Dehoga schlägt wegen Coronavirus Alarm

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus trifft die Hotellerie und das Gastgewerbe besonders hart. „Messen und Großveranstaltungen werden abgesagt und internationale Gäste bleiben aus. Immer mehr Betriebe berichten deshalb von Stornierungen“, erklärte Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA). „Die Entwicklungen verfolgen wir mit größter Sorge“, sagte er gegenüber der Presse. Die Auswirkungen des Coronavirus drohten laut Zöllick die erfolgreiche Entwicklung des Deutschlandtourismus auszubremsen.

Coronavirus
Foto: Flickr/lestudio1

„Vor wenigen Tagen lagen uns bereits von einzelnen Hotels insbesondere an Messestandorten Informationen über erhebliche Stornierungen vor. Die Situation hat sich leider noch deutlich verschärft“, so Zöllick. „Insbesondere die Absagen von internationalen Messen in Städten wie Frankfurt am Main, Düsseldorf und Berlin führen zu fatalen Kettenreaktionen.“ Unter den negativen wirtschaftlichen Folgen litten nicht nur die Hotels, sondern auch Eventcaterer und Restaurants.

Seriös ließe sich der Schaden noch nicht beziffern. „Erste Rückmeldungen aus den Betrieben zeigen allerdings, dass diese Einbußen im hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich zu verkraften haben“, so der DEHOGA-Präsident. Für eine fundierte Einschätzung der Lage werde der Verband nun eine Erhebung starten.

Berlin im Farbenmeer

Der weltweite Andrang zum diesjährigen Festival of Lights in Berlin war so groß, dass am ersten Festivaltag die Internetseite des Festivals kurzzeitig nicht erreichbar war. Insgesamt verzeichnete die Festival-Homepage im Oktober über 4,4 Millionen Seitenaufrufe. Vom 10. bis 21. Oktober erhellten mehr als 80 Lichtinstallationen die Hauptstadt. Die Besucherzahlen übertrafen die Erwartungen der Organisatoren.

Berlin
Das Brandenburger Tor Foto: Silke Liebig-Braunholz

“Die internationale Resonanz in diesem Jahr war überwältigend”, zieht Festivalveranstalterin Birgit Zander eine erste Bilanz. Von den rund 1,5 Millionen Festivalbesuchern kamen in diesem Jahr über eine halbe Million aus Deutschland und der ganzen Welt. Seine stark gewachsene Internationalität zeigte das 7. Festival of Lights bereits mit den über 20 zum Teil international tätigen Künstlern. Das Festival 2011 konnte viele Neuzugänge unter den illuminierten Objekten verzeichnen, unter anderem über 25 Gebäude entlang des Kurfürstendamms, die Siemensstadt mit sechs Gebäuden, die Humboldt-Universität, das Tempodrom oder die Tempelhofer Freiheit.

Der Termin für das nächste Jahr steht bereits fest: Das 8. Festival of Light findet vom 10. bis 21. Oktober 2012 statt.

Über das Festival:
Das Festival of Lights ist eines der großen Illuminationsfestivals der Welt. Jedes Jahr im Oktober werden zwölf Tage lang die weltweit bekannten Wahrzeichen und Monumente Berlins spektakulär in Szene gesetzt. Begleitet wird das Festival von zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Licht. Das Festival ist ein eintrittsfreies, künstlerisch hochwertiges Event für ein Millionenpublikum, das weltweite Medienbegleitung schafft und somit echte Nachhaltigkeit fördert. Die rein privat-wirtschaftliche Initiative wird durch zahlreiche Kooperationen und Partner möglich gemacht.

Berlin
Unter den Linden Foto: Festival of Lights

Kölner Dom ist der Deutschen Liebling

Der Kölner Dom bleibt die Nummer Eins der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland – so das Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) und des Städteportals meinestadt.de unter 1.600 Internetnutzern. Bereits im vierten Jahr in Folge wählten die Umfrageteilnehmer auf die offene Frage „Was ist Ihre persönliche Lieblingssehenswürdigkeit in Deutschland?“ den gotischen Dom am Rhein auf Platz 1.

Kölner Dom
Der berühmte Kölner Dom in der Nachtansicht. Foto: Jim McDonald / DZT

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Kölner Wahrzeichen in der Gunst der Deutschen sogar noch gestiegen: In 2009 schaffte es der Kölner Dom mit 8 Prozent der Stimmen auf Platz 1, in diesem Jahr gelangte das Wahrzeichen mit 15 Prozent wieder an die Spitze. Von Platz 3 auf Platz 2 verbesserte sich die Dresdner Frauenkirche mit 7,1 Prozent, das Brandenburger Tor sank mit 6,6 Prozent um einen Rang auf Platz 3. Auf Platz 4 und 5 im Ranking folgen Schloss Neuschwanstein und der Dresdner Zwinger.

Sehenswürdigkeiten stehen bei den Deutschen allgemein hoch im Kurs: 82 Prozent der Umfrageteilnehmer bekundeten großes Interesse an touristischen und kulturellen Attraktionen. Dabei assoziieren sie vor allem historische Denkmäler (41 Prozent), imposante Schlösser (14 Prozent) sowie Burgen und Kirchen (13 Prozent). 90 Prozent der Befragten haben ihre Lieblingsattraktion bereits einmal besucht.

Die Top 15 der beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten 2010:

1. Kölner Dom
2. Frauenkirche (Dresden)
3. Brandenburger Tor (Berlin)
4. Schloss Neuschwanstein (Schwangau)
5. Dresdner Zwinger
6. Hamburger Hafen
7. Schwebebahn (Wuppertal)
8. Berliner Fernsehturm / Völkerschlachtdenkmal (Leipzig)
9. Reichstag (Berlin)
10. Heidelberger Schloss
11. Porta Nigra (Trier)
12. Wartburg (Eisenach)/ Zeche Zollverein (Essen)
13. Ulmer Münster
14. Holstentor (Lübeck)/Schweriner Schloss/ Residenz Würzburg
15. Herkules (Kassel)