehr 29 Jahren überzeugt die ausrichtende Kooperation Gastliches Wikingland durch seine Kreativität und hochkarätige Gastköche. In diesem Jahr ist das Festival mit dem neuen Konzept der Tour de Gourmet Solitaire, das erstmals Alleinreisenden ab 40 Jahren eine kommunikative Genussreise durch Schleswig-Holstein bietet, erneut trendgebend.

Genuss für die Sinne: Das Schleswig-Holstein Gourmetfestival ist bekannt für exzellente Gastgeber, Häuser, Plätze und Gastköche. Hier: Der Seehof in Ratzeburg Foto: Susanne Plaß
Genuss für die Sinne: Das Schleswig-Holstein Gourmet Festival ist bekannt für exzellente Gastgeber, Häuser, Plätze und Gastköche Foto: Susanne Plaß

Spannende Köche

„Unsere Kooperation Gastliches Wikingland e.V. spürt immer wieder spannende Köche auf und stellt ihnen eine attraktive Bühne zur Präsentation ihrer Kreationen. Damit bieten wir sowohl unseren Gästen wie Mitarbeitern neue Impulse, um den kulinarischen Horizont zu erweitern sowie neue Techniken und Küchenstile kennenzulernen“, erklärt Klaus-Peter Willhöft, seit 25 Jahren Präsident der Kooperation, die beim 29. Festival auf 33 Veranstaltungen 18 Gastköche aus Deutschland (u.a. Cornelia Poletto, Jacqueline Amirfallah, Sarah Henke, Harald Wohlfahrt), Dänemark (Kenneth Hansen) und der Schweiz (Rolf Fliegauf) präsentiert. Die Auftaktgala fand im Maritim Seehotel Timmendorfer Strand statt, das letzte Event ist die 1. Tour de Gourmet Solitaire am 6. März 2016, die am Park Hotel Ahrensburg startet.

Raffinesse der gehobenen Kochkunst

„Wir schauen immer, dass wir möglichst die aktuell renommiertesten Köche ins Boot holen, um die Raf­fi­nes­se der gehobenen Kochkunst in Europa zu zeigen“, sagt denn auch Susanne Plaß vom Organisationsteam. Deshalb war Christoph Rüffer vom Restaurant Haerlin im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg gesetzt. Rüffer ist derzeit mit 2 Michelin Sternen dekoriert und hat 19 Punkte im Gault Millau. „Für mich ist es eine Herausforderung und Verpflichtung zugleich, an diesem Festival teilzunehmen. Mich reizt es zu dieser Jahreszeit mit regionalen Zutaten zu arbeiten und daraus ein für Schleswig-Holstein typisches Menü zu kreieren“, erzählt er.

Posieren für die Kamera geht immer noch nebenbei: Christoph Rüffer und Dennie Zurmöhle bei den letzten Handgriffen. Foto: Liebig-Braunholz
Posieren für die Kamera geht immer: Christoph Rüffer und Dennie Zurmöhle Foto: Liebig-Braunholz
Letzte Handgriffe bevor die Teller serviert werden. Die Crew ist konzentriert bei der Arbeit  Foto: Liebig-Braunholz
Letzte Handgriffe bevor die Teller serviert werden. Die Crew ist konzentriert bei der Arbeit
Foto: Liebig-Braunholz

Zwei Tage genügten, um das Menü für den Abend im Hotel Der Seehof in Ratzeburg vorzubereiten. Chefkoch Dennie Zurmöhle hatte dazu die beiden Köche Felix Duwe und Raphael Potratz aus seinem Team zu Christoph Rüffer ins Haerlin geschickt, um das Menü einmal durchzukochen. Am Tag vor dem Gourmetabend in Ratzeburg begann die Crew um Gastkoch Rüffer dann nach dem Mittag mit den Arbeiten in der Hotelküche. „Es sind vor allem einige Handgriffe, das filigrane Arbeiten und die sich daraus ergebende Anrichte der einzelnen Komponenten auf dem Teller, die uns durch die Zusammenarbeit mit ihm weiterbringen“, sagt Zurmöhle. Für ihn war es die zweite Zusammenarbeit mit Rüffer bei diesem Festival. Insgesamt waren zehn Köche für diesen Gourmetabend und seinen rund 130 Gästen im Einsatz.

Good old Germany mehr als eine Floskel

HAMBURG Am 17. Februar eröffnet Norddeutschlands größte Messe für Urlaub, Kreuzfahrt, Caravaning und Rad Reisen Hamburg die Saison 2016. Neu ist in diesem Jahr unter anderem der Themenschwerpunkt AlpenTräume. Neben beliebten Urlaubsregionen in den Bergen samt Hüttengaudi finden die Besucher in zehn Messehallen eine Fülle von Reisen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Im Trend liegt wie bereits seit einigen Jahren das Urlaubsland Deutschland – getreu dem Motto: „Bleibe im Land und nähre dich redlich!“

Der Deutschlandtourismus hat in den letzten Jahren enorm zugenommen.

Insgesamt präsentieren bis einschließlich 21. Februar rund 900 Aussteller, von
namhaften Reiseveranstaltern über Kreuzfahrtreedereien bis zu Spezialanbietern, eine Fülle von attraktiven Programmen für Ferien und Freizeit. Dazu kommen trendige Wohnmobile sowie innovative E-Bikes. Am 18. Februar gibt es ab 17 Uhr zudem eine zünftige Après Ski Party. Neu auf der Messe ist ebenso die Erlebnisinsel „Junges REISEN“: Hier geht es um unkonventionelle „junge“ Reiseformen und -angebote, über die sich erfahrene und künftige Weltenbummler in entspanntem Ambiente informieren und austauschen. Alle namhaften Reedereien stellen auf Deutschlands größter Kreuzfahrtmesse ihre Highlights vor – von der Expeditionsfahrt ins eisige Polarmeer bis zum exotischen Karibiktörn. Auf dem Schiffsdeck der Erlebnisinsel KreuzfahrtTräume samt Poolbar und Bühnenprogramm können künftige Passagiere schon einmal „Bordluft“ schnuppern.

Zadar – ein Star unter Europas Destinationen

Bereits Alfred Hitchcock hat von Zadar geschwärmt, vor allem vom Sonnenuntergang in der kroatischen Stadt an der Adria-Küste. Während seines Besuchs im Jahr 1964 soll er gesagt haben: „Zadar hat den schönsten Sonnenuntergang der Welt, einen schöneren sogar als in Key West in Florida, wo man ihn jeden Abend mit Applaus erwartet.“

Zadar: Wo das Meer orgelt und ein Gruß an die Sonne geht Foto: Ivo Pervan
Zadar: Wo das Meer orgelt und ein Gruß an die Sonne geht Foto: Ivo Pervan

Vielleicht mag es der Sonnenuntergang von Zadar gewesen sein, der die „European Best Destinations“ animierte, die Stadt in Dalmatien als eines der besten europäischen Reiseziele des Jahres 2016 zu nominieren. Insgesamt 20 Städte hat die Organisation aus Brüssel ins Rennen geschickt, wobei Zadar gegen Hauptstädte wie London, Paris, Berlin, Madrid und Prag konkurriert – bisher mit einschlägigem Erfolg. Noch bis zum 10. Februar können Besucher der Website für eine der auserwählten Destinationen stimmen.

Doch warum ausgerechnet für Zadar in Kroatien? Es gibt mehrere gute Gründe, weshalb dieses Reiseziel am wohl klarsten und türkisesten Meer in Europa den Sieg verdient. Gastautorin Annika Senger weiß Antworten und hat die Destination besucht.

Eine Kulturstadt mit mediterranem Charme

Obwohl Zadar im Zweiten Weltkrieg von alliierten Bombern und auch 1991 im Kroatien-Krieg stark beschädigt wurde, konnte sich die Altstadt mit den engen Gassen ihren mediterranen Charme bewahren. Wie man auf einem Spaziergang durch den historischen Stadtkern unschwer erkennt, hatte Zadar eine Reihe an Einbußen alter Bausubstanz zu erdulden. Die wichtigen Kulturstätten wurden nach den Angriffen jedoch restauriert beziehungsweise wieder aufgebaut.

Nicht erst im 20. Jahrhundert durchlief Zadar eine turbulente Geschichte: Schon im 2. Jahrhundert vor Christi wurde sie von den Römern unterworfen. Aus dieser Zeit stammen die architektonischen Überbleibsel im römischen Forum vor der Kirche des Heiligen Donat (Sv. Donat). Die römisch-katholische Kirche mit dem byzantinischen Rundbau gilt als Wahrzeichen von Zadar und wird heute als Austragungsort für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Mit ihren Wurzeln im 9. Jahrhundert nach Christi gehört sie zu den wohl ältesten christlichen Bauten in Kroatien.

Das Wahrzeichen von Zadar Foto: Mario Romulić und Dražen Stojčić
Das Wahrzeichen von Zadar Foto: Mario Romulić und Dražen Stojčić

Wenn man mit einem Faible für Kirchenarchitektur nach Zadar kommt, empfiehlt es sich, in der Altstadt genügend Zeit für Besichtigungen der zahlreichen imposanten Gotteshäuser einzuplanen. Ein Highlight ist die Kathedrale der Heiligen Anastasia (Sv. Stošija). Einlass in die romanische Basilika aus dem 12. und 13. Jahrhundert wird allerdings nur denjenigen gewährt, die ihre Schultern und Knie mit Stoff verhüllen. Auch an wärmeren Sommertagen ist es demnach sinnvoll, für den Kathedralen-Besuch ein zusätzliches Kleidungsstück bei sich zu tragen. Von außen kann man zwar die monumentale Fassade und die gotischen Rosetten betrachten, doch im Innenraum der Kathedrale warten prächtige Gemälde und Altäre aus Marmor. Mit etwas Glück bekommt man sogar die Klänge der Orgel zu hören. Erklimmt man den Glockenturm der Heiligen Anastasia, genießt man nach 150 Stufen einen tollen Ausblick über Zadar und das Meer.

Orgel mit ganz speziellen Klang

Apropos Meer: An der Seepromenade lockt Zadar mit zwei Attraktionen aus dem 21. Jahrhundert. Der kroatische Architekt Nikola Bašić entwarf sowohl die Meeresorgel als auch den „Gruß an die Sonne“. Seine beiden Werke sind nur wenige Meter voneinander entfernt. Die Klänge des experimentellen Musikinstruments, das am 15. April 2005 eingeweiht wurde, werden von den Wellen des Meeres erzeugt. Unter den großen Steinplatten am Ufer befinden sich Löcher, die vom Meerwasser durchflutet werden. Welche Melodie die Meeresorgel von Zadar dann spielt, bestimmt der Wind. Sie hat einen ganz speziellen Klang, diese Orgel. Lauscht man ihr, empfindet man ihre Musik entweder als entspannend oder als monoton. In jedem Fall hat sich die Meeresorgel als beliebter Treffpunkt für Touristen und Einheimische etabliert. Vergleichbare Töne wird man nämlich sonst nirgends vernehmen und in der Abenddämmerung bietet die Orgel auf ihren Stufen die besten Plätze, um den Sonnenuntergang zu bestaunen.

Bei einem kunstvollen Lichtspektakel kann man Hitchcocks „most beautiful sunset“ ebenso auf dem „Gruß an die Sonne“ erleben. Dieser 22 Meter durchmessende Kreis besteht aus 300 mehrschichtigen Glasplatten, die am Tag Sonnenlicht absorbieren. Am Rand seines Kunstwerks erklärt Bašić die Planeten des Sonnensystems sowie deren Umlaufbahnen. Nach Einbruch der Dunkelheit sendet der Kreis mit seiner Licht-Show einen spektakulären Gruß an die Sonne. Die Lichtbewegungen folgen wie die Klänge der Meeresorgel dem Rhythmus der Wellen. So fordern die Orgel und der Lichtkreis ihre Besucher zu einem abendlichen Tänzchen auf – oder auch lediglich zur stillen Betrachtung.

Ausgangsort für Natur-Erkundungen

Sollte man Kroatien wegen seiner vielfältigen Natur besuchen, eignet sich Zadar ideal als Ausgangsort für Ausflüge. Westlich der Stadt erstreckt sich der Nationalpark Paklenica, der durch die Winnetou-Verfilmungen berühmt geworden ist und auf Wanderer und Kletterer seinen magischen Reiz ausübt. Möchte man stattdessen die Kornati Inseln erkunden, hat man die Möglichkeit, ab Zadar an Bootstouren durch den Nationalpark Kornati in See zu stechen. Die unter Naturschutz stehende Inselwelt erinnert in ihrer Kargheit an Landschaften in Schottland oder Island. Wenn man auf den Kornaten von Bora verschont bleibt, tankt man dort nordeuropäisches Flair unter Kroatiens Sonne. Was auch immer man in Zadar und Umgebung vorhat – trotz der großen Auswahl an ähnlich attraktiven Reisezielen hat es Zadar verdient, im Voting von European Best Destinations auf dem Siegertreppchen zu landen.

Über die Autorin
Annika Senger betreibt seit Januar 2016 das Reise- und Kulturportal Kroatien-Liebe, wo sie nicht nur über Reiseziele in Kroatien informiert, sondern ihrer Leserschaft auch kroatische Musik, Rezepte und Sprache näher bringt. Sie ist eine leidenschaftliche Bloggerin und Fotografin.