Steinheuer bekennt sich zu seinen Wurzeln

„Kulinarische Dinge zusammenbringen, die füreinander geschaffen sind“, nach dieser Philosophie lebt und arbeitet Hans Stefan Steinheuer, dessen Restaurant seit 1999 mit zwei Sternen ausgezeichnet ist. Seine heimatlichen Wurzeln und Familie sind dem gebürtigen Ahrtaler sehr wichtig, nicht zuletzt seit er 1985 den elterlichen Betrieb übernahm und das Steinheuers Restaurant „Zur Alten Post“ in Heppingen zu einem der besten Restaurants Deutschlands etablierte. Er ist Teil der Geschichte des deutschen Küchenwunders. Die klassische Hochküche hat er seit den achtziger Jahren von der Provinz aus mit erneuert.

The Fontenay
Buchtipp: Steinheuer – Unsere Wurzeln

In seinem neuen Buch, das im Tre Torri Verlag erschienen ist, präsentiert Steinheuer eine regional geprägte Spitzenküche von heute. Knapp 60 Rezepte machen die vielfältige Verwurzelung Steinheuers auf den Tellern sichtbar. Da treffen Heppinger Gurken auf Burrata und Zitrone, Taube mit Sellerie auf schwarzen Knoblauch oder Gänsestopfleber auf Kaffee und Milch. Die französische Spitzenküche und die bedingungslose Liebe zum Produkt prägen Steinheuers Stil. Gleichzeitig schwingt heute der Einfluss von Schwiegersohn Christian Binder, seit 2015 Küchenchef der „Alten Post“, in vielen Gerichten, Zubereitungen und Zutaten mit.

Steinheuer – Unsere Wurzeln
Hans Stefan Steinheuer mit Christian Binder
240 Seiten | zahlr. Farbfotos 28,0 x 29,0 cm | Hardcover
€ 49,90 (D) | € 51,30 (A)
ISBN: 978-3-96033-029-5

The Fontenay: Hamburgs neues Luxushotel

Mich begeistert die architektonische Leistung, mit der The Fontenay in die Parklandschaft des Alsterufers integriert wurde. Beinahe wirkt es wie ein Hügel, der majestätisch residiert. Am Osterwochenende konnte ich einen ersten Blick in das Haus werfen, das ein zeitgemäßes, kosmopolitisches und herzliches Gasterlebnis bietet. „Mit meiner Heimatstadt Hamburg fühle ich mich eng verbunden und möchte mit diesem Solitär dazu beitragen, die Attraktivität der Hansestadt noch zu steigern“, sagt Initiator und Eigentümer Klaus-Michael Kühne. Das ist ihm bereits wenige Wochen nach der Eröffnung gelungen.

The Fontenay
Blick in die Lobby mit einzelnen Rezeptionstischen, dahinter der begrünte Innenhof Foto: The Fontenay Hamburg
The Fontenay
Ein Zimmer der Kategorie „Deluxe“ Foto: The Fontenay Hamburg
Cornelius Speinle
Nach der offiziellen Eröffnung des The Fontenay am 19. März präsentiert sich nun auch das Gourmet-Restaurant Lakeside in der siebten Etage des Hotels. Hier über den Dächern der Hansestadt kocht der 31-jährige Schweizer Cornelius Speinle Foto: The Fontenay Hamburg

Genussmensch Depardieu im Comicformat

Der französische Comiczeichner und Filmemacher Mathieu Sapin hat den bekennenden Genussmenschen und Liebhaber kulinarischer Spezialitäten Depardieu über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet und beobachtet – unter anderem auch bei Aufzeichnungen zu seiner ARTE-Food-Show „Schlemmen mit Gérard Depardieu“, für die er insgesamt sieben europäische Länder bereiste. Französische und internationale Küche, die Begeisterung für Winzerei und gute Weine, die unter anderem auch bei der Lufthansa (Narrare berichtete) ausgeschenkt werden und das Interesse an anderen Kulturen sind immer wieder Thema. Mathieu Sapins gezeichnete Reportage kommt ganz nah und konfrontativ an die oft widersprüchliche Person Depardieu ran – der Leser i(s)st quasi zu Tisch mit Depardieu und muss sich dabei seine eigene Meinung bilden.
Depardieu

Die Idee zu dem Buch hat mich inspiriert, es hier vorzustellen. Die Öffentlichkeit kennt den Genussmenschen Depardieu auch aus seinen exzessiven Momenten, weshalb einige Details in diesem Buch nicht verwundern und diese Rezension im Nachrichtenmagazin Spiegel treffend ist. Seine Fans können das Buch hier erwerben.

Wissenschaftler der FH Münster entwickeln „Friedensteller“ für den Katholikentag

The Fontenay
Dies ist eines der Friedensteller-Gerichte, das beim Katholikentag in Münster an die Helfer ausgegeben wird. Fotos (2): FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management

Vom 9. bis zum 13. Mai wird Münster, die Stadt des Westfälischen Friedens, Ziel für Zehntausende Gläubige aus ganz Deutschland und dem Ausland sein. Unter dem Leitthema „Suche Frieden“ möchten die Organisatoren des Katholikentags darauf aufmerksam machen, dass jeder Einzelne mit seinem Verhalten Einfluss auf Frieden und eine gerechtere Welt nehmen kann. „Was und wie Menschen essen, gehört unbedingt dazu. Jeder kann mit seiner täglichen Ernährung etwas für mehr Gerechtigkeit und den Erhalt der Schöpfung tun, vor der Haustür und global“, betont Prof. Dr. Petra Teitscheid von der FH Münster. So sei etwa der steigende Konsum tierischer Produkte mit dafür verantwortlich, dass Millionen Menschen die Ernährungsgrundlage entzogen werde, weil Ackerflächen auf anderen Kontinenten zunehmend für den Anbau von Futtermitteln statt für die Versorgung der heimischen Bevölkerung genutzt werden. Die Wissenschaftlerin vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) hat das Projekt „Friedensteller – Die Welt ist, wie du isst“ initiiert.

Die Oeotrophologin Fara Flügge, der Lebensmitteltechnologe Albrecht Fleischer und die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Teitscheid (v. l.) von der FH Münster arbeiten im Projekt Friedensteller zusammen.

Elphi feiert Geburtstag

Morgen wird die Elbphilharmonie ein Jahr alt und liefert eine beeindruckende Erfolgsbilanz ab: Rund 850.000 Gäste besuchten mehr als 600 Konzerte, etwa 70.000 Personen nahmen an Konzerthausführungen teil und mehr als 4,5 Millionen Menschen genossen den Panoramablick von der öffentlich zugänglichen Plaza. Neben den Konzertreihen des NDR Elbphilharmonie Orchesters, des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und des Ensemble Resonanz gastierten rund 70 Orchester in der Elbphilharmonie, darunter viele der besten Orchester unserer Zeit. Rund 130 Ensembles, Bands und Chöre sorgten für ein breit aufgestelltes Konzertangebot. Und dennoch waren es die Fensterputzer der Elbphilharmonie, die das Geburtstagsständchen einstudiert und etwa 100 Meter über der Elbe dargeboten haben.

Mein persönliches Highlight in der in Hamburg liebevoll genannten Elphi war im vergangenen Jahr der Besuch der New York Stories. Einen Abendspaziergang mit Ausblick ist daneben immer wieder auch die Plaza in 37 Meter Höhe wert. Zudem ist es mittlerweile üblich, sich in einem der Restaurants zum Lunch zu treffen oder in einem der Tagungs- und Veranstaltungsräume des im Gebäude ebenfalls vorhandenen Hotels zu einem Event eingeladen zu werden. Die Elphi macht Spaß und ist neben dem Michel mittlerweile wahrlich zu einem Hamburger Wahrzeichen avanciert.