Meister Eder und sein Pumuckl sind Kult. Der rothaarige Kobold, der in den 80ern zu einer der beliebtesten deutschen TV-Figuren avancierte, war in den ehemaligen Münchner Arbeiter-Vorstädten Lehel und Haidhausen zuhause. Noch heute gibt es dort Spuren vom Pumuckl zu entdecken.
Im Lehel und in Haidhausen hat sich seit den Dreharbeiten einiges verändert, Pumuckls Revier hat aber immer noch einen ganz besonderen Charme. Bis heute kann man Pumuckl zum einen am Luitpoldpark am Pumucklbrunnen, sowie in der Gaststätte Kandler in Oberbiberg erleben, in der die Szenen aus dem Wirtshaus gedreht wurden. Nicht weit von der Werkstatt im Lehel wurde Anfang 2025 Münchens erste Pumuckl-Ampel eingeweiht. Neben der Ampel an der Ecke Liebig-, Trift- und Wagmüllerstraße schmückt die Pumuckl-Silhouette auch Fußgängerampeln an den Kreuzungen von Robert-Koch- und Sternstraße sowie Stern- und Widenmayerstraße.
Pumuckl Ampel auf Rot. Fotos (2): Silke Liebig-Braunholz
Pumuckl Ampel auf Grün.
Meister Eders Werkstatt und sein Lieblings-Wirtshaus
Eders Werkstatt in einem Hinterhof in der Widenmayerstraße im Lehel ist leider nicht mehr zu besichtigen, sie wurde bereits 1985 abgerissen. Nicht weit davon, auf der rechten Seite der Isar gleich am Wiener Platz, steht dafür das Lieblings-Wirtshaus des Schreiners, die ehemalige Gaststätte „Zum Huterer“. Im wahrsten Sinne des Wortes auf Pumuckls Spuren wandeln, kann man dann gleich ums Eck: Als Meister Eder seinen Kobold in „Der große Krach“ hinauswirft, trottet Pumuckl traurig durch die Haidhausener Preysingstraße.
Hintergrund:
Die Geschichten zur TV-Serie stammen aus der Buch- und Hörbuchreihe von Ellis Kaut. Der Bayerische Rundfunk hat sie mit dem Münchner Schauspieler Gustl Bayrhammer als Schreinermeister Eder ab 1982 in 52 Folgen verfilmt. Der Schauspieler und Synchronsprecher Hans Clarin verlieh Pumuckls die unverwechselbare Stimme.
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