Internorga 2020 wegen Corona auf 2021 verlegt

Die Internorga 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt und auf 2021 verlegt. Die Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Bäckereien und Konditoreien feiert dann ihren 100. Geburtstag.

Internorga 2020
Für die Gastro- und Lebensmittelbranche ist die Internorga jedes Jahr Pflichtveranstaltung. Foto: Hamburg Messe und Congress GmbH

„Es ist ein Gebot der Fairness und der Vernunft, die Internorga 2020 abzusagen, was wir hiermit schweren Herzens tun“, so Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress, heute in einer Presseerklärung. Mit der Absage werde für die ausstellenden Unternehmen Planungssicherheit geschaffen. Am wichtigsten sei die Gesundheit aller Beteiligten. Diese könne der Veranstalter auch bei einer Messe im Juni nicht garantieren, so seine Begründung.

Siehe auch diesen Rückblick auf 2017.

ITB Berlin abgesagt

Die ITB Berlin 2020 findet nicht statt. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung des neuartigen Coronavirus COVID-19 haben sich das Bundesgesundheits- und das Bundeswirtschaftsministerium dafür ausgesprochen, die ITB Berlin abzusagen.

Das zuständige Gesundheitsamt von Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin hat die Auflagen zur Durchführung der Veranstaltung heute am frühen Abend (18:27 Uhr) stark erhöht. Unter anderem ordnet die Behörde an: Jeder Messeteilnehmer muss der Messe Berlin belegen, nicht aus den definierten Risikogebieten zu stammen oder Kontakt zu einer Person aus den Risikogebieten gehabt zu haben. Die Auflagen insgesamt sind von der Messe Berlin nicht umsetzbar.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Berlin Wolf-Dieter Wolf erklärt: „In ihrer mittlerweile 54-jährigen Geschichte haben die ITB Berlin und die Messe Berlin noch keine vergleichbare Situation erlebt. Wir danken allen Ausstellern und Partnern auf der ganzen Welt, die der ITB Berlin in den vergangenen Tagen und Wochen beigestanden haben und freuen uns auf eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Markt.“

Berlin isst sich auf

Kann eine Großstadt wie Berlin sich selbst ernähren? Dieser Frage gehen die Besucher des Dinners “Die Stadt isst sich auf” am 23. Oktober ab 19 Uhr nach. Im Restaurant Data Kitchen im Data Space by SAP können 60 Gäste bei diesem Showcase für eine moderne urbane Ernährungsweise dabei sein: alle Zutaten des servierten Menüs kommen aus Berlin.

Berlin isst sich auf

Kuratiert wird das Event von der Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast und Eva-Maria Hilker, Journalistin und Herausgeberin der Gastro-Zeitung EssPress. “Auch unsere Städte müssen ihren Beitrag für gutes, vielfältiges Essen und das Klima leisten. Urbane Gärten und Agrikulturprojekte sind ein Beispiel und zudem soziale und kommunikative Orte. Mit dem ersten Dinner dieser Art stellen wir nicht nur Projekte in Berlin vor, die zur Ernährungswende beitragen, wir tafeln und genießen auch miteinander”, so Renate Künast über ihre Motivation.

Berliner Produzenten liefern die Ingredienzien

Das Menü kreiert Küchenchef Alexander Brosin vom “Data Kitchen in Berlin”. Engagierte Berliner Produzenten liefern die Ingredienzien für das 4-gängige Menü: Tomaten und Waller kommen von der “Stadtfarm” in Lichtenberg, Rucola und Sellerie von der “Domäne Dahlem” und Getreide vom “Vierfelderhof”. Der “Milchhof Mendler” liefert Milch und Butter, “Holy Crab” einen Fond aus Tiergartenkrebsen. Pilze sammelt der Fotograf und Autor Moritz Schmid und Imker Tom Dragheim steuert Honig bei. Die Getränke dazu kommen von “Britzer Wein”, der “Deutschen Spirituosen Manufaktur” sowie “Leogant”.

Berlin isst sich auf
Holy Crab liefert für das Menü einen Fond aus Tiergartenkrebsen Foto: Unternehmen