Internorga nun doch abgesagt

Zunächst wurde sie auf den Juni verschoben. Jetzt ist die Internorga für 2020 abgesagt. Die nächste Messe findet vom 12. bis 16. März 2021 in Hamburg statt und feiert dann ihren 100. Geburtstag. „Es ist ein Gebot der Fairness und der Vernunft, die Messe abzusagen, was wir hiermit schweren Herzens tun“, so Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress, heute in einer Presseerklärung. Mit der Absage werde für die ausstellenden Unternehmen Planungssicherheit geschaffen. Am wichtigsten sei die Gesundheit aller Beteiligten. Diese könne der Veranstalter auch bei einer Messe im Juni nicht garantieren, so seine Begründung.

Fehling-Team eröffnet Puzzle Bar

Puzzle-Bar
Das Team: Ilies (von links), Fehling, Hammer Foto: Unternehmen

Gerade erst wurde Kevin Fehling zum achten Mal mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet und mit dem Etikett „einzigartig und eine Reise wert“ versehen. Anfang April eröffnet der Sternekoch sein neuestes Projekt nur wenige Schritte von seinem Gourmetrestaurant in der Hamburger Hafencity entfernt. Mit der „Puzzle-Bar wird er gemeinsam mit seinem bisherigen Sous Chef Dennis Ilies und dem Mixologie-Experten Daniel Hammer in der 15. Etage des Campus Tower den Gästen mit außergewöhnlichen Drinks und kreativen Hot Dogs am Tresen oder auf der Dachterrasse besondere sensorische Erlebnisse bieten.

Internorga findet im Juni statt

Internorga
Für die Gastro- und Lebensmittelbranche ist die Internorga jedes Jahr Pflichtveranstaltung. Foto: Hamburg Messe und Congress GmbH

Die Internorga wird in diesem Jahr vom 20. bis 24. Juni auf dem Hamburger Messegelände stattfinden. Am Dienstag, 3. März, hatte die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) die Internorga 2020 aufgrund der Besorgnis um eine zunehmende Verbreitung des Coronavirus zunächst verschoben ohne ein neues Datum zu nennen.

Gegenüber der ursprünglichen Planung, die eine Laufzeit von Freitag, 13. März, bis Dienstag, 17. März, vorsah, ergibt sich lediglich eine leichte Änderung. Die Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt beginnt nun an einem Sonnabend und endet an einem Mittwoch.

Dehoga schlägt Alarm

Das Gastgewerbe wird durch den Ausbruch des neuartigen Coronavirus immer stärker getroffen. „Weil Messen und Großveranstaltungen abgesagt werden und internationale Gäste ausbleiben, berichten immer mehr Betriebe von Stornierungen“, erklärte Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) heute gegenüber der Presse. „Die aktuellen Entwicklungen verfolgen wir mit größter Sorge.“ Die Auswirkungen des Coronavirus drohen die erfolgreiche Entwicklung des Deutschlandtourismus auszubremsen.

„Vor wenigen Tagen lagen uns bereits von einzelnen Hotels insbesondere an Messestandorten Informationen über erhebliche Stornierungen vor. Die Situation hat sich nun leider noch deutlich verschärft“, so Zöllick. „Insbesondere die Absagen von großen internationalen Messen in Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Berlin führen zu fatalen Kettenreaktionen.“ Unter den negativen wirtschaftlichen Folgen litten nicht nur Hotels, sondern auch ganz massiv Eventcaterer und Restaurants, die traditionell viele Messebesucher bewirten.

Seriös ließe sich der Schaden noch nicht beziffern. „Erste Rückmeldungen aus den Betrieben zeigen allerdings, dass Hotelgesellschaften und Eventgastronomen Einbußen im hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich zu verkraften haben“, sagt Zöllick. Für eine fundierte Einschätzung der Lage werde der DEHOGA im Laufe der Woche eine Erhebung starten.

ITB Berlin abgesagt

Die ITB Berlin 2020 findet nicht statt. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung des neuartigen Coronavirus COVID-19 haben sich das Bundesgesundheits- und das Bundeswirtschaftsministerium dafür ausgesprochen, die ITB Berlin abzusagen. Das zuständige Gesundheitsamt von Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin hat die Auflagen zur Durchführung der Veranstaltung heute am frühen Abend (18:27 Uhr) stark erhöht. Unter anderem ordnet die Behörde an: Jeder Messeteilnehmer muss der Messe Berlin belegen, nicht aus den definierten Risikogebieten zu stammen oder Kontakt zu einer Person aus den Risikogebieten gehabt zu haben. Die Auflagen insgesamt sind von der Messe Berlin nicht umsetzbar.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Berlin Wolf-Dieter Wolf erklärt: „In ihrer mittlerweile 54-jährigen Geschichte haben die ITB Berlin und die Messe Berlin noch keine vergleichbare Situation erlebt. Wir danken allen Ausstellern und Partnern auf der ganzen Welt, die der ITB Berlin in den vergangenen Tagen und Wochen beigestanden haben und freuen uns auf eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Markt.“