Der Göteborger Schärengarten zählt mit seinen rund 2.000 Inseln zu den eindrucksvollsten Küstenlandschaften Europas.

Entlang der schwedischen Westküste liegen rund 14.000 Inseln, davon etwa 2.000 direkt vor Göteborg. Der Schärengarten ist bequem mit öffentlichen Fähren und dem regulären Nahverkehrsticket erreichbar und eignet sich für Tagesausflüge ebenso wie für längere Aufenthalte. Fast alle Inseln sind autofrei, viele ganzjährig bewohnt. Zehn Beispiele:

Göteborg

Vrångö ist die südlichste Insel des Göteborger Schärengartens. Das bekannteste Wahrzeichen ist der Lotsenausguck. Foto: Bildbyrån/Göteborg & Co Carl Sandin

Göteborger Schärengarten

Die Insel Vinga im Schärengarten ist bekannt für ihren Leuchtturm. Foto: Steampipe Production Studio AB/ Göteborg & Co

Vrångö ist vor allem für eine naturnahe Landschaft und feine Sandstrände bekannt. Mehrere Badeplätze machen Vrångö für viele zur besten Badeinsel des Schärengartens. Die Siedlung zieht sich wie ein Band über die Insel, während die nördlichen und südlichen Bereiche als geschützte Naturreservate ausgewiesen sind. Rund 350 Menschen leben auf der Insel.

Styrsö liegt im Herzen des südlichen Schärengartens und zählt rund 1.400 Einwohner. Die Insel bietet Geschäfte, Cafés, Restaurants und Pensionen sowie zahlreiche Badeplätze – von Sandstränden über Badestege bis zu glatt geschliffenen Granitfelsen. Styrsö besteht aus vier kleinen Dörfern, die jeweils ihren eigenen Charakter haben: vom historischen Dorf Byn über die frühere Fischersiedlung Tången bis hin zum badeortähnlichen Bratten.

Brännö ist eine lebendige Insel im südlichen Schärengarten mit rund 900 ganzjährigen Bewohnern. Bekannt ist sie für ihre traditionellen Sommertänze, ihre starke maritime Prägung und die charmanten Holzhäuser entlang schmaler Wege. Vom ehemaligen Lotsenausguck eröffnen sich weite Blicke auf Vinga und die Hafeneinfahrt von Göteborg. Bademöglichkeiten gibt es viele: von kinderfreundlichen Stränden in Ramsdal bis zur sandigen Gröna Vik mit Badestegen. Über eine kleine Brücke ist Brännö mit Galterö verbunden, einem naturbelassenen Gebiet mit reicher Vogelwelt, beliebt bei Kajakfahrern und mit weidenden Schafen im Sommer.

Donsö ist eine Insel im südlichen Schärengarten, auf der Fischerei und Schifffahrt bis heute eine zentrale Rolle spielen. Rund 1.500 Menschen leben hier ganzjährig. Die Insel bietet schöne Spazierwege, einladende Badeplätze und abwechslungsreiche Küstenlandschaften im Norden wie im Süden. Besucher finden Cafés, Geschäfte, eine Bäckerei, eine Räucherei sowie ein Hotel und Restaurants mit frischem, lokal gefangenem Fisch. Über eine kurze Brücke ist Donsö mit dem benachbarten Styrsö verbunden – ideal, um zwei Inseln an einem Tag zu entdecken.

Vinga markiert Göteborgs westlichsten Punkt und ist der Kindheitsort des schwedischen Musikers und Dichters Evert Taube. Die Insel eignet sich ideal für einen Tagesausflug, gehört jedoch nicht zum regulären öffentlichen Nahverkehr. Erreichbar ist sie per Ausflugsboot ab Hönö oder im Sommer auch direkt vom Stadtzentrum mit Strömma.

Fotö ist ein stilles Juwel im Göteborger Schärengarten mit rund 600 ganzjährigen Einwohnern. Die Insel eignet sich hervorragend für aktive Erkundungen entlang des Schärengarten-Wanderwegs und bietet schöne Badeplätze sowie Sprungfelsen. Im Sommer konzentriert sich das Inselleben rund um den Gästehafen, während Saunaerlebnisse und die Nähe zu Hönö Fotö auch außerhalb der Saison attraktiv machen.

Hönö ist bekannt für seinen lebhaften Yachthafen mit Restaurants, Cafés und zahlreichen Aktivitäten wie Kajakfahren oder Tauchen. Das maritime Erbe lässt sich im Fischereimuseum in Hönö Klåva entdecken. Die Küste ist geprägt von glatten Granitfelsen und Wanderwegen, besonders im Naturschutzgebiet Ersdalen und entlang der Südwestküste. Badeplätze reichen von gut ausgestatteten Stegen nahe des Hafens bis zu ruhigeren Buchten wie Jungfruviken oder Halse Långe.

Källö-Knippla zählt rund 300 Einwohner und besitzt einige der authentischsten historischen Gebäude der Region. Die Insel liegt an der Hauptschifffahrtsroute zwischen Göteborg und Marstrand. Der Gästehafen ist wegen der unberührten Umgebung besonders beliebt. Restaurants, ein Supermarkt, ein Fischwagen und ein Hostel mit Café sind vorhanden.

Zwischen Tjörn und Marstrand gelegen, ist Åstol eine kleine, autofreie Insel mit rund 200 Einwohnern. Weiße Holzhäuser schmiegen sich dicht an dramatische, vom Meer geformte Felsen. Erreichbar ist Åstol per Fähre von Rönnäng und ideal für einen Tagesausflug. Cafés, Terrassen, eine Galerie und kleine Läden prägen das entspannte Inselbild.

An der westlichen Spitze Schwedens liegt Marstrand, eines der bekanntesten Seebäder des Landes. Autofreie Gassen, ein lebendiger Hafen und die imposante Carlstens-Festung prägen das Bild. Die kurze Fährüberfahrt führt auf eine Insel mit Meerblick in alle Richtungen. Im Juli wird Marstrand zum Zentrum internationaler Segelregatten, doch auch außerhalb der Saison bietet die Insel Restaurants, Küstenwanderungen und Badeplätze.

Über Göteborg

Die 600.000-Einwohner-Stadt an der Westküste Schwedens liegt direkt am Meer. Im Zentrum erwartet Besucher nicht nur eine ausgeprägte Kunst- und Kulturszene, erstklassige Restaurants und eine faszinierende Geschichte. Naturnahe Erlebnisse sind auch in Göteborg selbst nie weit entfernt: Rad- und Wanderwege führen durch die Stadt, zahlreiche Kanu- und Kajak-Verleihstationen ermöglichen eine Entdeckung auf den Kanälen und Wasserwegen, Parks und Gärten sind Orte zum Verweilen und Zusammensein. Die sehr gute Bahnanbindung, Restaurants mit Ökosiegel, 95 Prozent umweltzertifizierte Hotels, die Nutzung von erneuerbaren Energien im Nahverkehr sowie eine Vielzahl an nachhaltigen Erlebnissen machen Göteborg zu einer der nachhaltigsten Städte der Welt.

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