Gala der weltbesten Köche erstmals aus Singapur

In diesem Jahr werden die weltbesten Küchenchefs auf der Gala der „World’s 50 Best Restaurants“ „am 25. Juni“ erstmal in Singapur gekürt. Die in der Top-Gastronomie viel beachtete Veranstaltung kürt „jedes Jahr“ im Juni die gastronomischen Ideen der besten und kreativsten Köpfe.

Das Event findet seit 2002 statt, als eine Gruppe kulinarischer Experten, darunter Ferran Adrià (Spanien) und René Redzepi (Dänemark), damit begann diesen weltweiten Kompass der globalen gastronomischen Trends in Form einer Liste zu entwerfen. Heute präsentiert diese Liste auch die kulinarischen Feinheiten und die Komplexität der jeweiligen Länder-Küchen. Das Video aus dem vergangenen Jahr gibt einen kleinen Einblick:

Durchatmen zwecklos: Ein Trend jagt den anderen

Fünf Tage lang war die Internorga auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress in Hamburg Anlaufstelle für das ‚Who is Who‘ des gesamten Außer-Haus-Marktes. 96.000 Besucher kamen auf die vom Verband der Deutschen Messewirtschaft (AUMA) klassifizierte einzige internationale Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie in Deutschland. 1.300 Aussteller aus 25 Nationen präsentierten in der ihr eigenen dynamischen Art und Weise die Trends und Innovationen des Außer-Haus-Marktes. Das wichtigste im Überblick:

Hotels:

Food:

Convenience:

Snacks:

Veggie:

Die Arche rettet Lebensmittel – Honig der Gurma ist der 5.000ste Passagier

Mit dem internationalen Projekt Arche des Geschmacks schützt Slow Food seit 1999 vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie Lebensmittel, die mit handwerklichem Können und Wissen hergestellt werden. Nach dem Motto „Essen, was man retten will“ macht Slow Food diese Erzeugnisse und Techniken wieder bekannt und schützt die biokulturelle Vielfalt weltweit. Der Honig der Gurma aus der Region Tapoa in Burkina Faso ist nun bereits der 5.000ste Passagier. In Deutschland zählt die Arche aktuell „73 Passagiere“.

Der Honig wird in der gleichnamigen Region im Osten von Burkina Faso vom Stamm der Gurma hergestellt. Nicht nur seine lange Tradition, die hohe Qualität und Vielzahl an Aromen haben Slow Food davon überzeugt, den Honig in die Arche des Geschmacks aufzunehmen. Die Bewegung möchte damit auch ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Bäuerinnen und Bauern sowie Erzeugerinnen und Erzeugern setzen, die ihre Ernährungstraditionen und zugleich die biologische Vielfalt bewahren. Derzeit unterstützten die Stiftung Fondazioni for Africa Burkina Faso, die italienische Entwicklungsagentur (AICS) sowie das Terra Madre Netzwerk von Slow Food den Stamm der Gurma dabei, ihre Arbeit mit dem Honig fortsetzen zu können. Lokale Imker haben den Honigerzeugerverband von Tapoa gegründet und betreiben ein Honiggeschäft in der Provinzhauptstadt Diapaga, in dem Qualitätsprodukte zu fairen Preisen angeboten werden.

Der Goldene Windbeutel entlarvt Werbelügen

Der Verein foodwatch entlarvt regelmäßig verbraucherfeindliche Praktiken der Lebensmittelindustrie und vergab auch 2018 wieder den Negativpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Bei einer Online-Abstimmung wählte fast ein Drittel der rund 70.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das „Smartwater“ von Coca Cola“.

„Coca-Cola betreibt dreiste Verbraucherabzocke mit dem Grundnahrungsmittel Nummer Eins. Um den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen, hat sich Coca-Cola ein hanebüchenes Bearbeitungsverfahren ausgedacht, das wissenschaftlich klingt, aber völlig unsinnig ist. Das ‚Smartwater‘ ist einfach nur ein schnödes Wasser, teuer verkauft“, sagte Sophie Unger von foodwatch.

Coca-Cola bewirbt sein Produkt als „dampfdestilliertes natürliches Mineralwasser für einen klaren, frischen Geschmack“. Hinter Werbesprüchen wie „von Wolken inspiriert“ steckt ein simpler Vorgang: Das Wasser wird zuerst verdampft und dann wieder aufgefangen, verloren gegangene Mineralstoffe werden später künstlich wieder hinzugefügt. foodwatch kritisierte das Verfahren als ernährungsphysiologisch völlig unnützen Trick, den Verbraucherinnen und Verbraucher teuer bezahlen: Mit 1,65 Euro pro Liter ist das „Smartwater“ bis zu sieben Mal teurer als normales Mineralwasser.

Neben dem Glacéau Smartwater von Coca-Cola (21.235 Stimmen, 30,5 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen) waren vier weitere Produkte für den Goldenen Windbeutel 2018 nominiert:

Platz 2: „Kids Tomato Ketchup von Heinz“ (19.547 Stimmen, 28,1 Prozent)

Platz 3: „Corny Milch von Schwartau“ (10.889 Stimmen, 15,6 Prozent)

Platz 4: „Bratöl Olive von Dennree“ (9.398 Stimmen, 13,5 Prozent)

Platz 5: „Erbseneintopf Gut und Günstig von Edeka“ (8.546 Stimmen, 12,3 Prozent)

foodwatch vergibt den Goldenen Windbeutel zum achten Mal. Erstmals konnten in diesem Jahr Verbraucherinnen und Verbraucher auf der foodwatch-Beschwerdeplattform Schummelmelder.de im Vorfeld der Wahl selber Kandidaten vorschlagen. Vier der fünf nominierten Produkte waren Vorschläge von Usern: die Produkte von Heinz, Schwartau, Dennree und Edeka. Das „Smartwater“ von Coca-Cola hatte foodwatch nominiert.

Platz war in der kleinen Hütte

Das „Steigenberger Hotel Treudelberg“ ist in Hamburgs Norden so etwas wie ein Idyll in grüner Natur. Die Weite der Hotelanlage mit ihren Teichen und dem Golfplatz gaben jetzt Raum für einen typisch skandinavischen Trend aus Finnland. Hoteldirektor Michael Fritz (rechts) ließ eine Grillkota auf dem Gelände aufbauen und lud zu einem exklusiven Medienplausch in der urigen Holzhütte mit Feuerstelle und Grill ein. Sous-Chef Stephan Rothkapp hatte dafür Grillfleisch und Getränke ausgesucht. Auf rund 12 Quadratmeter testeten wir zu siebent die Gemütlichkeit in der kleinen Hütte.

Hotel Treudelberg
Michael Fritz und Stephan Rothkapp Foto: Silke Liebig-Braunholz

Die Nutzung der Grillkoten geht auf die traditionellen Wohnzelte der Ureinwohner Lapplands zurück. In der Mitte der Zelte war stets eine Feuerstelle zu finden, die zum Kochen und zum Heizen genutzt wurde. Das Hotel Treudelberg ist nun das erste Hotel der Stadt, dass dieses Stück Skandinavien nach Norddeutschland geholt hat.