Die Schattenseiten der Ernährungsindustrie

Dieser Film zeigt eindrucksvoll wie machtlos viele Länder gegen die profitgierige Seite der Ernährungsindustrie sind.

Als Fachjournalistin, die sich unter anderem auch mit diesem Themenbereich auseinandersetzt, bleibt mir nur die Möglichkeit, darüber zu berichten wie in diesem Beitrag hier oder wie in diesem Hinweis hier auf diesem Portal. Damit kann auch ich die Fakten immer wieder kritisch hinterfragen und darüber aufklären. Dieser Film fasst die Zusammenhänge innerhalb globalisierter Bereiche wie der Ernährungsindustrie jedoch noch weitaus vielschichtiger zusammen.

Außerhalb der Möglichkeiten innerhalb der deutschen Medienrealität bin ich allerdings der Meinung, dass hierüber viel mehr berichtet werden müsste. Uns Journalisten sind jedoch meist die Hände gebunden, unser Handwerk in der gegebenen Notwendigkeit auszuüben. Sei es nun aufgrund nicht vorhandener Medienkonzepte und damit Veröffentlichungsmöglichkeiten. Sei es aufgrund wenig kritisch hinterfragender Redaktionskonzepte, die guten Journalismus hervorbringen.

Der Goldene Windbeutel entlarvt Werbelügen

Foodwatch entlarvt regelmäßig verbraucherfeindliche Praktiken der Lebensmittelindustrie und vergab auch 2018 wieder den Negativpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Bei einer Online-Abstimmung wählte fast ein Drittel der rund 70.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das „Smartwater“ von Coca Cola“.

„Coca-Cola betreibt dreiste Verbraucherabzocke mit dem Grundnahrungsmittel Nummer Eins. Um den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen, hat sich Coca-Cola ein hanebüchenes Bearbeitungsverfahren ausgedacht, das wissenschaftlich klingt, aber völlig unsinnig ist. Das ‚Smartwater‘ ist einfach nur ein schnödes Wasser, teuer verkauft“, sagte Sophie Unger von foodwatch.

Coca-Cola bewirbt sein Produkt als „dampfdestilliertes natürliches Mineralwasser für einen klaren, frischen Geschmack“. Hinter Werbesprüchen wie „von Wolken inspiriert“ steckt ein simpler Vorgang: Das Wasser wird zuerst verdampft und dann wieder aufgefangen, verloren gegangene Mineralstoffe werden später künstlich wieder hinzugefügt. foodwatch kritisierte das Verfahren als ernährungsphysiologisch völlig unnützen Trick, den Verbraucherinnen und Verbraucher teuer bezahlen: Mit 1,65 Euro pro Liter ist das „Smartwater“ bis zu sieben Mal teurer als normales Mineralwasser.

Neben dem Glacéau Smartwater von Coca-Cola (21.235 Stimmen, 30,5 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen) waren vier weitere Produkte für den Goldenen Windbeutel 2018 nominiert:

Platz 2: „Kids Tomato Ketchup von Heinz“ (19.547 Stimmen, 28,1 Prozent)

Platz 3: „Corny Milch von Schwartau“ (10.889 Stimmen, 15,6 Prozent)

Platz 4: „Bratöl Olive von Dennree“ (9.398 Stimmen, 13,5 Prozent)

Platz 5: „Erbseneintopf Gut und Günstig von Edeka“ (8.546 Stimmen, 12,3 Prozent)

foodwatch vergibt den Goldenen Windbeutel zum achten Mal. Erstmals konnten in diesem Jahr Verbraucherinnen und Verbraucher auf der foodwatch-Beschwerdeplattform Schummelmelder.de im Vorfeld der Wahl selber Kandidaten vorschlagen. Vier der fünf nominierten Produkte waren Vorschläge von Usern: die Produkte von Heinz, Schwartau, Dennree und Edeka. Das „Smartwater“ von Coca-Cola hatte foodwatch nominiert.

Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft startet Talk-Format

(ots) Der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft BLL hat in Kooperation mit dem Magazin Cicero das „Küchenkabinett“ als neues Talk-Format gestartet. Die Pilotfolge mit Dietmar Bartsch und Peter Ramsauer haben die Kooperationspartner jetzt als Webvideo veröffentlicht.

Das neue Format hat der Verband gemeinsam mit Cicero, dem Magazin für politische Kultur der Hauptstadt, realisiert. Im „Küchenkabinett“ treffen sich Politiker und andere Persönlichkeiten, um die Kultur des guten Essens, des politischen Meinungsstreits und des niveauvollen Gesprächs zu feiern. Gastgeber und Moderator Christoph Minhoff, BLL-Hauptgeschäftsführer und einst Präsidiumskollege von mir, setzt auf den gepflegten Dialog mit nachhaltiger Wirkung statt auf platte Konfrontation: „Das Küchenkabinett ist eine besondere und neue Form des Stakeholder-Dialogs. Zwei Persönlichkeiten, die – vielleicht nur auf den ersten Blick – konträre Sichtweisen und Positionen vertreten, treffen sich zum Gespräch. Es geht um gesellschaftspolitische Fragen und den persönlichen Bezug der Gäste. Und am Ende steht die Erkenntnis, dass Essen verbinden kann und in entspannter Atmosphäre auch leichter Kompromisse gefunden werden.“ Den passenden Rahmen für den Politik-Talk bildet ein geschmackvolles Dinner, zubereitet von Spitzenkoch Markus Herbicht in dessen Berliner Szenelokal, dem ehemaligen Schmelzwerk in den Sarotti-Höfen.