Zu viel Zucker in Baby- und Kleinkindertees bald passé

Die Auswirkungen von zu viel Zucker in unserer Nahrung sind seit Jahren bekannt und werden von Verbraucherverbänden kritisiert. Jetzt wird es auf Initiative der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (siehe Video), ein Zuckerverbot für Baby- und Kleinkindertees geben. Der Bundesrat beschloss heute eine entsprechende Verordnung der Ministerin, die auch den Zusatz anderer süßender Zutaten in diesen Tees verbietet. Ein Vorstoß, der wohl nicht genügen wird.

Vorgeschrieben wird außerdem ein Hinweis auf der Verpackung, beim Zubereiten auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten zu verzichten.

Die Regelung sieht konkret vor:

– Ein Verbot des Zusatzes von Zucker-, Honig-, Fruchtsaft- (konzentrat und pulver), Fruchtnektar und Malzextrakt sowie anderen aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnenen Sirupen oder Dicksäften,

– den verpflichtenden Hinweis, dass bei der Zubereitung oder vor der Verabreichung auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten verzichtet werden soll sowie

– die Kennzeichnungsvorgabe bzgl. des Alters, ab dem das Erzeugnis verwendet werden kann. Analog zum Mindestalter für die Einführung von Beikost beträgt dies vier vollendete Lebensmonate.

Die Verordnung ist ein wichtiger Teil der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Die Strategie für weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten wurde Ende 2018 vom Kabinett beschlossen.

2019 wird ein gutes Jahr für den Champagne

Die Klimaerwärmung hat sich bisher positiv auf die Qualität der Champagne-Weine ausgewirkt. Das Weinjahr 2019 war geprägt von Frühjahrsfrösten, die einen Teil der Knospen zerstörten, und von Hitzewellen, die zu Verbrennungen führten und mehr als zehn Prozent des Ertragspotenzials schädigten. Das heiße und sonnige Wetter im August und September, kombiniert mit kühlen Nächten im Vorfeld der Ernte, ermöglichte den Reben jedoch eine außergewöhnliche Reifedynamik.

gutes Weinjahr
Traubenlese in der Champagne

Die gerade gewonnenen Moste weisen ein Gleichgewicht zwischen Säure- und Zuckergehalt auf, sowie eine aromatische Konzentration, die für zukünftige Jahrgänge vielversprechend ist, wie das “Bureau de Champagne“ Österreich & Deutschland in einer Presseerklärung mitteilt.

Champagne 2019
Das Netzwerk zum Monitoring des Reifeverlaufs ermöglichte es den Winzern, ihre Lese so anzupassen, dass nur Trauben mit optimaler Reife gelesen werden. Fotos: Bureau du Champagne für Deutschland & Österreich

Die Lese, die bereits in den ersten Septembertagen begann, steht nun kurz vor dem Abschluss. Trotz einer starken Heterogenität in den Unterregionen der AOC Champagne sollte der Hektarertrag im Durchschnitt mehr als 10.000 Kilogramm betragen. Dies entspricht in etwa dem wirtschaftlich notwendigen Ertrag, der für die Deckung der globalen Nachfrage erforderlich sein wird.

Champagne

Arche des Geschmacks nimmt Honig der Gurma als 5.000sten Passagier auf

Mit dem internationalen Projekt Arche des Geschmacks schützt Slow Food vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie Lebensmittel, die mit handwerklichem Können und Wissen hergestellt werden. Nach dem Motto „Essen, was man retten will“ macht Slow Food diese Erzeugnisse und Techniken wieder bekannt und schützt die biokulturelle Vielfalt weltweit. Der Honig der Gurma aus der Region Tapoa in Burkina Faso ist nun bereits der 5.000ste Passagier. In Deutschland zählt die Arche des Geschmacks aktuell „73 Passagiere“.

Der Honig wird in der gleichnamigen Region im Osten von Burkina Faso vom Stamm der Gurma hergestellt. Nicht nur seine lange Tradition sowie die hohe Qualität und Vielzahl an Aromen haben Slow Food davon überzeugt, den Honig aufzunehmen. Die Bewegung möchte damit auch ein Zeichen setzen und solidarisch mit den Bäuerinnen und Bauern sowie Erzeugerinnen und Erzeugern zeigen. Schließlich sind sie es, die mit ihren Ernährungstraditionen die biologische Vielfalt bewahren.

Derzeit unterstützten die Stiftung Fondazioni for Africa Burkina Faso, die italienische Entwicklungsagentur (AICS) sowie das Terra Madre Netzwerk von Slow Food den Stamm der Gurma dabei, ihre Arbeit mit dem Honig fortsetzen zu können. Lokale Imker haben den Honigerzeugerverband von Tapoa gegründet und betreiben ein Honiggeschäft in der Provinzhauptstadt Diapaga. In diesem werden die Qualitätsprodukte zu fairen Preisen angeboten.