Redefine Meat auf der SIAL Paris 2022

Bei seiner Premiere auf der weltweit führenden Lebensmittelmesse SIAL (The Salon International de l’Agroalimentaire) präsentiert das israelische Start-up Redefine Meat sein Angebot an pflanzlichen Fleischstücken. Der Messeauftritt dient auch als Auftakt der geografischen Expansion des Unternehmens.

Redefine Meat Burger
Im pflanzenbasierten Burger sind Pflanzenproteine (Soja, Erbsen), Kokosfett und Rapsöl enthalten. Als Verdickungsmittel werden Methylcellulose, Maltodextrin, Aromen, Salz, Gerstenmalzextrakt, Gewürze, Farbstoff (Beetenrot), Cranberrysaft und Eisen verarbeitet.

Das Food-Tech-Unternehmen Redefine Meat ist dabei, die konventionelle Fleisch- und Lebensmittelindustrie zu verändern. Das Unternehmen hat ein industrielles 3D-Druckverfahren entwickelt, das die Textur und den Geschmack von Rindfleisch sowie weiteren Fleischprodukten reproduzieren kann. Dabei kommen keinerlei tierische Produkte zum Einsatz. Redefine Meat produziert pflanzenbasiertes Fleisch und will das größte Fleischunternehmen der Welt werden.

Redefine Meat in der Pfanne
Das Fleisch in der Verarbeitung Fotos (3): Unternehmen
Redefine Meat zubereitet
Das Fleisch auf dem Teller serviert

Auf der vom 15. bis 19. Oktober 2022 in Paris stattfindenden Lebensmittelmesse , die nur für Fachbesucher zugänglich ist, wird das Unternehmen das derzeit erhältliche Produktangebot vorstellen. Neben Hackfleischprodukten sind dies auch Rind-, Lamm- und Schweinefleisch-Premium-Cuts. Zudem wird Redefine Meat eine wichtige Partnerschaft mit einem der größten europäischen Unternehmen für den Import und Vertrieb von Fleisch bekanntgeben. Ab sofort werden die Produkte auch in Frankreich und ab 2023 in zahlreichen weiteren Ländern erhältlich sein. Bisher gibt es das neue Fleisch aus dem 3D-Drucker in etwa 1000 europäischen und israelischen Einrichtungen. Zu den Abnehmern zählen Steakhausketten, Spitzenrestaurants und Fast Casual Restaurants der Spitzenklasse. Die meisten dieser Einrichtungen hatten zuvor noch nie Fleischalternativen serviert.

Redefine Meat hat seinen Hauptsitz in Rehovot in Israel und beschäftigt über 240 Mitarbeiter in Israel und Europa. (slb)

Queens Night Market: Kulinarisches aus aller Herren Länder

Der Queens Night Market im New Yorker Bezirk Queens gilt als bester Food-Markt New Yorks. Seit seiner Gründung im Jahr 2015 kamen bereits mehr als 1 Million Besucher. Dem Ideengeber John Wang ist mit diesem Open-Air-Nachtmarkt ein Coup gelungen. An mehr als 100 Foodtrucks gibt es Gerichte und Geschichten aus aller Welt bzw. aus über 90 Ländern zu entdecken. So etwa Tamales aus El Salvador – ein Hähnchengericht, das in vielen lateinamerikanischen und karibischen Ländern an Feiertagen gegessen wird. Oder aber Akara – die leckeren Honigbohnen aus Nigeria, die man dort zum Frühstück isst.

Queens Night Market
New York. 88 neue Kultrezepte aus über 40 Ländern. Die besten Streetfood-Gerichte vom Queens Night Market

88 Rezepte der originellsten Gerichte des Queens Night Market sind jetzt in einem Buch erschienen. Manche Rezepte sind Familiengeheimnisse, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, manche sind eine Hommage an schwindende Traditionen oder noch unbekannte nationale Schätze, die darauf warten, von der Welt entdeckt zu werden. Die Autoren wollten vor allem die Vielfalt der kulinarischen Traditionen und der mehr als 150 Nationalitäten, die in New York City leben, teilen. In dieser Stadt, in der über 800 Sprachen gesprochen werden, wurde der Queens Night Market vor allem auch deshalb schnell zu einem kulturellen wie auch kulinarischen Schmelztiegel, der ein Millionenpublikum anzieht.

New York. 88 neue Kultrezepte aus über 40 Ländern. Die besten Streetfood-Gerichte vom Queens Night Market (Christian Verlag) Von John Wang und Storm Garner
272 Seiten, ca. 150 Abb., 19,3 x 24,1 cm, Hardcover
[D] 26,99 € [A] 27,80 €
ISBN: 978-3-95961-537-2

Die Schattenseiten der Ernährungsindustrie

Dieser Film zeigt eindrucksvoll wie machtlos viele Länder gegen die profitgierige Seite der Ernährungsindustrie sind.

Als Fachjournalistin, die sich unter anderem auch mit diesem Themenbereich auseinandersetzt, bleibt mir nur die Möglichkeit, darüber zu berichten wie in diesem Beitrag hier oder wie in diesem Hinweis hier auf diesem Portal. Damit kann auch ich die Fakten immer wieder kritisch hinterfragen und darüber aufklären. Dieser Film fasst die Zusammenhänge innerhalb globalisierter Bereiche wie der Ernährungsindustrie jedoch noch weitaus vielschichtiger zusammen.

Außerhalb der Möglichkeiten innerhalb der deutschen Medienrealität bin ich allerdings der Meinung, dass hierüber viel mehr berichtet werden müsste. Uns Journalisten sind jedoch meist die Hände gebunden, unser Handwerk in der gegebenen Notwendigkeit auszuüben. Sei es nun aufgrund nicht vorhandener Medienkonzepte und damit Veröffentlichungsmöglichkeiten. Sei es aufgrund wenig kritisch hinterfragender Redaktionskonzepte, die guten Journalismus hervorbringen.

Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft startet Talk-Format

(ots) Der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft BLL hat in Kooperation mit dem Magazin Cicero das „Küchenkabinett“ als neues Talk-Format gestartet. Die Pilotfolge mit Dietmar Bartsch und Peter Ramsauer haben die Kooperationspartner jetzt als Webvideo veröffentlicht.

Das neue Format hat der Verband gemeinsam mit Cicero, dem Magazin für politische Kultur der Hauptstadt, realisiert. Im „Küchenkabinett“ treffen sich Politiker und andere Persönlichkeiten, um die Kultur des guten Essens, des politischen Meinungsstreits und des niveauvollen Gesprächs zu feiern. Gastgeber und Moderator Christoph Minhoff, BLL-Hauptgeschäftsführer und einst Präsidiumskollege von mir, setzt auf den gepflegten Dialog mit nachhaltiger Wirkung statt auf platte Konfrontation: „Das Küchenkabinett ist eine besondere und neue Form des Stakeholder-Dialogs. Zwei Persönlichkeiten, die – vielleicht nur auf den ersten Blick – konträre Sichtweisen und Positionen vertreten, treffen sich zum Gespräch. Es geht um gesellschaftspolitische Fragen und den persönlichen Bezug der Gäste. Und am Ende steht die Erkenntnis, dass Essen verbinden kann und in entspannter Atmosphäre auch leichter Kompromisse gefunden werden.“ Den passenden Rahmen für den Politik-Talk bildet ein geschmackvolles Dinner, zubereitet von Spitzenkoch Markus Herbicht in dessen Berliner Szenelokal, dem ehemaligen Schmelzwerk in den Sarotti-Höfen.

Einbuße für Tourismus in Großbritannien?

Der Brexit könnte dem Tourismus in Großbritannien jährliche Einbußen von über 5 Milliarden Euro bescheren. Das hat eine Travelzoo-Studie über die potentiellen Folgen eines Votums für den britischen EU-Austritt beim Referendum am 23. Juni ergeben.

Großbritannien
Must see in London: Die Tower Bridge, eröffnet 1894 Foto: Silke Liebig-Braunholz

In allen EU-Staaten, die sich an der Umfrage beteiligten, sprach sich eine Mehrheit (70 Prozent) zugunsten eines Verbleibs der Briten in der Europäischen Union aus – in Deutschland waren es 68 Prozent. Fast ein Drittel der deutschen Umfrageteilnehmer sagte aber auch, dass sie weniger an einem Urlaub in Großbritannien interessiert wären, sollte das Land für einen EU-Austritt stimmen. Genauso sahen dies die Italiener und Spanier. Jeder vierte Franzose gab an, dass er weniger gewillt wäre, seine Ferien auf den britischen Inseln zu verbringen.

Da mehr als 75 Prozent aller Besucher des Vereinigten Königreiches aus Europa kommen, ist die lokale Tourismusindustrie über die Auswirkungen eines möglichen Nachfragerückgangs besorgt. Wie die RA Reiseanalyse 2016 offenlegt ( siehe auch), landet Großbritannien immerhin auf dem vierten Platz der beliebtesten Kurzurlaubsferienziele der Deutschen im Ausland. Bei Städtereisen außerhalb Deutschlands ist London sogar die erste Wahl der Bundesbürger. „Im vergangenen Jahr besuchten über 3,25 Millionen Deutsche das Vereinigte Königreich, die dort fast 1,8 Milliarden Euro ausgegeben haben (siehe Großbritanniens Top Märkte im touristischen Bereich und die Entwicklung der Besucherzahlen seit 2003). Laut unserer Umfrage deutet allerdings vieles darauf hin, dass es sehr wahrscheinlich zu einem Einbruch der Besucherzahlen kommen könnte, sollte am 23. Juni für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gestimmt werden. Mögliche Gründe hierfür sind Bedenken um Visa und Währungsschwankungen“, sagt Christian Smart, Geschäftsführer Travelzoo Deutschland.

Abwertung der britischen Währung

Mit Blick auf den Auslandstourismus von Großbritannien nach Deutschland meint Volker Böttcher, Direktor des Instituts für Tourismusforschung (ITF) der Hochschule Harz: „Bei einem Brexit gehen nahezu alle Finanzmarkt-Experten davon aus, dass es zu einer Abwertung der britischen Währung im Verhältnis zum Euro kommen wird. Wenn dies der Fall ist, werden die Produkte und Dienstleistungen in der EU aus Sicht der Briten teurer. Demnach ist von steigenden Preisen für britische Urlauber auszugehen. Dies wiederum wird Auswirkungen auf das generelle Reiseverhalten haben“, so der Experte. „Für Bürger anderer EU-Staaten, die in das Vereinigte Königreich reisen möchten, wird zwar der umgekehrte Effekt eintreten. Doch ein Brexit wäre auch ein eher negatives politisches Signal in Richtung der anderen EU-Staaten und könnte eine dämpfende Wirkung auf den Wunsch haben, dorthin zu reisen“, so Böttcher weiter.

Zur Methodik
Die Travelzoo-Umfrage wurde in den fünf bevölkerungsreichsten EU-Mitgliedsstaaten sowie in Nordamerika mittels Online-Fragebogen durchgeführt. Die Umfrage beantworteten 4.950 Travelzoo-Mitglieder in Deutschland, Frankreich, Spanien, USA und Kanada. Zusätzlich wurde die Umfrage unter 2.004 Briten und 1.003 Italienern extern durch Atomik Research durchgeführt. Zum Teil waren Mehrfachantworten möglich, diese Angaben sind nicht kumulativ.

Über Travelzoo
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