Sylter Sehnsuchtsbutton: Nette Geste für Inselverliebte

Mit der Kampagne „Auf Knopfdruck Sylt“ bedankt sich die Sylt Marketing Gesellschaft (SMG) bei allen Fans der Sylter Facebookseite mit einem Sehnsuchtsbutton. Diesen gibt es allerdings nur ein einziges Mal. Um ihn zu gewinnen, müssen Fans ihre Sehnsüchte offenbaren.

Der Sylter Sehnsuchtsbutton stillt die Inselliebe per Knopfdruck Foto: Sylt Marketing
Der Sylter Sehnsuchtsbutton stillt die Inselliebe per Knopfdruck Foto: Sylt Marketing

Noch bis zum 11. November läuft die Marketingaktion. Teilnehmen kann man über Facebook, Twitter und Instagram mit dem Hashtag #SylterSehnsuchtsbutton. Auf der Kampagnenseite werden die Einsendungen publiziert. Hier besteht zudem ebenfalls die Möglichkeit, über das Formular teilzunehmen.

Der Gewinner wird per Auslosung ermittelt und erhält den Sylter Sehnsuchtsbutton zugeschickt. Anschließend kann er insgesamt 100 Mal, maximal einmal am Tag, seine Sehnsucht bestätigen. Binnen 24 Stunden sendet das Team der SMG dann eine Portion Inselliebe über den Hindenburgdamm in die vier Wände des Gewinners. Das kann ein Foto oder Video, ein kleines Geschenk oder sogar ein Sylt-Urlaub sein.

Aktuelle Studie: Viele Deutsche im Urlaub online

(ots) Die Internet-Nutzung im Urlaub nimmt rasant zu. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie* im Auftrag der L’TUR Tourismus AG. Fast 83 Prozent der Deutschen wollen demnach in den Sommerferien nicht auf das Surfen im Web verzichten – zehn Prozent mehr als vor einem Jahr.

InternetDas Internet kennt keinen Urlaub Foto: Flickr/LeStudio1 – 2016

Hatten Frauen (74 Prozent) im Vergleich zu Männern (71 Prozent) 2015 noch die Nase vorn bei der Internet-Nutzung im Urlaub, haben die Männer (82,8 Prozent) inzwischen nicht nur aufgeholt, sondern liegen neuesten Zahlen zufolge sogar hauchdünn vor den Frauen (82,4 Prozent). Zurückzuführen ist diese Entwicklung nicht zuletzt darauf, dass immer mehr Männer trotz Auszeit arbeiten: Wie die repräsentative Umfrage für L’TUR zeigt, geht mittlerweile bereits jeder fünfte Mann selbst in den Ferien regelmäßig aus beruflichen Gründen ins Netz (Frauen: 14 Prozent). 69 Prozent der Urlauberinnen nutzen das Internet hingegen ausschließlich privat (Männer: 63 Prozent).

Was machen die deutschen Touristen im Urlaub online?
Nachfolgend die drei mit Abstand am häufigsten genannten Anwendungsfälle:

1. E-Mails schreiben/lesen
2. Wettervorhersage prüfen
3. Ausflugstipps, Restaurantempfehlungen o.ä. Infos über den Urlaubsort suchen Auf den weiteren Plätzen des Rankings landeten unter anderem chatten mit Freunden (z.B. per WhatsApp), Facebook, Instagram oder andere soziale Netzwerke, Homepage von Tageszeitungen/Online-Medien besuchen, Urlaubsfotos im Onlinespeicher sichern und Nutzung von Bewertungsportalen wie TripAdvisor, HolidayCheck & Co.

Internet dient als Info-Quelle

Das Internet spielt auch bei der Planung des Urlaubs die entscheidende Rolle. So sagen zwei von drei Bundesbürgern (65 Prozent), dass sie sich im Vorfeld in der Regel online über ihr Reiseziel informieren. Knapp die Hälfte liest passende Reiseführer und Magazine oder lässt sich persönlich von Freunden beraten, die bereits vor Ort waren. Reisedokus, beispielsweise im TV oder auf DVD, werden hingegen als weniger wichtig eingestuft (21 Prozent). Jeder Zehnte recherchiert vor dem Urlaub gar nicht und lässt sich einfach überraschen.

Information:
Über die L’TUR Tourismus AG: Seit fast 30 Jahren ist die L’TUR Tourismus AG Europas Marktführer für Last Minute Reisen. Konzentriert auf die letzten Wochen vor Abreise, produziert das Unternehmen täglich über 200 Millionen Angebote. Auf Basis der modernen Player-Hub Technologie werden Plätze von rund 20.000 Hotels und 250 Airlines zu attraktiven Urlaubspaketen kombiniert. Die TUI Group ist mit 80 Prozent an L’TUR beteiligt, L’TUR-Gründer Karlheinz Kögel hält 20 Prozent. Im Geschäftsjahr 2014/15 lag der Gesamtumsatz des Kurzfrist-Spezialisten aus Baden-Baden inklusive Vermittlungsgeschäft bei 451 Mio. Euro.

*Zur Methodik der Studie: Die media control GmbH hat für L’TUR 1.382 Verbraucher im Alter von 14 bis 60 Jahren befragt.

Wer trifft den Düssel-Bär?

Es ist Reisezeit und da kommen Geschichten rund um ferne Reiseziele immer gut an. Ist dann noch ein Maskottchen und ein karikativer Zweck im Spiel, lässt sich in die Geschichte schnell eine Meldung aus der Hotelzentrale verpacken. Die wird dann gern von PR-Agenturen verschickt. Meist kündigen sie zunächst eine kreative Idee an, umschreiben mit blumigen Worten ihre Kunden und lassen am Ende die Luft heraus.

Der Düssel-Bär war in Singapur Foto: Hilton
Der Düssel-Bär war in Singapur Foto: Hilton

So war es denn auch mal wieder bei „Der Düssel-Bär auf Reisen: Nach Chicago, Thailand und Singapur ist der Düssel-Bär – das Maskottchen des Hilton Dusseldorf – jetzt auf Europa-Tournee und besucht London, Paris und Amsterdam“ vom Hilton Dusseldorf. Eigentlich eine nette Idee und bestimmt auch überaus interessant, doch leider derart schlecht beschrieben, dass die Details fehlten. Und leider hat das Maskotchen weder auf der Homepage des Hotels in Düsseldorf, noch bei Hilton Worldwide oder auf dem Youtube-Kanal bereits seine Spuren hinterlassen. Warum eigentlich nicht?

Verwirrung um Maskottchen Düssel

Nach langem Suchen wurde ich dann doch noch fündig und konnte mir einen kleinen Reim auf die Meldung machen. Deshalb möchte ich nun gern auf die Aktion hinweisen. Man könnte auch sagen, auf den Zweck der von der PR-Agentur versandten Meldung. Auf Facebook wurde am 3. Februar 2011 folgende Ankündigung zum Düssel-Bär veröffentlicht: Willkommen an unser neues Maskottchen – „Düssel“ der „Travel Bear“! Das Ziel ist es, „Düssel“ an so viele Orte wie möglich mitzunehmen und ihn dort mit unseren Mitarbeitern zusammen vor einer Sehenswürdigkeit und vor dem ortsansässigen Hilton Hotel zu fotografieren. Darüber hinaus sollte jeder Reisende noch ein landestypisches Kochrezept mitbringen. Dieses sollte schlussendlich mit den Bildern von den Mitarbeitern und „Düssel“ in einem Fotobuch festgehalten worden sein. Dieses Hilton „Travel Book“ und „Düssel“ werden dann am Ende des Jahres zu Gunsten der Hilton in the Community Foundation versteigert.

Diejenigen, die den hinter dem Düssel-Bär steckenden Sinn jetzt verstanden haben, dürfen nun gern ein Foto von einer Begegnung mit dem kleinen Weltenbummler bei Facebook hochladen. Im Rahmen der Sommer-Aktion des Hilton Dusseldorf (bis Ende August) hat jeder die Chance auf eines von zehn Überraschungspakete. Wer den Düssel-Bär findet, kann ein Foto auch gern hier auf Narrare veröffentlichen. Schickt dazu einfach eine Mail an die im Impressum stehende Kontaktmail. Dazu bitte ein Hinweis, wie und wo die Begegnung mit dem Düssel-Bär stattgefunden hat.

Ein Schwarm, der Böses dabei denkt?

Vor kurzem habe ich erst einen Beitrag zum Thema Endstation Tunnelblick? geschrieben. Jetzt war ich auf dem ConventionCamp in Hannover und sah viele Thesen bestätigt.

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Ich bleibe dabei – Onliner leben in einer Cloud. Auch, wenn auf dem ConventionCamp – einer der wichtigsten Konferenzen zur digitalen Zukunft – die Netz-Szene auf Wirtschaft und Wissenschaft traf, sei hier mal in Frage gestellt, ob die Verständigung der Menschen untereinander immer zielführend war.

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In einer Zeit, in der wir uns mit täglichen Neuerungen selbst überholen, ist es auch kein Wunder. Immer mehr Menschen bilden sich ihre Meinungen aus Echtzeitinformationen, die ungeprüft durch das Netz strömen. Die Welt bauen sie sich aus einer zerfaserten Kommunikationskultur – theoretisch ist das aber gar nicht möglich.

Doch mittlerweile diskutieren wir darüber, ob es ausreicht. Wir mutmaßen sogar, dass soziale Netzwerke Revolutionen in Gang setzten. Das Panel „Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen“ etwa stellte die Frage in den Raum, inwieweit sich Menschen über das Internet heute wieder verstärkt mit politischen Themen beschäftigen. Prof. Dr. Helmut Scherer vom Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover relativierte die Macht der sozialen Netzwerke und stellte klar, dass es hierin lediglich um die Vernetzung, das Finden von Verbündeten und das Frust ablassen gehe – mehr nicht. Selbst der Veranstalter publizierte in einer Presseerklärung das Fazit: „Das Internet politisiert die Menschen nicht. Aber es erleichtert die Kommunikation für Proteste und unterwandert so die bisherigen Machtpositionen“.

Außerhalb der mit wenigen philosophischen Ansätzen in Bezug auf die Lebensveränderungen der Menschen angebotenen Sessions (Sitzungen), ließ das Camp sehr anschaulich erkennen, welcher Wettlauf um die Ideen von morgen mittlerweile stattfindet – selbst wenn sie noch so unsinnig sind. Denn: Ob die Menschheit all diese Ideen benötigt, wie viele Unternehmen mit ihren Ideen scheitern, welche Machtkämpfe um die Vorherrschaft im Netz längst toben – all dies konnte in der Kürze der Zeit nicht in Frage gestellt werden. Keinem der rund 1500 Teilnehmer des Camps war es möglich, auch nur annähernd alle Sessions zu besuchen – schon gar nicht Tiefgang in der Wahrnehmung zu erwarten.

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So bleibt für mich als Höhepunkt des Camps die Session mit Frank Schätzing unter dem Titel „Zukunftsgerüchte – Science Fiction oder Antizipation?“ als einzig wahrhaftige Interpretation der uns umtreibenden Wirrungen des Alltags in Erinnerung. In seinen beinahe philosophischen Betrachtungsweisen sprach er von dem Investigativen, das uns in der Wahrheitsfindung verloren geht. Er mahnte, dass wir mittlerweile weniger vertiefen, dafür aber mehr springen. Als Schriftsteller und Kommunikationswissenschaftler wies er zudem darauf hin, dass wir uns immer mehr dazu verleitet fühlen, auf Dinge zu reagieren, die möglicherweise Fehlinformationen enthalten. Mit diesen Thesen war er nicht allein.

Endstation Tunnelblick im World Wide Web?

vg wortDie Taktzahl im World Wide Web lässt kaum noch eine freie Minute zu. Auf allen Kanälen, die dem Menschen heute zur Verfügung stehen, werden Informationen verbreitet. Von jedem!

Das nervt, vor allem die Menschen, denen bewusst ist, dass unsere Rezeptionsfähigkeit begrenzt ist. Nicht umsonst sind viele mittlerweile von der Social Media Müdigkeit erfasst. Der Einfluss der sozialen Netzwerke auf den Menschen wird heiß diskutiert und immer mehr wird deutlich, dass es vor den sich überschlagenden Entwicklungen überhaupt keine Konzepte für eine derart inflationäre Flut an Informationen gab.

In der Cloud lebende Halbgötter
Gerade die Medien können ein Lied davon singen. Sie mussten sich in den letzten Jahren so einiges anhören: Identitätskrise, Zeitungssterben oder der Verlust der Informationshoheit sind nur einige Begriffe und Floskeln, die das weltweite Netz ausspuckt. Allen voran die in ihrer Cloud lebenden Halbgötter, die uns gern die neue Welt erklären, sich selbst jedoch meist in einer Schublade befinden. Doch durch ihre Brille ist die Zukunft längst ausgemacht. Die sogenannten Nerds pflegen eine neue Art der Kommunikation, zu der auch gehört, die Dinge in aller Öffentlichkeit beim Namen zu nennen. An dieser Stelle sei auf das im Ullstein Verlag erschienene Buch „Privat war gestern“ verwiesen, in dem sich die Rechtswissenschaftler und Medienanwälte Christian Schertz und Dominik Höch mit dem Verlust des Privaten und dem daraus entstehenden Schaden für die Gesellschaft mit ihren zivilisierten Werten auseinandersetzen.

Natürlich wird es immer mehr Nutzer des Internets geben und sich der digitale Wandeln nicht aufhalten lassen – schon allein deshalb, weil wir mit unseren Kindern in einer sich selbst überholenden Welt leben und sie darin sozialisiert werden. Dennoch sind eben 8 Millionen Menschen – „Inzwischen gehen mehr als 8 Millionen Menschen in Deutschland per Smartphone, Tabletcomputer oder elektronischem Lesegerät regelmäßig ins Netz“, Holger Schmidt (FAZ) – immer noch nicht die Mehrheit auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands bezogen. Und es muss auch nicht folgerichtig sein, dass die jungen Menschen sich ein ganzes Leben lang in einer digitalen Welt wohlfühlen. Vielleicht erklärt sich daraus, warum Medienunternehmen ihre Strategien auch nicht von heute auf morgen umstellen wollen. Sie tasten sich immer noch an neue Geschäftsmodelle heran und versuchen sich damit. Einfach so weitermachen wie in den letzten dreißig Jahren scheint ebenfalls eine Möglichkeit für Medienunternehmen zu sein.

Social Media Berater haben eigenes wirtschaftliches Interesse
Doch weit gefehlt, liest man beispielsweise Christian Jakubetz Thesen, ist gerade der Qualitätsjournalismus im Netz momentan zwar in einer Sackgasse, gibt es aber bereits Lösungsvorschläge. Leider gibt es nur Wenige, die neue Ansätze in der Gestalt umsetzen und das muss eine Ursache haben. Denn: Journalisten oder gar Kommunikationswissenschaftler sind in der Regel nicht dumm und wenn nicht immer nur Social Media- oder Unternehmensberater mit ihrem eigenen wirtschaftlichem Interesse über das sogenannte Netz mit seinen unendlichen Möglichkeiten sprechen würden und gerade den Unternehmen in ihren Seminaren meist das gleiche erzählen, hätten wir in der Art der digitalen Kommunikation vielleicht auch bereits zwei Schritte nach vorne gehen können. Denn zur Informationsüberflutung, die es schwer macht ungewollte Posts auszublenden, gesellen sich heute leider auch die zahlreichen Werbebotschaften mit der Mission: „Ich will dir erzählen wie toll ich bin“ oder „Ich habe etwas zu verkaufen“.

Doch jetzt, wo sich sogar der Erfinder des Internets, Tim Berners-Lee über die zahlreichen Unzulänglichkeiten des Netzes beklagt, sollte es ein gesamtgesellschaftliches Miteinander anstatt eines ständigen Belehrens geben. Ich mutmaße, dass wir ansonsten in der Endstation Tunnelblick verharren werden und den für die Menschheit zugänglichen Fortschritt des vergangenen Jahrzehnts verspielen. Demokratisch ist das weltweite Netz und der darin mögliche Austausch nur, wenn es allen zugänglich ist – dafür müssen sie aber zunächst die komplexe Technik und ihre Möglichkeiten verstehen. Dann sollten wir lernen tolerant miteinander umzugehen – damit würden sich anonyme Kommentare in Fäkaliensprache schon einmal ausschließen – und uns in dieser unendlichen Weite, in die jeder einen Einblick erhalten kann, respektvoll austauschen.