Studie: Viele Deutsche im Urlaub online

(ots) Die Internet-Nutzung im Urlaub nimmt rasant zu. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie* im Auftrag der L’TUR Tourismus AG. Fast 83 Prozent der Deutschen wollen demnach in den Sommerferien nicht auf das Surfen im Web verzichten – zehn Prozent mehr als vor einem Jahr.

Studie Urlaub
Das Internet kennt keinen Urlaub Foto: Flickr/LeStudio1 – 2016

Hatten Frauen (74 Prozent) im Vergleich zu Männern (71 Prozent) 2015 noch die Nase vorn bei der Internet-Nutzung im Urlaub, haben die Männer (82,8 Prozent) inzwischen nicht nur aufgeholt, sondern liegen neuesten Zahlen zufolge sogar hauchdünn vor den Frauen (82,4 Prozent). Zurückzuführen ist diese Entwicklung nicht zuletzt darauf, dass immer mehr Männer trotz Auszeit arbeiten: Wie die repräsentative Umfrage für L’TUR zeigt, geht mittlerweile bereits jeder fünfte Mann selbst in den Ferien regelmäßig aus beruflichen Gründen ins Netz (Frauen: 14 Prozent). 69 Prozent der Urlauberinnen nutzen das Internet hingegen ausschließlich privat (Männer: 63 Prozent).

Was machen die deutschen Touristen im Urlaub online?
Nachfolgend die drei mit Abstand am häufigsten genannten Anwendungsfälle:

1. E-Mails schreiben/lesen
2. Wettervorhersage prüfen
3. Ausflugstipps, Restaurantempfehlungen o.ä. Infos über den Urlaubsort suchen

Auf den weiteren Plätzen des Rankings landeten unter anderem chatten mit Freunden, z.B. per WhatsApp, Facebook, Instagram oder anderer sozialer Netzwerke, Homepage von Tageszeitungen/Online-Medien besuchen, Urlaubsfotos im Onlinespeicher sichern und Nutzung von Bewertungsportalen.

Internet dient als Info-Quelle

Das Internet spielt auch bei der Planung des Urlaubs eine entscheidende Rolle. So sagen zwei von drei Bundesbürgern (65 Prozent), dass sie sich im Vorfeld in der Regel online über ihr Reiseziel informieren. Knapp die Hälfte liest passende Reiseführer und Magazine oder lässt sich persönlich von Freunden beraten, die bereits vor Ort waren. Reisedokus, beispielsweise im TV oder auf DVD, werden hingegen als weniger wichtig eingestuft (21 Prozent). Jeder Zehnte recherchiert vor dem Urlaub gar nicht und lässt sich einfach überraschen.

Information:
Über die L’TUR Tourismus AG: Seit fast 30 Jahren ist die L’TUR Tourismus AG Europas Marktführer für Last Minute Reisen. Konzentriert auf die letzten Wochen vor Abreise, produziert das Unternehmen täglich über 200 Millionen Angebote. Auf Basis der modernen Player-Hub Technologie werden Plätze von rund 20.000 Hotels und 250 Airlines zu attraktiven Urlaubspaketen kombiniert. Die TUI Group ist mit 80 Prozent an L’TUR beteiligt, L’TUR-Gründer Karlheinz Kögel hält 20 Prozent. Im Geschäftsjahr 2014/15 lag der Gesamtumsatz des Kurzfrist-Spezialisten aus Baden-Baden inklusive Vermittlungsgeschäft bei 451 Mio. Euro.

*Zur Methodik der Studie Urlaub: Die media control GmbH hat für L’TUR 1.382 Verbraucher im Alter von 14 bis 60 Jahren befragt.

Snapchat ist der aufsteigende Star in der Kommunikation

Für das Onlinemagazin Fachjournalist recherchiere ich das Thema Fachjournalismus im digitalen Zeitalter. Dazu habe ich mich auch tief in die Materie Snapchat hineinbegeben. Mittlerweile mit großer Begeisterung.

Snapchat Snappen Sie schon oder posten Sie noch? Diese Frage stellt sich eine stetig wachsende Community mittlerweile nicht mehr.

Auf der re:publica in Berlin hatten Anfang Mai nicht wenige Experten der digitalen Gesellschaft Snapchat als die neue Entdeckung für den Journalismus der Zukunft entlarvt. Vielleicht gerade weil dieses nach 24 Stunden verschwindende Phänomen der digitalen Echtzeitkommunikation den für uns Journalisten so wichtigen Küchenzuruf – die zentrale Aussage des Textes – in den Mittelpunkt stellt. Vielleicht aber auch, weil Snapchat eine für mich wirklich adäquate Lösung für die Kommunikationsmodelle der Zukunft darstellt. Witzig – pfiffig – authentisch – sekundenschnell und jederzeit empfangbar.

Ein tolles Beispiel dafür habe ich heute auf Snapchat verfolgt, als Torben Tost, Digital Communications & Marketing Manager beim Hamburger Flughafen mit seiner Praktikantin Tamara ein Interview führte. Tamara studiert derzeit BWL und absolviert während ihres Praktikums einen Austausch am Athener Flughafen. Die beiden unterhielten sich über die Unterschiede der Flughäfen und plauderten auch über das sonnige Wetter in Athen im Vergleich zum Hamburger Schietwetter. Jeder hatte lediglich sein Smartphone in der Hand und sprach in die Kamera. Anschließend schickten beide ihre Snaps in ihre Story – bitte ab sofort mehr davon! Denn exakt so sieht Kommunikation heute aus und erreicht sie die Zielgruppe. Mich habt ihr erreicht. Ich habe heute wahrscheinlich mehr über die Arbeit der Kommunikationsabteilung des Hamburger Flughafen gelernt als es ohne Snapchat jemals möglich gewesen wäre. In der Zeit vor Snapchat als Kommunikationsabteilungen hinter verschlossenen Türen agierten und ihre Strategien austüftelten.

Reisetrends 2016: mobil, individuell und erlebnisorientiert

Aufgrund von Terroranschlägen und Naturkatastrophen sind die Reisetrends 2016 vor allem von der Frage nach Sicherheit bestimmt. Daneben spielen die Digitalisierung und der Einsatz von virtuellen Reality-Brillen bei der Urlaubsplanung eine große Rolle. Hinzu kommen nun verstärkt Roboter für den Einsatz in Hotels, beispielsweise im Empfangsbereich.

Die Digitalisierung hat den Reisemarkt vor allem in seinen Buchungsabläufen verändert. Touristen nutzen das Internet für die Information, Inspiration und schließlich den Buchungsprozess ihrer Reise – Tendenz steigend, gerade auch aufgrund der gewachsenen Anzahl an mobilen Endgeräten. Der Teil der Bevölkerung, der online ist und gerne verreist, hat sich zu 90 Prozent schon einmal im Internet informiert und zu 79 Prozent auch bereits seine Urlaubsreise online gebucht, bestätigte denn auch die diesjährige Reiseanalyse, die durch die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) für die ITB (Internationale Tourismus-Börse) 2016 erarbeitet wurde.

Danaben spielt aber auch die Individualisierung und der Wunsch nach inspirierenden Reiseerlebnissen mit möglichst hohem Mehrwert eine Rolle. „Die Deutschen organisieren ihren Urlaub immer häufiger über professionelle Anbieter – spontane und selbstorganisierte Reisen ohne Vorausbuchung werden seltener. Und: wenngleich der Online-Verkauf von Reisen steigt, so ist das stationäre Reisebüro für den Kunden nach wie vor die wichtigste Verkaufsstelle“, fasst der Präsident des DRV (Deutscher ReiseVerband), Norbert Fiebig, zusammen.

Eine der wesentlichen Erkenntnisse aus dem Blick auf die Gesamtreiseausgaben der Deutschen in Höhe von rund 83 Milliarden Euro insgesamt, wovon allein 58,3 Milliarden Euro bereits vor Reiseantritt in Deutschland gebucht werden, liegt in der steigenden Online-Aktivität. 2015 wurden insgesamt 35,5 Prozent dieser Reiseleistungen über Online-Kanäle und 64,5 Prozent über Offline-Vertriebswege wie dem stationären Reisebüro, Call Center oder direkt beim Veranstalter eingekauft. Vereinfacht dargestellt werden bei den vorab gebuchten Urlaubsreisen ein Drittel online, zwei Drittel dagegen über Offline-Kanäle erworben. Vor drei Jahren betrug das Verhältnis 28,6 Prozent Online zu 71,4 Prozent offline – ein Wachstum um 6,8 Prozentpunkte seit dem Jahr 2012.