Reiseziel Floating Piers am Lago d’Iseo

Nicht nur Jesus konnte auf dem Wasser gehen. Bis zum 3. Juli noch können das auch die Touristen am Lago d’Iseo, einhundert Kilometer östlich von Mailand.

Hier haben der Verhüllungskünstler Christo und sein Team die Floating Piers geschaffen und 220.000 Polyethylen-Schwimmwürfel umhüllt aus gelben Stoff von den Gemeinde Sulzano und Peschiera Maraglio bis zur Insel Monte Isola auf dem Wasser verlegt. Sie reichen vom Wasser aus etwa 2,5 Kilometer in die Fußgängerzonen von Sulzano und Peschiera Maraglio hinein.

Lago d'Iseo
Fotos: Wolfgang Volz © 2016 Christo

„Diejenigen, die die schwimmenden Piers erleben dürfen, fühlen sich als würden sie auf dem Wasser gehen. Oder vielleicht auf dem Rücken eines Wals“, sagte Christo. „Das Licht wie auch das Wasser werden die leuchtend gelben Stoffe im Laufe des Aktionszeitraums zu Schattierungen von Rot bis Gold verwandeln.

Lago d'Iseo Lago d'Iseo

Erleben Sie Mauritius vier Tage lang ganz nah!

Die nächste #TravelLive Reisereportage führt vom 18. bis 21. Juni 2016 in den Indischen Ozean: Vier Tage lang wird Echtzeit-Reiseblogger Günter Exel wieder live aus Mauritius twittern, fotografieren, filmen und per Livestream berichten.

Nur ein paar der Highlights dieser Reise, die in Verbindung mit der Winterpräsentation der TUI Deutschland auf die subtropische Trauminsel östlich von Madagaskar führt: Naturwunder wie der Chamarel-Wasserfall und die „Siebenfarbige Erde“; der Norden der Insel mit der Hauptstadt Port Louis und dem Botanischen Garten Pamplemousse; eine kulinarische Entdeckung der Insel mit Zuckermuseum und Rum-Destillerie sowie eine Reise in die mauritianische Kolonialzeit, bei der Jahrhunderte alte Tee- und Zuckerrohrplantagen besucht werden.

MauritiusMauritius – der schöne Inselstaat im Indischen Ozean Foto: Flickr/Yoann Jezequel

Die Reise-Impressionen aus Mauritius sind in Echtzeit auf Twitter, auf der Website TravelLive sowie hier auf Narrare mitzuverfolgen. Darüber hinaus wird #MauritiusLive auf weiteren Reise-Websites und Blogs in Österreich und Deutschland übernommen.

 

Stockholm erneut Hauptstadt des ESC

Die schwedische Hauptstadt hat sich für den 61. Eurovision Song Contest (ESC) schick gemacht: Im Zentrum versprühen das Rathaus und die Einkaufsstraßen Glamour und am Norrmalmstorg zählt ein riesiger Lichtball (Foto) die Stunden bis zum Event.

Foto: Mattias Dahlqvist
Foto: Mattias Dahlqvist

Die geschmückte Götgatan verbindet die Arena Globen mit dem Eurovision-Village im Kungsträdgården, wo die Fans seit dem 6. Mai zu Ihrem Musik-Event zusammenkommen. Ein 81 Meter hoher Aussichtsturm bietet hier einen Rundumblick über die Stadt.

Stockholm überrascht mit innovativen Musikinstallationen. Rund um das ESC Village macht Loreens Gewinnerlied „Euphoria“ das Warten an der Ampel zum Vergnügen. Måns Zelmerlöw Lied „Heroes“ gibt anschließend das Zeichen zum Weitergehen. Einzigartig sind zudem die interaktiven „singenden Tunnel“, die sich an fünf Orten der Stadt befinden – und bis Jahresende bleiben werden. Die Installationen machen den Gang durch fünf Fußgängertunnel (Gullmarsplan Norra, Bredäng Centrum, Londonviadukten, unter dem Kirunaplan in Vällingby C und im Brunkebergstunneln) zum musikalischen Erlebnis. Am Eingang werden die Fußgänger aufgefordert, laut zu singen. Statt eines Echos entsteht dann eine gesampelte Stimme, die kombiniert mit anderen Stimmen ein Klangerlebnis eröffnet.

Auf dieser Bühne performen die 26 Teilnehmer morgen Abend ihren Eurovisions-Song. Die Show beginnt um 21 Uhr und wird durch die Weltpremiere des Songs Can’t Stop The Feeling von Justin Timberlake nochmals getoppt.

827. Hafengeburtstag mit Schiffstaufe

Schiffe vor der Elbphilharmonie sind zum Hafengeburtstag ein typisches Bild. Foto: Hamburg Messe
Schiffe vor der Elbphilharmonie sind zum Hafengeburtstag ein typisches Bild. Foto: Hamburg Messe

HAMBURG Der 827. Hafengeburtstag Hamburg wird in dieser Woche am Donnerstag, 5. Mai, um 15.30 Uhr an Bord des Museumsschiffs Rickmer Rickmers an den Landungsbrücken offiziell eröffnet. Dazu läutet der Erste Bürgermeister Olaf Scholz mit dem Botschafter der Republik Ungarn Dr. Peter Györkös um 16 Uhr die Schiffsglocke des Dreimasters – Ungarn ist in diesem Jahr Länderpartner des Hafenfestes.

Zu den Höhepunkten wird die Taufe der AIDAprima mit Leinwand-Star Emma Schweiger am Samstag, 7. Mai, zählen. Pünktlich um 22 Uhr wird mit einer Lichtinszenierung an Bord von AIDAprima die Taufzeremonie eingeleitet. Gegen 22:15 Uhr wird Emma Schweiger in Begleitung von Kapitän Detlef Harms das Schiff taufen. Anschließend verwandelt das AIDA Tauffeuerwerk den Nachthimmel über der Elbe in ein funkelndes Farbenmeer.

Neun Kreuzfahrtschiffe im Hafen
„Wir haben es hier mit einem Schiff einer völlig neuen Kreuzfahrtgeneration zu tun. Die AIDAprima wird eine Ikone für Hamburg werden, ganzjährig im Einsatz sein und ab sofort jeden Samstag aus dem Hafen auslaufen“, so Hansjörg Kunze, Vice President Communication & Sustainability AIDA Cruises. Während des Hafengeburtstags werden insgesamt neun Kreuzfahrtschiffe im Hafen sein, darunter die Europa, die Astor und die Albatros. Dazu verwies Hafenkapitän Jörg Pollmann (Hamburg Port Authority) auf die Begehbarkeit der Schiffe während der Feierlichkeiten: „Wir wollen nicht nur Schiffe zum Angucken haben, sondern auch zum Anfassen. Das ist uns wichtig. Deshalb wird in den Programmpunkten angezeigt, wann es möglich ist, an Bord zu gehen“.

Hafenkapitän Jörg Pollmann. Foto: Hamburg Messe und Congress / Romanus Fuhrmann
Hafenkapitän Jörg Pollmann. Foto: Hamburg Messe und Congress / Romanus Fuhrmann

Besucher können sich im Vorfeld über die einzelnen Programmpunkte auf der Website zum Hafengeburtstag informieren. Daneben gibt es alle Informationen im Taschenformat über die App zum 827. Hafengeburtstag Hamburg. Sie kann auch offline genutzt werden und ist im iTunes Store sowie bei Google Play verfügbar.

Die App zum 827. Hafengeburtstag Hamburg. Foto: Hamburg Messe
Die App zum 827. Hafengeburtstag Hamburg. Foto: Hamburg Messe

Ostseebad Binz: Gelungene Renaissance

Binz

Die typische Binzer Bäderarchitektur versprüht an der Ostsee einen herrschaftlichen mediterranen Charme. Foto: Kurverwaltung Binz, Clemens Klüver
Die typische Binzer Bäderarchitektur versprüht an der Ostsee einen herrschaftlichen mediterranen Charme. Foto: Kurverwaltung Binz, Clemens Klüver

BINZ Klaus Boy muss nicht viel überlegen, bevor er liebevoll über das Ostseebad Binz auf der Insel Rügen spricht. Im Binzer Ortsteil Prora war er Leiter des Hauses der Armee. Nach der Wende hat er sein eigenes Unternehmen aufgebaut, das von seiner Schwiegertochter Franziska geführt wird und mittlerweile an seinen Sohn übergeben wurde. Touristen, die mit den Boy’s durch Binz schlendern, können sich auf viele Anekdoten freuen. Für die Familie sind sie ebenfalls ein Stück Lebensgeschichte.

Das Ostseebad Binz ist das größte Seebad auf der Insel Rügen. Foto: Silke Liebig-Braunholz
Das Ostseebad Binz ist das größte Seebad auf der Insel Rügen. Foto: Silke Liebig-Braunholz

An diesem Morgen begrüßen der weißbärtige Gästeführer und seine Frau eine Gruppe von rund dreißig Touristen am Haus des Gastes. „Ich erzähle Ihnen heute einiges darüber, wie das einstige Dorf Binz zum Seebad wurde“, sagt er schmunzelnd und setzt sich mit seiner kleinen Männerhandtasche beschwingt in Bewegung. Wir folgen ihm als er erzählt, dass der Ort 1318 erstmals erwähnt wurde und der Baedeker Reiseführer Binz bereits im 18. Jahrhundert aufgrund seines feinen Sandstrandes als schönstes Bad bezeichnete. Warme und kalte Meerwasserbäder waren einst sehr beliebt in Binz. Das Wasser wurde aus dem Meer gepumpt und im Haus des Gastes zum Baden aufbereitet. Um diese Zeit sprach sich herum, dass der Ort ein Geheimtipp ist. 1825 begann der Bauboom – Hotels, Pensionen und die für den Ort so berühmte Bäderarchitektur entstanden. Die herrschaftlichen Villen an der Strandpromenade wurden mit einem preiswerten Kalkanstrich und den drei typischen Merkmalen für die Bäderarchitektur versehen: dem Kastenbau, dem Vorbau als Veranda oder Balkon und dem Türmchen obendrauf.

An der Seepromenade in Binz hat auch Henry Maske eine Eigentumswohnung. Foto: Kurverwaltung Binz, Björn Hänssler
An der Seepromenade hat auch Henry Maske eine Eigentumswohnung. Foto: Kurverwaltung Binz, Björn Hänssler

Heute stehen die Häuser unter Denkmalschutz und wurden seit der Wendezeit in liebevoller Detailarbeit und mit einem großen Investitionsvolumen überwiegend von den Besitzern saniert. Es ist wohl der besondere Stilmix aus Klassizismus, Neobarock und Jugendstil, der Binz mit seinen Feriendomizilen und Logierhäuser zu einer derart begehrten Urlaubsdestination werden ließ. Seit 2005 ist die Anzahl der Übernachtungen von knapp zwei Millionen Gästen auf rund 2,5 Millionen Gäste angestiegen. Die Gästeankünfte – auch ohne Übernachtungen – lagen 2005 noch bei rund 350.000 und im vergangenen Jahr bei rund 450.000. Auch mit der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer der Touristen kann das Ostseebad zufrieden sein. Sie liegt mit 5,5 Tagen bei einem guten bundesdeutschen Schnitt in derartigen Tourismusregionen.

Klaus Boy erzählt gern auch von den vielen gastronomischen Betrieben im Seebad, das 5.491 Einwohner mit Hauptwohnsitz und 447 Einwohner mit Zweitwohnsitz hat. Dagegen zählt die Statistik knapp neunzig Restaurants, Bars und Cafés sowie rund 15.000 Gästebetten für den Ort und unser Gästeführer erzählt auch hierzu ihm bekannte Anekdoten. Beispiel: Wilhelm Klünder. „Er gilt als der Erfinder des Seebades“, sagt Boy. Mit ihm sei das erste Hotel am Meer entstanden. „Vorher hatte sich niemand zugetraut, so weit an das Meer heranzugehen. Die Menschen hatten noch Respekt davor“, erzählt unser Gästeführer. Doch mit Wilhelm Klünder brach eine neue Zeit an und dort wo er sein Hotel 1883 errichtete, steht heute das Grand Hotel, das von Hotel Arkona Dr. Hutter e.K. betrieben wird.

Die Möwe ist an dem etwa fünf Kilometer langen und rund 50  Meter breiten Strand von Binz zuhause. Foto: Silke Liebig-Braunholz
Möwen sind an dem etwa fünf Kilometer langen und rund 50 Meter breiten Strand von Binz zuhause. Foto: Silke Liebig-Braunholz

Ganz in der Nähe des Grand Hotels kehren die Gäste beispielsweise auch gern bei Toni Münsterteicher ein. In seiner Strandhalle wird alles mit Liebe zubereitet, weshalb es das Fischerrezept „Lothars Leibgericht“ sogar zum Favoriten in den Bewertungsportalen gebracht hat. „Wir machen hier Dinge, die in der Gastronomie nur noch selten zu finden sind“, sagt der passionierte Gastwirt und ergänzt das ohnehin breit gefächerte kulinarische Angebot, das neben dem Sternerestaurant freustil über das erste Bio-Restaurant der Insel meerSalz bis zu dem gediegenen Kurhaus-Restaurant reicht. Binz steht genauso für die traditionelle Fischräucherei wie für die gehobene Küche und bietet ein breites kulinarisches Spektrum für Genießer.

Damit knüpft der Ort an Vorkriegszeiten an, als etwa Prominente wie der Ufa-Star Willy Fritsch sowie Großindustrielle der damaligen Zeit die Vorzüge dieses Ortes entdeckten und hier glanzvolle Feste im Kurhaus feierten, das Berliner Bankiers einst erbauen ließen. Weniger glanzvoll war die Zeit der „Aktion Rose„, in der Hotels- und Restaurantbesitzer enteignet wurden. „Auch die Villa der Witwe von Wilhelm Klünder wurde damals enteignet“, erzählt Klaus Boy. Heute leben dort Klünders Nachfahren, wenn auch nicht aus erster Linie. Michael Gronegger ist der Sohn einer Cousine der bereits verstorbenen Tochter von Alwine Klünder, der Witwe des Seebad Begründers. Seit 2002 lebt er mit seiner Frau Ingeborg in der Villa Klünder direkt im Turm mit Blick auf das Meer. In seinem Keller hat er wieder einen Weinkeller – genauso wie in Bayern, wo er bis zum Umzug in einem Wasserschloss lebte. Vor ihrer Zeit als Pensionsvermieter waren die Groneggers Banker. „Viele unserer Freunde haben uns für verrückt erklärt als wir sagten, dass wir nach Binz umziehen und die Villa sanieren“, erzählt Michael Gronegger. Bereut hat er es nicht und sich mit seiner neuen Aufgabe arrangiert, die 13 Wohnungen in der Villa in Schuss zu halten. „Als wir kalkuliert haben, sind wir von weniger Belegung ausgegangen als wir heute haben. Das Konzept ist damit aufgegangen. Wir müssen nicht einmal Werbung dafür machen“, erzählt er.

Die Klünders in ihrem Keller, in dem sie auch einen Bernstein beherbergen, der typisch ist für diese Ostseeregion und den sie für rund 6.000 Euro ersteigert haben. Foto: Silke Liebig-Braunholz
Die Klünders in ihrem Keller, in dem sie auch einen Bernstein beherbergen, der typisch ist für diese Ostseeregion und den sie für rund 6.000 Euro ersteigert haben. Foto: Silke Liebig-Braunholz

Die Informationen über die meisten Villen und ihre wechselvolle Geschichte erhalten die Besucher auf einer Tafel, wie sie auch vor der Villa Klünder steht. Seit 2013 gibt es zudem an vielen Häusern auch einen QR-Code, der den Gästen einen digitalen Villenrundgang mit dem Smartphone erlaubt. Auf der hinterlegten Website finden sie die Fakten zu den Villen wie etwa Baujahr, Vorbesitzer, Geschichte nach 1990 sowie kleine Anekdoten und historische Abbildungen. Diese und andere Geschichten, Veranstaltungen und Führungen finden jedes Jahr im September ihren Höhepunkt im Monat der Bäderarchitektur. Hier erzählen auch die Groneggers ihre Anekdoten.

Einfach den QR-Code mit dem Smartphone scannen und anschließend die bewegte Geschichte des Hauses Klünder nachlesen. Für die junge Generation Tourist ist dies eine coole Abwechslung. Foto: Silke Liebig-Braunholz
Einfach den QR-Code mit dem Smartphone scannen und anschließend die bewegte Geschichte des Hauses Klünder nachlesen. Für die junge Generation „Tourist“ ist dies eine coole Abwechslung. Foto: Silke Liebig-Braunholz

Die Recherche wurde unterstützt durch die freundliche Organisation der Kurverwaltung Binz und ihrer Partnerbetriebe.