Neuer Slow Food Genussführer erscheint

Am 6. September kommt der neue „Slow Food Genussführer 2023/24“ wieder in den Buchhandel. In altbewährter Manier stellt er allen, die eine ehrliche und schmackhafte Küche schätzen, gastronomische Höhepunkte in der Umgebung vor.

Das Besondere am Genussführer ist die Suche nach Restaurants, die nicht nur ihren Gästen etwas Gutes tun, sondern auch ein Auge auf unverfälschtes Koch- und Lebensmittelhandwerk sowie nachhaltige Erzeugnisse werfen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir die neue Ausgabe gemeinsam mit unseren Testgruppen realisieren konnten, denn der Gastro-Sektor leidet an seiner schlimmsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagt Wieland Schnürch, langjähriger Leiter der Genussführer-Kommission. „Umso großartiger ist es, dass es fast 450 Lokale zwischen diese Buchdeckel geschafft haben.“
Offenbar seien Wirte und Köchinnen, die nachhaltig arbeiten, besser durch die letzten Jahre gekommen als die konventionelle Gastronomie. Denn obwohl bundesweit die Zahl der Betriebe, die seit 2020 den Gang zum Insolvenzgericht antreten mussten, um gut 30 Prozent angestiegen ist, sei die Zahl an Genussführer-Lokalen, die allein wegen Corona aufgeben mussten, laut Schnürch eher gering.

Jetzt also Clubhouse oder wie eine App viral gehen kann

Am Samstagabend ging bei mir eine Einladung zu der Social-Network-App Clubhouse auf meinem iPhone ein. Seitdem beschäftige auch ich mich mit dem Hype, der in der vergangenen Woche in Deutschland Fahrt aufnahm. Nach einigen mehr oder weniger aufregenden Besuchen in den Voice-Chat-Räumen, in denen Menschen spontan zusammen kommen und zu einem vorgegebenen Thema miteinander sprechen, ist das Resümee genauso ernüchternd wie positiv.

WICHTIGE INFORMATION ZUR NUTZUNG VON CLUBHOUSE und ERFAHRUNGEN EINER NEW YORK TIMES REPORTERIN IM UMGANG MIT CLUBHOUSE

Clubhouse
Die laienhaft anmutende Startseite der App Screenshots (2): Silke Liebig-Braunholz

Paul Davison entwickelte Clubhouse als Call-in-Show im Radio-Stil

Mal abgesehen von der Tatsache, dass ein Hype auch vorübergeht, werden wir mittlerweile in ziemlich eng getakteten Zeiträumen von derartigen Phänomen überrollt. Jetzt ist es also Clubhouse, eine digitale Kommunikationsplattform, die Paul Davison entwickelt hat. In diesem Beitrag steht alles was man über ihn, sein Startup Alpha Exploration Co. und die App wissen muss, in der man zum Beispiel über die angelegten Kategorien (siehe Foto) in die einzelnen Räume gelangt. Diskutiert wird hier unter anderem in Talks wie dem „Rindfleischgeflüster“ oder „Food, Gastro, Friends & Family“, aber auch über die aktuellen Probleme der Gastronomie, die Zukunft des Tourismus oder der Kreuzfahrtindustrie. Dort habe ich schon Diskussionen zuhören dürfen, die weitaus tiefer gingen als es beispielsweise ein Talkshow-Format im Fernsehen jemals präsentieren könnte. Für Journalisten könnten sich hier deshalb demnächst sogar neue Themenschwerpunkte finden lassen. Das ist positiv.

Clubhouse Conversations
Freie Themenauswahl in der Kategorieleiste

Investoren-Armada aus dem Silicon Valley wirft eine Plattform nach der anderen auf den Markt

Ernüchternd sind allerdings die Fragezeichen hinter dieser neuen Plattform, hinter denen beispielsweise der Autor des Beitrags zu Clubhouse steht, auf den ich im vorhergehenden Absatz hingewiesen habe. Josh Constine ist ein Journalist am Ende einer Kette, die mich letztendlich zu diesem Netzwerk eingeladen hat und die man nachverfolgen kann, wenn man erstmal Clubmitglieder ist. Denn mit dem aus dem Marketing bekannten Schneeballsystem, versuchen Investoren, hinter denen die Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz im Silicon Valley steckt, sowie zahlreiche Prominente momentan, auf die App aufmerksam zu machen. Dafür laden sie Kontakte aus ihrem Umkreis ein, die der App dann wiederum Zugang zu den auf ihrem Handy befindlichen Kontakten ermöglichen sollen – dies allerdings nicht müssen, wenn sie die dafür notwendigen Handgriffe kennen und dem Zugriff nicht zustimmen.

Nicht ohne Grund stehen am Anfang der Kette allerdings vor allem bekannte Persönlichkeiten aus den Medien sowie auch Journalisten und Politiker, die gern auf den Hype aufspringen und wissen wollen, wie Kommunikation auf dieser Ebene funktionieren kann. Nicht ausmalen möchte ich mir jedoch, wie viele auch meiner Kontakte ihr Adressbuch mittlerweile freigegeben haben und der App damit einen schier endlos scheinenden Kontaktbonus offenbaren, der Clubhouse bald zur Verfügung stehen wird.

Für den Erfolg dieser Strategie sprechen damit ausgelöste Skandale wie der um den Politiker Bodo Ramelow, den man aus Sicht der Markteinführung dieser App im deutschsprachigen Raum auch als Bauernopfer bezeichnen könnte. Spätestens mit seinem Auftritt in einem der Räume auf Clubhouse ging die App viral.

Genussvolles Wochenende mit dem Food Editors Club

Der FEC-Food Editors Club ist eine Institution. Ein Teil davon sein zu dürfen, erfüllt mich mit Stolz. Die Mitglieder dieses Clubs zählen zu den wichtigsten Foodjournalisten und Autoren dieses Landes und halten die liebevolle Andeutung des ersten Präsidenten Arne Krüger „Vergesst mir nicht die Feinschmeckerei!“ noch heute in Ehren. In Frankfurt traf sich der Food Editors Club jetzt zu seinem 50. Geburtstag und feierte ein genussvolles Wochenende.

Clubmitglied und Hamburger Journalistenkollege Stevan Paul hat die Ereignisse rund um das Event bis ins kleinste Detail in seinem kulinarischen Blog zusammengefasst. Dem lässt sich lediglich hinzufügen, dass der FEC während der Tagung im Grandhotel Hessischer Hof beschlossen hat, soziale Projekte zu unterstützen und Mittel aus der Vereinskasse für das Slow Food Kindermobil, die es in mehreren deutschen Städten wie beispielsweise in München gibt, und den Shout Out Loud Foodtruck gegen Lebensmittel-Verschwendung bereitzustellen. Auch dieses Engagement erfreut mich mit Stolz.

Food Editors Club
Das Buch „Gestern aß ich bei Goethe“ handsigniert von Sybil Gräfin Schönfeldt

Nicht unerwähnt lassen möchte ich zudem meine Bewunderung für unser Gründungsmitglied Sybil Schlepegrell geb. Gräfin Schönfeldt. Die mittlerweile 91-Jährige hatte während des Sektempfangs im Römischen Salon etwa eine Stunde lang geduldig an einem Stehtisch gestanden und sich dort an den Anekdoten einiger langjähriger Clubmitglieder über den FEC erfreut. Als eine überaus nette Geste empfand ich zudem ihr Geschenk für alle Clubmitglieder. Ihr 2002 erschienenes Buch „Gestern aß ich bei Goethe“ hat sie jedem von uns im Tagungsraum auf den Tisch gelegt. Ich habe es mir anschließend noch signieren lassen.

Escapio kürt das Urlaubsbild 2013

Nicht jedes Urlaubsbild gelingt. Und einen Strand, die Berge oder das weite Meer finden Urlauber an vielen Orten der Welt. Deshalb sind es doch meist die Schnappschüsse, die uns die schönen Erlebnisse zurückbringen. Mich inspirieren beispielsweise die Erinnerungen an die Menschen, mit denen ich Zeit verbracht habe und zu denen ich heute noch immer wieder gern meine Gedanken schweifen lasse. Manchmal durchlebe ich den Urlaub dann noch einmal neu.

Urlaubsbild
Selten gelingen Bilder während des Skifahrens Foto: Stock Image

Der Urlaubsflirt in Nizza, der lange Abend in der griechischen Taverne mit den Einheimischen von Rhodos, die Wanderung durch die Toskana mit der aus Südtirol kommenden Reiseleiterin, die Tour entlang der Route 66 mit der fröhlichen Reisegruppe oder die Fahrt in dem roten Ford durch Los Angeles bis zum Strand von Malibu – dazu fallen mir sofort die Bilder der Menschen ein, mit denen meine Reise zu einem Traumurlaub wurde. Und dies sind nur ein paar Beispiele schöner Momente. Im Laufe der Jahre sammeln sich in der Tat zahlreiche Erinnerungen an die schönste Zeit des Jahres an.

Deshalb freue ich mich auf die vielen Inspirationen der Teilnehmer des Fotowettbewerbs von Escapio. Das Unternehmen kürt das Urlaubsbild des Jahres 2013 und lädt jeden ein seine persönlichen Urlaubserlebnisse mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen. Sehr gern habe ich die Aufgabe übernommen, Mitglied der Fachjury zu werden, die die besten Bilder mit prämieren darf. Allen Teilnehmer wünsche ich viel Erfolg!

Narrare unter neuer Domain erreichbar

Neue Domain und neues Erscheinungsbild: Narrare erfindet sich neu. Mit dem neuen Auftritt sollen die fachspezifischen Themen bereits auf den ersten Blick transparent werden. Ein neuer Anstrich sozusagen für ein Blog, dass sich längst etabliert hat und an einer immer breiteren Leserschaft erfreut.

Der Markenname Narrare wird ab sofort schon in der Domain sichtbar sein. Zudem suggeriert die Endung .com eine stärker nachgefragte Internationalität. Insgesamt ist das Layout dynamischer, soll an seiner Übersichtlichkeit jedoch nicht verlieren.

Ab dem 13. Februar wird nur noch auf narrare-blog.com publiziert. Ich freue mich, Sie/euch auf diesem Portal zu treffen und auf den weiteren regen Austausch mit noch mehr Themen rund um das Reisen und die kulinarischen Erlebnisse – stets mit dem kritischen, jedoch vor allem immer mit einem neugierigen Blick auf die Details und Besonderheiten in den Reise- und Urlaubszielen sowie den dort etablierten Hotels, Restaurants, regionalen Köstlichkeiten, süßen Verführungen und Persönlichkeiten, die diese Branche der Gastlichkeit prägen.

Es ist eine etwas andere Sicht auf die Reiseziele – eine fachjournalistische eben, die nicht willkürlich Tipps gibt oder etwas beschreibt, dass gerade sympathisch herüberkommt. Sondern das bewusst auswählt, abwägt, es in den Kontext der gesamten Seite stellt und vor allem Vielfalt vermitteln möchte, damit der Leser sich ein objektives Bild machen kann.

Herzlichst, Silke Liebig-Braunholz