Deutschlandpremiere: Harry Potter verzaubert Hamburg

Das weltweit erfolgreichste Theatererlebnis „Harry Potter und das verwunschene Kind“ feierte seine lange erwartete Deutschlandpremiere in Hamburg. Im „Mehr! Theater am Großmarkt“ wird das Stück nun exklusiv in deutscher Sprache aufgeführt.

Harry Potter
Das Kreativteam: Jack Thorne, J.K. Rowling und John Tiffany Foto: Debra Hurford Brown

Mit der gestrigen Deutschlandpremiere von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ hat Hamburg ein weiteres kulturelles Highlight dazu bekommen. 1.670 Gäste aus Kultur, Entertainment, Politik, TV und Gesellschaft, darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Barbara Wussow, Annemarie und Wayne Carpendale, Kai Wiesinger, Hardy Krüger jr., Rufus Beck, Sky du Mont und Franziska Knuppe, feierten die Fortsetzung von J.K. Rowlings fantastischer Zauber-Saga in ihrer deutschsprachigen Erstaufführung mit Standing Ovations.

Harry Potter Hauptdarsteller
Die Hauptdarsteller von links: Sebastian Witt (Ron), Jillian Anthony (Hermine) und Markus Schöttl (Harry) Foto: Hergen Schimpf

Harry-Potter-Bände in Hamburg verlegt

„Herzlich willkommen ‚Harry Potter‘ in der Kulturstadt Hamburg! Für das Kulturangebot in der Stadt ist der Welterfolg ‚Harry Potter und das verwunschene Kind‘ eine hervorragende Ergänzung. Nachdem bereits die deutschsprachigen Ausgaben der Harry-Potter-Bände in Hamburg verlegt wurden, passt es, dass nun auch das Theaterstück hier seine Deutschlandpremiere erlebt“, sagte etwa Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda.

Harry Potter Theaterstück
Deutschlandpremiere in Hamburg mit Produzent Maik Klokow (vorn im Bild) auf der Bühne Foto: Jochen Quast

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist die achte Geschichte der berühmten Zauber-Saga, die J.K. Rowling extra für die Theaterbühne geschrieben hat. Die Theatersensation feiert bereits in London, New York, Melbourne und San Francisco große Erfolge. Die beiden knapp dreistündigen Teile können entweder an einem Tag oder an zwei aufeinanderfolgenden Abenden besucht werden. Im aufwändig umgebauten Mehr! Theater können die Besucher inmitten des Hamburger Großmarktes in die magische Harry-Potter-Welt eintauchen. Ein Investitionsvolumen von rund 42 Millionen Euro war nötig, um den Zauber von Hogwarts in der Großmarkthalle lebendig werden zu lassen.

Kampagne fordert radikale Reform des globalen Lebensmittelsystems

Die europäische Bewegung „Our Food. Our Future“ hat sich zum Ziel gesetzt, dem „weltweit kaputten Lebensmittelsystem ein Ende zu bereiten und fehlgeleitete Lieferketten zu durchbrechen“, so die Akteure der insgesamt 16 Organisationen aus der EU, Südafrika und Brasilien. Im Fokus stehen die Fairness gegenüber Arbeitsmigranten, der Umwelt und dem Klima.

Lebensmittelsystem
Foto: no-one-cares/nsplash
Lebensmittelsystem
Foto: Eddie Kopp/unsplash

Ziel der Bewegung ist es, Verbraucher in Europa von nachhaltigen Kaufentscheidungen zu überzeugen und den öffentlichen Druck auf politische Entscheidungsträger zu erhöhen. „Globale Agrar-Lieferketten müssen menschenwürdige Arbeitsbedingungen garantieren sowie Umwelt- und Klimaschutz gewährleisten“, heißt es in einer Erklärung. Das europäische Lieferkettengesetz (mHREDD), die Farm-to-Fork-Strategie sowie das neue Migrations- und Asyl-Paket seien zentrale politische Projekte für die Kommission und das EU-Parlament. Denn noch immer seien der Großteil der Lebensmittel in Supermärkten und Discountern mit Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und verschiedenen Formen von Ungerechtigkeit verbunden.

Lebensmittelsystem
Foto: Forrest Cavale/unsplash
Lebensmittelsystem
Foto: Markus Spiske/unsplash

Zu diesem polarisierenden Thema habe ich im vergangenen und diesem Jahr zur Produktion von Kaffee und Kakao recherchiert und kritisch berichtet. Die beiden Stories sind in der Lebensmittel Zeitung erschienen.

Rückenwind für die Vordenker

In meinen Recherchen stelle ich in diesen Tagen oft fest, dass viele Menschen sich intensiver mit dem großen Ganzen beschäftigen und einen Beitrag leisten wollen. Die Gespräche sind intensiver, die Aussagen deutlicher geworden. Wenn wir Journalisten diesen „Spirit“ in den Aussagen transportieren, bewegt sich anschließend manchmal sogar etwas.

Nun ist der Beschluss des Bundeskabinetts, den Bio-Anteil in Kantinen des Bundes auf 20 Prozent zu erhöhen, nicht zwangsläufig auf meinen Beitrag Der Spirit der Vordenker im Slow Food Magazin zurückzuführen. Aber zumindest lässt sich davon ausgehen, dass Bundesministerin Julia Klöckner die ihr Ministerium betreffenden Medienberichte in der täglichen Auswertung vorgelegt bekommt und die öffentlichen Debatten dazu wahrnimmt.

Klangwein Beethoven
Längst ein Vordenker: In den psychiatrischen Kliniken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster und Lengerich wurde schon 2004 auf Bio-Essen gesetzt. Heute liegt der Bio-Anteil bei rund 25 Prozent. Ich sprach mit der Ernährungsberaterin Birgitta Lohmann, dem Küchenleiter Ralf Gremme und dem kaufmännischen Direktor Thomas Voß. Ihr Beispiel wurde im Beitrag „Engagement gegen den Rotstift“ erwähnt, der ebenfalls im Rahmen des Dossiers im Slow Food Magazin 3/2021 erschien. Foto: Silke Liebig-Braunholz

Einige der Protagonisten in meinem Beitrag sprachen zumindest auch im Gespräch mit mir die mangelnde „Vorbild- und Multiplikatorenfunktion“ des Bundes in diesem Bereich an, den die Ministerin jetzt hervorhebt. Ich habe diesen Aspekt in meinem Beitrag nicht ausdrücklich erwähnt; mich vielmehr auf die positiven Beispiele konzentriert. Denn ich wollte vor allem den Spirit der Vordenker transportieren und das Thema damit indirekt vermitteln.

Nun lässt sich feststellen, dass es jene Beispiele sind, die Schwung in längst überfällige Notwendigkeiten bringen und die Themen setzen. Die Politik setzt hier viel zu spät ein Zeichen und ist nun im Jahr 2021 keineswegs ein Vorbild. Wie wichtig aufrüttelnder Journalismus ist und wie gut, dass es Medien gibt, die diese Themen setzen, zeigt das Beispiel ebenfalls.

BUGA 2021: Die Verlockung des Gartenparadieses

BUGA 2021
Die Schau „Paradiesgärten – Gartenparadiese“ in der romanischen Peterskirche ist eine der Hauptattraktionen zur BUGA 2021 Foto: Steve Bauerschmidt

(ots) Nach mehrjährigem Umbau erstrahlt die Kirche des ehemaligen Klosters St. Peter und Paul nun zur Bundesgartenschau in Erfurt in einem ganz besonderen Licht. Neben den bedeutendsten Wandmalereien Thüringens beinhaltet der 900 Jahre alte Bau eine grandiose Ausstellung: „Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat“, beschreibt ein persisches Sprichwort. Die Peterskirche ist kein Prunkbau und dennoch der beste Ort für die Ausstellung „Paradiesgärten – Gartenparadiese“. Kuratorin Dr. Rita Hombach und die Ausstellungsgestalter vom Atelier Hähnel-Bökens haben das Gartenparadies zwischen den dicken Sandsteinwänden und den mächtigen Holzkonstruktionen aufblühen lassen. Die Architektur der Peterskirche umschließt wie eine Einfriedung die in der Ausstellung gezeigten Gärten, ist zugleich ein Hauptexponat. Das visualisierte Sternenzelt ist der Himmel über dem Gartenparadies.

Am entgegenliegenden Ende des Raumes die virtuelle Gartenwelt zum Selbstgestalten: Je mehr sich der Besucher auf der Fläche und vor der virtuellen Wand bewegt, umso schneller wachsen Bäume, verwandelt sich Gras in ein Blumenfeld und schweben Schmetterlinge zwischen den Bäumen. Die Leichtigkeit und beschwingte Fröhlichkeit dieses Erlebnisses nimmt man gern mit zum Spazieren entlang der Seitennischen. In jeder ist ein Garten verborgen, elf an der Zahl. Die scherenschnittartigen Gestaltungen, den Bildern der Parkanlagen in den Nischen vorangestellt, schaffen einen wunderbaren 3-D-Effekt, der Betrachter fühlt sich in den Park hinein versetzt. Originalexponate aus den Anlagen verstärken diesen Eindruck. Die paradiesische Reise durch mehrere Jahrhunderte Gartenkultur unter einem virtuellen Sternenhimmel endet mit der Frage, wie man einen Garten sieht oder auch betritt. Ein Wort von Bernhard von Clairvaux mag da helfen: „Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen.“

Der Rundgang in der Peterskirche lässt sich auf der Website der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten im Vorfeld virtuell erleben.

Queens Night Market: Kulinarisches aus aller Herren Länder

Der Queens Night Market im New Yorker Bezirk Queens gilt als bester Food-Markt New Yorks. Seit seiner Gründung im Jahr 2015 kamen bereits mehr als 1 Million Besucher. Dem Ideengeber John Wang ist mit diesem Open-Air-Nachtmarkt ein Coup gelungen. An mehr als 100 Foodtrucks gibt es Gerichte und Geschichten aus aller Welt bzw. aus über 90 Ländern zu entdecken. So etwa Tamales aus El Salvador – ein Hähnchengericht, das in vielen lateinamerikanischen und karibischen Ländern an Feiertagen gegessen wird. Oder aber Akara – die leckeren Honigbohnen aus Nigeria, die man dort zum Frühstück isst.

Queens Night Market
New York. 88 neue Kultrezepte aus über 40 Ländern. Die besten Streetfood-Gerichte vom Queens Night Market

88 Rezepte der originellsten Gerichte des Queens Night Market sind jetzt in einem Buch erschienen. Manche Rezepte sind Familiengeheimnisse, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, manche sind eine Hommage an schwindende Traditionen oder noch unbekannte nationale Schätze, die darauf warten, von der Welt entdeckt zu werden. Die Autoren wollten vor allem die Vielfalt der kulinarischen Traditionen und der mehr als 150 Nationalitäten, die in New York City leben, teilen. In dieser Stadt, in der über 800 Sprachen gesprochen werden, wurde der Queens Night Market vor allem auch deshalb schnell zu einem kulturellen wie auch kulinarischen Schmelztiegel, der ein Millionenpublikum anzieht.

New York. 88 neue Kultrezepte aus über 40 Ländern. Die besten Streetfood-Gerichte vom Queens Night Market (Christian Verlag) Von John Wang und Storm Garner
272 Seiten, ca. 150 Abb., 19,3 x 24,1 cm, Hardcover
[D] 26,99 € [A] 27,80 €
ISBN: 978-3-95961-537-2

Touristen können Lebensräume von Koalas retten

Auf den Wildlife-Touren von Janine Duffy pflanzen Touristen in besonders fruchtbaren Gebieten nahe Melbourne neue Bäume für Koalas. Dabei können sie helfen, die Brandschäden nach den Buschfeuern in Australien einzudämmen und die Lebensräume von Koalas zu retten.

Duffy machte ihre Liebe zu den Tieren zum Beruf: Als Veranstalterin für nachhaltige Reisen und Ausflüge bringt sie Besuchern seit 1993 die Natur ihres Heimat-Kontinents Australien näher. 2015 gründete sie die gemeinnützige Koala-Clancy-Stiftung und begann nach den Buschfeuern ihre Tourangebote anzupassen und um die „Koala Recovery Experience“ Tour zu erweitern.