Zu viel Zucker in Baby- und Kleinkindertees bald passé

Die Auswirkungen von zu viel Zucker in unserer Nahrung sind seit Jahren bekannt und werden von Verbraucherverbänden kritisiert. Jetzt wird es auf Initiative der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (siehe Video), ein Zuckerverbot für Baby- und Kleinkindertees geben. Der Bundesrat beschloss heute eine entsprechende Verordnung der Ministerin, die auch den Zusatz anderer süßender Zutaten in diesen Tees verbietet. Ein Vorstoß, der wohl nicht genügen wird.

Vorgeschrieben wird außerdem ein Hinweis auf der Verpackung, beim Zubereiten auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten zu verzichten.

Die Regelung sieht konkret vor:

– Ein Verbot des Zusatzes von Zucker-, Honig-, Fruchtsaft- (konzentrat und pulver), Fruchtnektar und Malzextrakt sowie anderen aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnenen Sirupen oder Dicksäften,

– den verpflichtenden Hinweis, dass bei der Zubereitung oder vor der Verabreichung auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten verzichtet werden soll sowie

– die Kennzeichnungsvorgabe bzgl. des Alters, ab dem das Erzeugnis verwendet werden kann. Analog zum Mindestalter für die Einführung von Beikost beträgt dies vier vollendete Lebensmonate.

Die Verordnung ist ein wichtiger Teil der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Die Strategie für weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten wurde Ende 2018 vom Kabinett beschlossen.

Corona-Krise zeigt wie kreativ Hoteliers sein können

Die meisten Betriebe in Hotellerie und Gastronomie quälen sich durch die Corona-Krise. Doch längst nicht alle verlässt der Mut. Einige nutzen die Gunst der Stunde für neue Ideen und setzen sie direkt um.

Das Strandhotel Fontana am Timmendorfer Strand ist so ein Betrieb. Gastgeber und Küchenchef Sebastian Hamester betreibt das Boutiquehotel im klassizistischen Bäderstil mit seinen Eltern direkt an der Promenade.

Strandhotel Fontana in Corona-Krise
Der Eingang des Strandhotel Fontana direkt am Timmendorfer Strand Foto: Hotel

In der vergangenen Woche lud er ein paar Pressevertreter via Zoom in sein Haus ein und sprach über solidarische Zeiten an der Lübecker Bucht, an der auch Schauspieler Til Schweiger ein Hotel betreibt, und den Vorteil, ein kleines familiär betriebenes Haus zu führen. “Die Gäste haben wahrscheinlich mehr Vertrauen zu kleinen Häusern wie uns, dass wir das mit den Hygieneanforderungen hinbekommen”, sagte er. Das Strandhotel sei jedenfalls noch gut gebucht für diesen Sommer. Es habe bisher kaum Stornierungen gegeben.

Corona-Krise
Sebastian Hamester via Zoom vom Timmendorfer Strand aus zugeschaltet Fotos (2): Silke Liebig-Braunholz

Die Zeit der Schließung nutzte Hamester denn auch gleich für die Umsetzung einiger kreativer Ideen und lädt nun während der offiziellen Schließung zum Homeoffice in sein Hotel ein. Für die Liebhaber seiner norddeutschen Küche mit einem Hauch asiatischen Einfluss verrät er hingegen ein paar Geheimrezepte und gewährt den Besuchern seiner Website sogar Einblicke in seine Küche, wie etwa hier, wo er bei der Zubereitung von Kokosmilchreis zu sehen ist.

Zubereitung von Milchreis
Der Küchenchef in seiner Küche während der Zubereitung eines seiner Rezepte

Die Schattenseiten der Ernährungsindustrie

Dieser Film zeigt eindrucksvoll wie machtlos viele Länder gegen die profitgierige Seite der Ernährungsindustrie sind.

Als Fachjournalistin, die sich unter anderem auch mit diesem Themenbereich auseinandersetzt, bleibt mir nur die Möglichkeit, darüber zu berichten wie in diesem Beitrag hier oder wie in diesem Hinweis hier auf diesem Portal. Damit kann auch ich die Fakten immer wieder kritisch hinterfragen und darüber aufklären. Dieser Film fasst die Zusammenhänge innerhalb globalisierter Bereiche wie der Ernährungsindustrie jedoch noch weitaus vielschichtiger zusammen.

Außerhalb der Möglichkeiten innerhalb der deutschen Medienrealität bin ich allerdings der Meinung, dass hierüber viel mehr berichtet werden müsste. Uns Journalisten sind jedoch meist die Hände gebunden, unser Handwerk in der gegebenen Notwendigkeit auszuüben. Sei es nun aufgrund nicht vorhandener Medienkonzepte und damit Veröffentlichungsmöglichkeiten. Sei es aufgrund wenig kritisch hinterfragender Redaktionskonzepte, die guten Journalismus hervorbringen.