René Redzepis Noma erobert Sydney

Found a new ingredient in Australia

Ein von Rene Redzepi (@reneredzepinoma) gepostetes Foto am

SYDNEY Gestern Abend hat das Restaurant Noma Australia in Barangaroo (Sydney) für zehn Wochen seine Türen geöffnet. Bis zum 2. April bewirtet das Team um René Redzepi im australischen Pendant zum dänischen Noma seine Gäste mit Gerichten aus landestypischen Zutaten und Erzeugnissen, mit einem starken Fokus auf Meerestiere und Seafood. Die C, D, E, F …-Promis aus dem diesjährigen Dschungelcamp (RTL) werden allerdings nicht vom Noma Australia verwöhnt.

Der Chefkoch des Noma in Kopenhagen und sein Team verbrachten zwölf Monate damit, jede Ecke Australiens, alle Staaten und Territorien, zu bereisen, um lokale Zutaten, Weine und Zubereitungsmethoden der Australier zu entdecken: „Während der Reise habe ich Zutaten kennen gelernt, die mir bis dahin komplett fremd waren. Nach Abalonen stöbern, frische Muntries essen, an Pfefferbeeren knabbern und eine Bunya-Nuss knacken – diese Erfahrungen sind so anders im Vergleich zu dem, was wir aus Europa gewohnt sind. Die gemeinsame Zeit mit den Ureinwohnern Australiens, wie zum Beispiel in Arnhem Land, hat bei meinem Team und mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Zubereitung sämtlicher Gerichte am offenen Feuer hat uns inspiriert. Fast alles, was wir im Noma Australia kochen, wird daher genauso zubereitet. Wir haben eine Speisekarte kreiert, die stark vom Ozean und den Küstenregionen inspiriert ist. Muscheln, Krabben, Krebse – die Meeresfrüchte in Australien sind so makellos, dass wir fast zu viel Auswahl hatten“, erklärt Redzepi, der seit Jahren zu den besten Köchen der Welt gehört.

Das Noma schließt zur Olympiade 2012

Noma,  Denmark Das Noma wird renoviert – Redzipi kocht in London Foto: Flickr

LONDON/KOPENHAGEN René Redzipi kocht mit seinem preisgekrönten Team (seit 2010 drei Mal bestes Restaurant der Welt) während der Olympischen Spiele in London. In der Zeit vom 28. Juli bis zum 6. August wird der Zwei-Sterne-Koch im Fünf-Sterne-Luxus-Hotel Claridge’s im Londoner Stadtteil Mayfair am Herd stehen. Das Noma in Kopenhagen wird in dieser Zeit renoviert und ist vom 20. Juli bis zum 15. August geschlossen.

Es ist das erste Mal, dass die gesamte Mannschaft im Ausland arbeitet. „Wir freuen uns alle sehr auf dieses kulinarische Abenteuer“, sagt Redzipi. Das Fünf-Gänge-Menü wird 195 Pfund kosten. Redzipi wird an allen zehn Tagen des Projektes „A Taste of Noma at Claridge’s“ selbst in der Küche zu erleben sein.

Europa dominiert unter den weltbesten Restaurants

The World's 50 best Restaurants sponsored by S.PellegrinovgwortElena Arzak Espina ist die beste Köchin der Welt. Hier mit ihrem Vater Juan Mari
Fotos (3): Flickr/The World’s 50 best Restaurants sponsored by S.Pellegrino

LONDON Gestern Abend wurden die diesjährigen The World’s 50 Best Restaurant Awards in der Londoner Guildhall vergeben. Auch 2012 wird die Liste von Europa dominiert: Von den 7 französischen Restaurants befinden sich 5 unter den ersten 20. Spanien hat 5 Ranglistenplätze inne, einschließlich dem von Elena Arzak auf Platz 8. Arzak wurde gleichzeitig mit dem Veuve Clicquot World’s Best Female Chef Award ausgezeichnet.

Das Noma (Kopenhagen) gewann zum dritten Mal in Folge den Titel des besten Restaurants der Welt. Italien ist unter anderem auf Platz 5 mit der Osteria Francescana in Modena vertreten, die britische Fraktion mit Heston Blumenthals Dinner in London auf Platz 9 und die Schweden mit Frantzén/Lindeberg in Stockholm auf Platz 20. Das Oud Sluis (Niederlande) landete auf Platz 21. Aus Deutschland belegen das Aqua in Wolfsburg Platz 22 und das Vendome in Bergisch Gladbach Platz 23.

The World's 50 best Restaurants sponsored by S.Pellegrino
Sergio Herman (Oud Sluis) durfte sich über Platz 21 freuen

Neu war in diesem Jahr der Slow Food UK Award, gesponsert von Highland Park Single Malt Whiskey. Der Preis, mit dem Köche und Restaurants ausgezeichnet werden, die Kleinerzeuger und nachhaltige Qualitätsprodukte unterstützen, wurde an das Steirereck verliehen. „Eine speziell einberufene Jury bewertete die 50 besten Restaurants anhand der Grundsätze der Slow Food-Bewegung – regionale Herkunft, Tradition, Nachhaltigkeit und Wiederbelebung vergessener Nahrungsmittel – und Heinz Reitbauers (Foto) Steirereck in Wien lag letzten Endes an der Spitze.

Heinz Reitbauer, Steirereck

Das Restaurant befindet sich im zentral gelegenen Wiener Stadtpark und das dortige Engagement für regionale Erzeugnisse ist ebenso bemerkenswert wie die Verwendung historischer Zutaten und Rezepte sowie die Förderung der Nachhaltigkeit entlang der gesamten Nahrungskette“, fasste William Drew, Herausgeber der Zeitschrift Restaurant die Entscheidung zusammen.

Dieser Preis beweist einmal mehr, wie weit der Slow Food-Gedanke mittlerweile in der Gastronomie mit Weltklasse-Niveau angekommen ist. Es ist die logische Konsequenz aus dem simplen Verlangen nach Nachhaltigkeit, die das Denken der Slow-Foodies umtreibt.

Henne Kirkeby Kro gewinnt Gourmettitel

Henne Kirkeby Kro ist Nordeuropas Restaurant des Jahres 2011. Der traditionsreiche dänische Gasthof bei Henne Strand an der Nordsee gilt seit Generationen als eine der besten Adressen für gutes Essen an der dänischen Westküste.

Henne Kirkeby Kro Foto: Flickr/hunbille
Foto: Flickr/hunbille

Nach umfassender Renovierung und unter neuer Leitung mit dem gastronomischen Ideengeber Allan Poulsen an der Spitze erlebt das Landgasthaus seit 2010 eine Renaissance. Henne Kirkeby Kro hat derzeit Winterpause und öffnet wieder am 1. April dieses Jahres. Dann als Preisträger des Nordic Prize 2011. Der Nordic Prize kürt seit 2009 das beste Restaurant der fünf Nordischen Länder. Im ersten Jahr der Preisvergabe wurde mit dem Kopenhagener Restaurant Noma bereits ein dänisches Spitzenrestaurant ausgezeichnet. Gewinner des Nordic Prize 2010 war Mathias Dahlgrens schwedisches Restaurant Matsalen. Bewertet werden nicht nur das Essen und der Service der Restaurants, sondern auch dessen Gesamterscheinungsbild.

Wondercool ist gleich Copenhagen Cooking

Copenhagen Cooking heißt das nächste kulinarische Festival des Nordens. Eine Steinbeißer-Safari oder das Mitternachtsmuscheln sind nur zwei der Programmpunkte, die dieses Event mit dem Fokus auf Nordisches Essen und Maritimes zu bieten hat.

Copenhagen Cooking - Grand Opening - 011Grand Opening beim Copenhagen Cooking Foto: Flickr/Janus Kohl Andersen

Das Event steht im Zeichen von Kopenhagens Kulturmonat Wondercool, der über den gesamten Februar stattfindet. Die Gäste dürfen sich auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Musik, Lebensmittel, Mode, Architektur und der Kunst freuen. Hinter dem Festival stehen einige der stärksten kulturellen Organisationen und Veranstaltungen Dänemarks. Dazu zählen etwa das Copenhagen Jazz Festival, Art Festival, Fashion Festival, Dansk Design Center, Dansk Arkitektur Center oder das Musik-Festival. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit einer Reihe von gastronomischen Akteuren präsentiert. Ziel ist es, das pralle Leben und die kulturelle Energie der dänischen Hauptstadt zu zeigen.