Fachsimpelei zu Kaffee, Tee und Kakao

Als internationale Fachmesse für Kaffee, Tee und Kakao präsentierte sich die Coteca in ihrer vierten Auflage mit rund 40 Nationen internationaler denn je.

Insgesamt präsentierten sich Anfang September 200 Aussteller aus aller Welt auf der Coteca in Hamburg. Unter ihnen internationale Branchengrößen als auch kleine innovative Unternehmen bzw. Startups. Außerdem trafen die Besucher die Produzenten aus den Ursprungsländern, Teehandelshäuser und Rohkaffeehändler sowie die verarbeitende Industrie und die Hersteller von Verpackungen und Verpackungsmaschinen. Mich hat vor allem die Vielfalt begeistert und das Engagement der Akteure dieser Branchen, die sich auf der Pressekonferenz erklärten oder in der Fachkonferenz Einblicke in die Zukunft der Märkte gaben, die beispielsweise unter den Einflüssen des Klimawandels oder stark wechselnden Rohstoff-Preisen agieren müssen.

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Tee steht aufgrund des Klimawandels unter wandelnden Einflüssen. Japan präsentierte sich mit Workshops und Vorführungen rund um den Grünen Tee und seine Zubereitung. Foto: Hamburg Messe und Congress/Katrin Neuhauser
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Besucher und Aussteller aus aller Welt trafen sich auf der Coteca, etwa aus Peru, Australien, Sri Lanka, Iran, Mexiko oder Argentinien. Foto: Hamburg Messe und Congress/Hartmut Zielke
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An der „Wall of Coffee“ präsentierten die Mitglieder der Deutschen Röstergilde fast 200 verschiedene Röstungen. Foto: Hamburg Messe und Congress/Katrin Neuhauser
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Laut Arkadius Michalczyk, Generalsekretär der Deutschen Röstergilde, wird es in den kommenden Jahren noch mehr Kaffeesorten auf dem Markt geben. Foto: Hamburg Messe und Congress/Katrin Neuhauser

Weltweit erste Slow Food Travel Destination in Kärnten

Die erste Slow Food Travel Destination weltweit entstand im Gail- und Lesachtal in Kärnten. Hier lassen sich Produzenten nun über die Schulter schauen. Und Besucher können erleben wie ihre Lebensmittel entstehen.

Slow Food Travel Destination
Feine regionale Produkte aus einer intakten Natur Fotos: Wolfgang Hummer / Betriebskooperation ARGE Slow Food Travel

Neues touristisches Angebot

Die heimische Kulinarik ist die am stärksten mit Land und Leuten verwachsene Besonderheit jeder Region. Sie ist ein Spiegel der Landschaft und Lebensart. Sie zeigt sich vielfältig und ursprünglich. Es ist von daher kein Zufall, dass es gerade diese Kärntner Region geschafft hat, erste Slow Food Travel Destination der Welt zu werden. „Die intakte Natur und vielen Kleinproduzenten bieten ideale Voraussetzungen für das Pilotprojekt. Wir haben ein neues touristisches Angebot geschaffen. Hier werden Konsumenten zu Co-Produzenten“, schwärmt Slow Food Expertin Barbara van Melle. Denn Food Travel Kärnten heißt aktive Teilnahme und Wissensvermittlung. Dafür gibt es Workshops, Seminare und Betriebsführungen auf der eigens eingerichteten Website.

Slow Food Travel Destination

Slow Food Travel Destination

Slow Food Travel Destination

Leidenschaft, die inspiriert

Andreas Döllerer aus dem Genießerrestaurant Döllerer in Golling bin ich vor vielen Jahren erstmals begegnet – auf einer Pressereise durch das Salzburger Land. Von dem Wirtshaus mit Metzgerei, Enoteca und Restaurant war ich damals sofort begeistert. Hinzu kam die inspirierende Leidenschaft der Gastgeberfamilie, die in diesem Jahr Hamburg besuchte. Bei der Präsentation seines Buches Cuisine Alpine traf ich Andreas Döllerer wieder.

Mit seinem Buch hat Andreas Döllerer nicht nur einen bunten Reigen außergewöhnlicher Zutaten und Rezeptideen aus den Salzburger Alpen aneinandergereiht. Vielmehr erzählt er die Geschichten seiner Heimat und der Familie. Das Buch ist eine Liebeserklärung an ein gutes Leben voller Liebe, übernommener Verantwortung, respektvollem Umgang miteinander und Hingabe zur beruflichen Bestimmung. Andreas Döllerer erzählt die Geschichte des „Döllerer“ sehr persönlich und mit viel Einblick in diese Familiengeschichte. Das Haus sei im Laufe der Zeit nicht stehen geblieben und habe einige Metamorphosen hinter sich gebracht, sagt er darin. Jeder in der Familie scheint seine Rolle gefunden zu haben und seinen Beitrag zu dieser gastronomischen Leistung und ausgezeichneten Küche beizutragen. Das gilt auch für die Partner aus den Winzerhöfen und Brennereien.

Holzkohle-Lauch
Holzkohle-Lauch zeigt eines der 70 Food-Beispiele aus dem Buch. Andreas Döllerer dazu: „Wir grillen Lauch, bis er fast schwarz ist. Dazu gibt es fermentierten Lauchsaft. Rote Rüben gesellen sich dazu.“ Foto: Joerg Lehmann
Cuisine Alpine
Der Autor signierte mein Buch mit den Worten „Kochen ist pure Leidenschaft!“ Foto: Silke Liebig-Braunholz

Weizenbierkrieg ist nur eine kreative Kampagne

(ots) – Anfang Juli dieses Jahres hatte die Badische Braumanufaktur Welde aus Plankstadt bei Heidelberg den bayerischen Weißbier-Giganten den Krieg erklärt: Den 1. badisch-bayerischen Weizenbierkrieg.

Badische Braumanufaktur Welde beendet 1. badisch-bayrischen Weizenbierkrieg und erklärt sich zum Sieger Foto: Stefan Böttner/Welde
Badische Braumanufaktur Welde beendet 1. badisch-bayrischen Weizenbierkrieg und erklärt sich zum Sieger Foto: Stefan Böttner/Welde

Die Weizenbier-Harke gezeigt

Mit dieser drastischen Maßnahme reagierte die Braumanufaktur aus Baden auf die laut Brauereichef Dr. Hans Spielmann „tagtäglich im TV erfolgende Gehirnwäsche“. Die Werbespots der bayerischen Weißbier-Produzenten, die nach Meinung von Spielmann suggerieren, gutes Weizenbier könne nur aus Bayern kommen. Voller Lust & Laune habe man den Bayern nun gezeigt, was eine Weizenbier-Harke ist, so Spielmann weiter. Die Welde-Weizenguerilla habe das eigene Bier an markanten Flecken des bayrischen Kernlandes der einheimischen Bevölkerung nahegebracht. Dabei sei sie mit offenen Armen empfangen worden. Zeitgleich wurde in der heimischen Bierwelt eine Blindverkostung mit mehreren Hundert Probanden durchgeführt. Das Ergebnis bestätigte den Weldechef auf ganzer Linie: Fast 70 Prozent der Bierverkoster erklärten von drei anonym getesteten Weizenbieren das Welde Hefeweizen zum Sieger. Die beiden ebenfalls angebotenen bayrischen TV-Weißbiere landeten abgeschlagen auf den Plätzen. Nicht umsonst wurde das Welde Hefeweizen von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) mit einer Goldmedaille prämiert.

Die auch bei Facebook mit zahlreichen Bildern Badischen Wirkens in Bayern durchgeführte Kampagne habe sich ausschließlich gegen die großen TV-Weißbiere gerichtet, betont Weldechef Spielmann. Natürlich wisse man von der Existenz zahlreicher ausgezeichneter Weißbiere in Bayern. Mit vielen kleineren Brauereien sei man im Übrigen gut befreundet. Für die kommenden Wochen kündigte Spielmann ein neues, obergäriges Jahrgangsbier an. Für Informationen über die Brauerei Welde und ihre Produkte stehe einstweilen die Webseite inklusive eines benutzerfreundlichen Online Shops bereit.

Über Welde
Welde ist eine familiengeführte Braumanufaktur, die seit 1752 in der Metropolregion Rhein-Neckar für traditionelle und innovative Braukunst steht. Durch die tanzende WeldelustFlasche, die erste Mehrweg-Individualflasche auf dem deutschen Biermarkt, hat Welde eine hohe Wiedererkennung und Identifikation geschaffen, die für ein junges, genussbetontes und kulturaffines Produkt steht. Diese klare Marktpositionierung wird unter anderem durch den WeldeKunstpreis und das große WeldeFest untermauert. Neben der von Öko-Test mit der Note „Sehr gut“ bewerteten Leitmarke Welde No. 1 Premium Pils (laut Fachpresse eine der vier Kult-Biermarken in Deutschland) produziert Welde das Bio-Bier „Naturstoff“, WeldeEX, Welde No1 Extraherb und diverse Weizenbiere, Sportweizen (alkoholfrei) und zweierlei Fassbrause sowie die Trend-Mixgetränke Naturradler und WeizenGrape (Hefeweizen Pampelmuse).